
{"id":1281,"date":"2009-10-28T16:04:54","date_gmt":"2009-10-28T15:04:54","guid":{"rendered":"http:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/?p=1281"},"modified":"2009-10-29T16:10:06","modified_gmt":"2009-10-29T15:10:06","slug":"lukas-1-3","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/?p=1281","title":{"rendered":"Lukas 1 &#8211; 3"},"content":{"rendered":"<h3>Kapitel 1<\/h3>\n<p>Da es viele unternommen haben, eine Darlegung der unter uns v\u00f6llig beglaubigten Tatsachen zusammenzustellen, 2\u00a0so wie sie uns die \u00fcberlieferten, die von Anfang an Augenzeugen und Diener der Botschaft wurden, 3\u00a0beschlo\u00df auch ich, weil ich allen Dingen von Anbeginn genau nachgegangen bin, sie dir, vortrefflichster The\u1ecdphilus, in logischer Reihenfolge zu schreiben, 4\u00a0damit du die Gewi\u00dfheit der Dinge v\u00f6llig erkennst, \u00fcber die du m\u00fcndlich belehrt worden bist.<\/p>\n<p>5\u00a0In den Tagen des Herodes, des K\u00f6nigs von Jud\u00e4\u0323a, da war ein gewisser Priester namens Sach\u1ea1rja aus der Abteilung Ab\u1ecbjas, und er hatte eine Frau von den T\u00f6chtern Aarons, und ihr Name war Elisabeth. 6\u00a0Sie waren beide vor Gott gerecht, weil sie allen Geboten und rechtlichen Erfordernissen Jehovas gem\u00e4\u00df untadelig wandelten. 7\u00a0Sie hatten aber kein Kind, weil Elisabeth unfruchtbar war, und beide waren an Jahren schon vorger\u00fcckt.<\/p>\n<p>8\u00a0W\u00e4hrend er nun das Priesteramt versah, das seiner Abteilung vor Gott zugewiesen war, 9\u00a0kam gem\u00e4\u00df dem feierlichen Brauch des Priesteramtes die Reihe an ihn, R\u00e4ucherwerk darzubringen, als er in das Heiligtum Jehovas eintrat; 10\u00a0und die ganze Menge des Volkes betete drau\u00dfen zur Stunde des Rauchopfers. 11\u00a0Da erschien ihm Jehovas Engel, der auf der rechten Seite des R\u00e4ucheraltars stand. 12\u00a0Sach\u1ea1rja wurde jedoch bei dem Anblick beunruhigt, und Furcht befiel ihn. 13\u00a0Der Engel aber sprach zu ihm: \u201eF\u00fcrchte dich nicht, Sach\u1ea1rja, denn dein Flehen ist erh\u00f6rt worden, und deine Frau Elisabeth wird die Mutter eines Sohnes von dir werden, und du sollst ihm den Namen Joh\u1ea1nnes geben. 14\u00a0Und Freude und Jubel werden dir zuteil werden, und viele werden sich \u00fcber seine Geburt freuen; 15\u00a0denn er wird gro\u00df sein vor Jehova. Doch soll er auf keinen Fall Wein und starkes Getr\u00e4nk trinken, und er wird vom Scho\u00df seiner Mutter an mit heiligem Geist erf\u00fcllt sein; 16\u00a0und viele von den S\u00f6hnen Israels wird er veranlassen, zu Jehova, ihrem Gott, umzukehren. 17\u00a0Auch wird er mit El\u1ecbas Geist und Kraft vor ihm hergehen, um zu veranlassen, da\u00df die Herzen von V\u00e4tern zu Kindern umkehren und die Ungehorsamen zur praktischen Weisheit von Gerechten, um ein zubereitetes Volk f\u00fcr Jehova bereitzumachen.\u201c<\/p>\n<p>18\u00a0Und Sach\u1ea1rja sprach zu dem Engel: \u201eWie kann ich dessen gewi\u00df sein? Denn ich bin betagt, und meine Frau ist an Jahren schon vorger\u00fcckt.\u201c 19\u00a0Der Engel antwortete und sprach zu ihm: \u201eIch bin G\u1ea1briel, der nahe vor Gott steht, und ich wurde ausgesandt, um mit dir zu reden und dir die gute Botschaft dieser Dinge zu verk\u00fcnden. 20\u00a0Doch siehe, du wirst schweigen und nicht reden k\u00f6nnen bis zu dem Tag, an dem diese Dinge geschehen, weil du meinen Worten nicht geglaubt hast, die zu ihrer bestimmten Zeit erf\u00fcllt werden.\u201c 21\u00a0Unterdessen wartete das Volk weiter auf Sach\u1ea1rja, und man begann sich \u00fcber sein langes Verbleiben im Heiligtum zu wundern. 22\u00a0Als er aber herauskam, war er nicht imstande, zu ihnen zu reden, und sie merkten, da\u00df sich ihm soeben im Heiligtum ein \u00fcbernat\u00fcrlicher Anblick geboten hatte; und er machte ihnen fortw\u00e4hrend Zeichen, blieb aber stumm. 23\u00a0Als nun die Tage seines \u00f6ffentlichen Dienstes erf\u00fcllt waren, ging er weg in sein Haus.<\/p>\n<p>24\u00a0Nach diesen Tagen aber wurde seine Frau Elisabeth schwanger; und sie hielt sich f\u00fcnf Monate lang abgesondert und sagte: 25\u00a0\u201eSo hat Jehova in diesen Tagen, da er mir seine Aufmerksamkeit zugewandt hat, an mir gehandelt, um meine Schmach unter den Menschen wegzunehmen.\u201c<\/p>\n<p>26\u00a0In ihrem sechsten Monat wurde der Engel G\u1ea1briel von Gott in eine Stadt Galil\u00e4\u0323as mit Namen N\u1ea1zareth gesandt, 27\u00a0zu einer Jungfrau, die einem Mann namens Joseph aus dem Hause Davids zur Ehe versprochen war; und der Name der Jungfrau war Maria. 28\u00a0Und als er bei ihr eintrat, sprach er: \u201eGuten Tag, du Hochbeg\u00fcnstigte, Jehova ist mit dir.\u201c 29\u00a0Sie aber wurde bei dem Wort tief beunruhigt und begann zu \u00fcberlegen, was das f\u00fcr ein Gru\u00df sei. 30\u00a0Da sagte der Engel zu ihr: \u201eF\u00fcrchte dich nicht, Maria, denn du hast Gunst bei Gott gefunden; 31\u00a0und siehe, du wirst in deinem Scho\u00df empfangen und einen Sohn geb\u00e4ren, und du sollst ihm den Namen Jesus geben. 32\u00a0Dieser wird gro\u00df sein und wird Sohn des H\u00f6chsten genannt werden; und Jehova Gott wird ihm den Thron Davids, seines Vaters, geben, 33\u00a0und er wird f\u00fcr immer als K\u00f6nig \u00fcber das Haus Jakob regieren, und sein K\u00f6nigreich wird kein Ende haben.\u201c<\/p>\n<p>34\u00a0Maria aber sprach zu dem Engel: \u201eWie soll dies sein, da ich keinen ehelichen Verkehr mit einem Mann habe?\u201c 35\u00a0Der Engel antwortete ihr und sprach: \u201eHeiliger Geist wird \u00fcber dich kommen, und Kraft des H\u00f6chsten wird dich \u00fcberschatten. Darum wird auch das Geborene heilig, Gottes Sohn, genannt werden. 36\u00a0Und siehe, Elisabeth, deine Verwandte, auch sie hat in ihrem hohen Alter einen Sohn empfangen, und dies ist f\u00fcr sie, die sogenannt Unfruchtbare, der sechste Monat; 37\u00a0denn bei Gott wird keine Erkl\u00e4rung etwas Unm\u00f6gliches sein.\u201c 38\u00a0Da sagte Maria: \u201eSiehe! Jehovas Sklavin! Mir geschehe nach deiner Erkl\u00e4rung.\u201c Darauf schied der Engel von ihr.<\/p>\n<p>39\u00a0In diesen Tagen nun machte sich Maria auf und begab sich eilends in das Bergland, in eine Stadt Judas, 40\u00a0und sie trat in das Haus Sach\u1ea1rjas ein und begr\u00fc\u00dfte Elisabeth. 41\u00a0Als nun Elisabeth den Gru\u00df der Maria h\u00f6rte, h\u00fcpfte das Kindlein in ihrem Scho\u00df; und Elisabeth wurde mit heiligem Geist erf\u00fcllt, 42\u00a0und sie rief mit lautem Ruf und sprach: \u201eGesegnet bist du unter den Frauen, und gesegnet ist die Frucht deines Scho\u00dfes! 43\u00a0Wie kommt es denn, da\u00df mir dieses [Vorrecht] zuteil wird, da\u00df die Mutter meines Herrn zu mir kommt? 44\u00a0Denn siehe, als der Klang deines Gru\u00dfes in mein Ohr drang, da h\u00fcpfte das Kindlein vor Jubel in meinem Scho\u00df. 45\u00a0Gl\u00fccklich ist auch die, die geglaubt hat, weil die Dinge, die von Jehova zu ihr geredet wurden, vollzogen werden.\u201c<\/p>\n<p>46\u00a0Und Maria sprach: \u201eMeine Seele verherrlicht Jehova, 47\u00a0und mein Geist kann sich nicht zur\u00fcckhalten, \u00fcber Gott, meinen Retter, zu frohlocken; 48\u00a0denn er hat auf die niedrige Stellung seiner Sklavin geschaut. Denn siehe, von nun an werden mich alle Generationen gl\u00fccklich preisen; 49\u00a0denn der M\u00e4chtige hat gro\u00dfe Taten f\u00fcr mich getan, und heilig ist sein Name; 50\u00a0und Generationen um Generationen ruht seine Barmherzigkeit auf denen, die ihn f\u00fcrchten. 51\u00a0Er hat m\u00e4chtig gehandelt mit seinem Arm, weithin zerstreut hat er die, die in der Absicht ihres Herzens hochm\u00fctig sind. 52\u00a0Er hat Machthaber von Thronen herabgesto\u00dfen und Niedrige erh\u00f6ht; 53\u00a0er hat Hungrige mit guten Dingen v\u00f6llig ges\u00e4ttigt, und er hat Reiche leer fortgeschickt. 54\u00a0Er ist Israel, seinem Knecht, zu Hilfe gekommen, um der Barmherzigkeit zu gedenken, 55\u00a0so wie er zu unseren Vorv\u00e4tern geredet hat, zu Abraham und seinem Samen, f\u00fcr immer.\u201c 56\u00a0Darauf blieb Maria etwa drei Monate bei ihr und kehrte [dann] in ihr eigenes Haus zur\u00fcck.<\/p>\n<p>57\u00a0Nun kam f\u00fcr Elisabeth die Zeit zu geb\u00e4ren, und sie wurde die Mutter eines Sohnes. 58\u00a0Und die Nachbarn und ihre Verwandten h\u00f6rten, da\u00df Jehova seine Barmherzigkeit ihr gegen\u00fcber gro\u00df gemacht hatte, und sie begannen sich mit ihr zu freuen. 59\u00a0Und am achten Tag kamen sie, um das kleine Kind zu beschneiden, und sie schickten\u00a0sich an, es nach dem Namen seines Vaters Sach\u1ea1rja zu benennen. 60\u00a0Doch seine Mutter antwortete und sprach: \u201eNicht doch, sondern er soll Joh\u1ea1nnes genannt werden.\u201c 61\u00a0Darauf sagten sie zu ihr: \u201eNiemand unter deinen Verwandten wird nach diesem Namen genannt.\u201c 62\u00a0Dann fragten sie seinen Vater durch Zeichen, wie er es genannt haben wolle. 63\u00a0Und er bat um ein T\u00e4felchen und schrieb: \u201eJoh\u1ea1nnes ist sein Name.\u201c Dar\u00fcber verwunderten sich alle.  64\u00a0Augenblicklich wurde sein Mund aufgetan und seine Zunge gel\u00f6st, und er begann zu reden und segnete Gott. 65\u00a0Und Furcht befiel alle, die in ihrer Nachbarschaft lebten; und im ganzen Bergland von Jud\u00e4\u0323a begannen sich alle diese Dinge herumzusprechen, 66\u00a0und alle, die sie h\u00f6rten, nahmen sie sich zu Herzen und sprachen: \u201eWas wird wohl aus diesem kleinen Kind werden?\u201c Denn die Hand Jehovas war tats\u00e4chlich mit ihm.<\/p>\n<p>67\u00a0Und Sach\u1ea1rja, sein Vater, wurde mit heiligem Geist erf\u00fcllt, und er sprach prophetisch: 68\u00a0\u201eGesegnet sei Jehova, der Gott Israels, denn er hat seine Aufmerksamkeit seinem Volk zugewandt und ihm Befreiung bereitet. 69\u00a0Und er hat f\u00fcr uns ein Horn der Rettung aufgerichtet im Hause Davids, seines Knechtes, 70\u00a0so wie er durch den Mund seiner heiligen Propheten seit alters geredet hat 71\u00a0von einer Rettung vor unseren Feinden und aus der Hand aller, die uns hassen, 72\u00a0um in Verbindung mit unseren Vorv\u00e4tern Barmherzigkeit zu erweisen und seines heiligen Bundes zu gedenken, 73\u00a0des Eides, den er Abraham, unserem Vorvater, schwor, 74\u00a0um uns, nachdem wir aus den H\u00e4nden der Feinde befreit worden sind, das Vorrecht zu gew\u00e4hren, ihm ohne Furcht heiligen Dienst darzubringen 75\u00a0mit Loyalit\u00e4t und Gerechtigkeit vor ihm alle unsere Tage. 76\u00a0Und du aber, kleines Kind, du wirst ein Prophet des H\u00f6chsten genannt werden, denn du wirst vor Jehova hergehen, um ihm die Wege zu bereiten, 77\u00a0um seinem Volk Erkenntnis der Rettung durch Vergebung ihrer S\u00fcnden zu verschaffen 78\u00a0wegen des innigen Erbarmens unseres Gottes. Mit diesem [Erbarmen] wird uns ein Tagesanbruch aus der H\u00f6he besuchen, 79\u00a0um denen Licht zu geben, die in Finsternis und Todesschatten sitzen, um unsere F\u00fc\u00dfe gl\u00fccklich auf den Weg des Friedens zu richten.\u201c<\/p>\n<p>80\u00a0Und das kleine Kind wuchs heran und erstarkte im Geist. Und er blieb bis zum Tag seines \u00f6ffentlichen Auftretens vor Israel in den W\u00fcsten.<\/p>\n<h3>Kapitel 2<\/h3>\n<p>In jenen Tagen nun ging eine Verordnung von C\u00e4sar Aug\u1ee5stus aus, da\u00df die ganze bewohnte Erde eingeschrieben werde 2\u00a0(diese erste Einschreibung fand statt, als Quir\u1ecbnius Statthalter von Syrien war); 3\u00a0und alle Leute zogen hin, um sich einschreiben zu lassen, jeder in seine eigene Stadt. 4\u00a0Nat\u00fcrlich ging auch Joseph von Galil\u00e4\u0323a aus der Stadt N\u1ea1zareth nach Jud\u00e4\u0323a zur Stadt Davids hinauf, die B\u1eb9thlehem genannt wird, weil er aus dem Hause und der Familie Davids stammte, 5\u00a0um sich mit Maria einschreiben zu lassen, die ihm, wie versprochen, zur Ehe gegeben worden und jetzt hochschwanger war. 6\u00a0W\u00e4hrend sie dort waren, wurden ihre Tage voll, da\u00df sie geb\u00e4ren sollte. 7\u00a0Und sie gebar ihren Sohn, den erstgeborenen, und sie band ihn in Wickelb\u00e4nder ein und legte ihn in eine Krippe, weil es im Unterkunftsraum keinen Platz f\u00fcr sie gab.<\/p>\n<p>8\u00a0Es waren auch Hirten in derselben Gegend, die drau\u00dfen im Freien lebten und in der Nacht \u00fcber ihre Herden Wache hielten. 9\u00a0Und pl\u00f6tzlich stand Jehovas Engel bei ihnen, und Jehovas Herrlichkeit umleuchtete sie, und sie gerieten in gro\u00dfe Furcht. 10\u00a0Der Engel aber sprach zu ihnen: \u201eF\u00fcrchtet euch nicht, denn siehe, ich verk\u00fcnde euch eine gute Botschaft gro\u00dfer Freude, die dem ganzen Volk zuteil werden wird, 11\u00a0denn euch ist heute in Davids Stadt ein Retter geboren worden, welcher Christus, [der] Herr, ist. 12\u00a0Und dies ist euch ein Zeichen: Ihr werdet ein Kindlein finden, das in Wickelb\u00e4nder eingebunden ist und in einer Krippe liegt.\u201c 13\u00a0Und pl\u00f6tzlich befand sich bei dem Engel eine Menge der himmlischen Heerschar, die Gott pries und sprach: 14\u00a0\u201eHerrlichkeit Gott in den H\u00f6hen droben und Frieden auf Erden unter Menschen guten Willens.\u201c<\/p>\n<p>15\u00a0Als die Engel dann von ihnen weg in den Himmel gegangen waren, begannen die Hirten zueinander zu sagen: \u201eLa\u00dft uns auf jeden Fall nach B\u1eb9thlehem hin\u00fcbergehen und das sehen, was geschehen ist, was Jehova uns bekanntgegeben hat.\u201c 16\u00a0Und sie gingen eilends hin und fanden Maria und auch Joseph und das Kindlein, das in der Krippe lag. 17\u00a0Als sie es sahen, machten sie das Wort bekannt, das \u00fcber dieses kleine Kind zu ihnen geredet worden war. 18\u00a0Und alle, die [es] h\u00f6rten, verwunderten sich \u00fcber die Dinge, die ihnen von den Hirten erz\u00e4hlt wurden, 19\u00a0doch Maria begann alle diese Worte zu bewahren, indem sie Folgerungen zog in ihrem Herzen. 20\u00a0Die Hirten kehrten dann zur\u00fcck und verherrlichten und priesen Gott wegen all der Dinge, die sie geh\u00f6rt und gesehen hatten, so wie diese ihnen gesagt worden waren.<\/p>\n<p>21\u00a0Als nun acht Tage voll wurden und er beschnitten werden sollte, wurde ihm auch der Name Jesus gegeben, der Name, den der Engel genannt hatte, bevor er im Scho\u00df empfangen worden war.<\/p>\n<p>22\u00a0Und als die Tage ihrer Reinigung nach dem Gesetz Mose voll wurden, brachten sie ihn nach Jerusalem hinauf, um ihn Jehova darzustellen, 23\u00a0so wie es in Jehovas Gesetz geschrieben steht: \u201eAlles M\u00e4nnliche, das einen Mutterscho\u00df \u00f6ffnet, soll Jehova heilig genannt werden\u201c, 24\u00a0und um ein Schlachtopfer darzubringen gem\u00e4\u00df dem, was in dem Gesetz Jehovas gesagt ist: \u201eEin Paar Turteltauben oder zwei junge Tauben.\u201c<\/p>\n<p>25\u00a0Und siehe, da war ein Mensch in Jerusalem namens S\u1ecbmeon, und dieser Mensch war gerecht und ehrfurchtsvoll und wartete auf Israels Trost, und heiliger Geist war auf ihm. 26\u00a0Ferner war ihm von Gott durch den heiligen Geist geoffenbart worden, da\u00df er den Tod nicht sehen werde, bevor er den Christus Jehovas gesehen h\u00e4tte. 27\u00a0Unter der Macht des Geistes kam er nun in den Tempel; und als die Eltern das kleine Kind, Jesus, hereinbrachten, um mit ihm nach dem gewohnten Brauch des Gesetzes zu verfahren, 28\u00a0da nahm er es selbst in seine Arme und segnete Gott und sprach: 29\u00a0\u201eNun, Souver\u00e4ner Herr, entl\u00e4\u00dft du deinen Sklaven in Frieden, deiner Erkl\u00e4rung gem\u00e4\u00df; 30\u00a0denn meine Augen haben dein Mittel zur Rettung gesehen, 31\u00a0das du angesichts aller V\u00f6lker bereitet hast, 32\u00a0ein Licht zur Beseitigung des Schleiers von den Nationen und eine Herrlichkeit deines Volkes Israel.\u201c 33\u00a0Und sein Vater und seine Mutter wunderten sich fortgesetzt \u00fcber die Dinge, die \u00fcber ihn geredet wurden. 34\u00a0Auch segnete S\u1ecbmeon sie, sprach aber zu Maria, seiner Mutter: \u201eSiehe! Dieser ist in Israel zum Fall und Wiederaufstehen vieler gesetzt und zu einem Zeichen, dem widersprochen wird 35\u00a0(ja, ein langes Schwert wird deine eigene Seele durchdringen), damit die \u00dcberlegungen vieler Herzen enth\u00fcllt werden.\u201c<\/p>\n<p>36\u00a0Nun war da Anna, eine Prophetin, Ph\u1ea1nu\u00ebls Tochter, aus dem Stamm \u1ea0scher (diese Frau war an Jahren schon vorger\u00fcckt und hatte nach ihrer Jungfrauschaft sieben Jahre mit einem Ehemann gelebt, 37\u00a0und sie war eine Witwe, nun vierundachtzig Jahre alt), die niemals im Tempel fehlte und Nacht und Tag mit Fasten und Flehen heiligen Dienst darbrachte. 38\u00a0Und gerade in jener Stunde trat sie herzu und begann Gott Dank zu zollen und zu allen, die auf die Befreiung Jerusalems warteten, von [dem Kind] zu reden.<\/p>\n<p>39\u00a0Als sie dann alles nach dem Gesetz Jehovas ausgef\u00fchrt hatten, kehrten sie nach Galil\u00e4\u0323a in ihre eigene Stadt N\u1ea1zareth zur\u00fcck. 40\u00a0Und das kleine Kind wuchs heran und erstarkte, wurde mit Weisheit erf\u00fcllt, und Gottes Gunst war weiterhin auf ihm.<\/p>\n<p>41\u00a0Seine Eltern pflegten nun Jahr f\u00fcr Jahr zum Passahfest nach Jerusalem zu gehen. 42\u00a0Und als er zw\u00f6lf Jahre alt geworden war, gingen sie der Festsitte gem\u00e4\u00df hinauf 43\u00a0und vollendeten die Tage. Als sie aber zur\u00fcckkehrten, blieb der Knabe Jesus in Jerusalem zur\u00fcck; und seine Eltern bemerkten es nicht. 44\u00a0In der Annahme, er befinde sich bei der Reisegesellschaft, gingen sie eine Tagereise weit und begannen dann, bei den Verwandten und Bekannten nach ihm zu suchen. 45\u00a0Da sie ihn aber nicht fanden, kehrten sie nach Jerusalem zur\u00fcck und suchten eifrig nach ihm. 46\u00a0Schlie\u00dflich, nach drei Tagen, fanden sie ihn im Tempel, wie er mitten unter den Lehrern sa\u00df und ihnen zuh\u00f6rte und sie befragte. 47\u00a0Alle aber, die ihm zuh\u00f6rten, staunten immer wieder \u00fcber sein Verst\u00e4ndnis und seine Antworten. 48\u00a0Als sie ihn nun sahen, waren sie h\u00f6chst erstaunt, und seine Mutter sagte zu ihm: \u201eKind, warum hast du so an uns gehandelt? Sieh, dein Vater und ich haben dich ganz verzweifelt gesucht.\u201c 49\u00a0Er aber sprach zu ihnen: \u201eWie habt ihr mich nur suchen k\u00f6nnen? Wu\u00dftet ihr nicht, da\u00df ich im [Haus] meines Vaters sein mu\u00df?\u201c 50\u00a0Sie begriffen jedoch das Wort nicht, das er zu ihnen redete.<\/p>\n<p>51\u00a0Und er ging mit ihnen hinab und kam nach N\u1ea1zareth, und er blieb ihnen untertan. Auch bewahrte seine Mutter alle diese Worte sorgf\u00e4ltig in ihrem Herzen. 52\u00a0Und Jesus nahm weiterhin zu an Weisheit und K\u00f6rpergr\u00f6\u00dfe und an Gunst bei Gott und den Menschen.<\/p>\n<h3>Kapitel 3<\/h3>\n<p>Im f\u00fcnfzehnten Jahr der Regierung des Tib\u1eb9rius C\u00e4sar, als P\u1ecdntius Pil\u1ea1tus Statthalter von Jud\u00e4\u0323a war und Herodes Bezirksherrscher von Galil\u00e4\u0323a, sein Bruder Phil\u1ecbppus aber Bezirksherrscher des Landes Itur\u00e4\u0323a und Trachon\u1ecbtis und Lys\u1ea1nias Bezirksherrscher von Abil\u1eb9ne, 2\u00a0in den Tagen des Oberpriesters \u1ea0nnas und des Kaiphas, erging Gottes Ausspruch an Joh\u1ea1nnes, den Sohn Sach\u1ea1rjas, in der Wildnis.<\/p>\n<p>3\u00a0Da kam er in die ganze Umgegend des Jordan und predigte die Taufe [als Symbol] der Reue zur Vergebung von S\u00fcnden, 4\u00a0so wie im Buch der Worte des Propheten Jesaja geschrieben steht: \u201eHorch! Es ruft jemand in der Wildnis: \u201aBereitet den Weg Jehovas, macht seine Stra\u00dfen gerade. 5\u00a0Jede Schlucht soll aufgef\u00fcllt und jeder Berg und H\u00fcgel eingeebnet werden, und die Kr\u00fcmmungen sollen zu geraden Wegen und die rauhen Stellen zu ebenen Wegen werden; 6\u00a0und alles Fleisch wird Gottes Mittel zur Rettung sehen.\u2018\u00a0\u201c<\/p>\n<p>7\u00a0Daher begann er zu den Volksmengen, die herauskamen, um von ihm getauft zu werden, zu sagen: \u201eIhr Otternbrut, wer hat euch zu verstehen gegeben, da\u00df [ihr] dem kommenden Zorn entflieht? 8\u00a0Bringt also Fr\u00fcchte hervor, die der Reue entsprechen. Und fangt nicht an, bei euch selbst zu sagen: \u201aWir haben Abraham zum Vater.\u2018 Denn ich sage euch, da\u00df Gott die Macht hat, dem Abraham aus diesen Steinen Kinder zu erwecken. 9\u00a0In der Tat, schon ist die Axt an die Wurzel der B\u00e4ume gelegt; jeder Baum nun, der keine vortreffliche Frucht hervorbringt, soll umgehauen und ins Feuer geworfen werden.\u201c<\/p>\n<p>10\u00a0Und die Volksmengen fragten ihn: \u201eWas sollen wir denn tun?\u201c 11\u00a0Er gab ihnen zur Antwort: \u201eWer zwei untere Kleider hat, der teile mit dem, der keines\u00a0hat, und wer etwas zu essen hat, tue\u00a0dasselbe.\u201c 12\u00a0Doch auch Steuereinnehmer kamen, um getauft zu werden, und sie sprachen zu ihm: \u201eLehrer, was sollen wir tun?\u201c 13\u00a0Er sagte zu ihnen: \u201eVerlangt nicht mehr als die Steuergeb\u00fchr.\u201c 14\u00a0Auch die, die im Heeresdienst standen, fragten ihn: \u201eUnd wir, was sollen denn wir tun?\u201c Und er sagte zu ihnen: \u201eDrangsaliert niemand, noch klagt jemand falsch an, sondern begn\u00fcgt euch mit den Dingen zu eurem Unterhalt.\u201c<\/p>\n<p>15\u00a0Als nun das Volk in Erwartung war und alle wegen Joh\u1ea1nnes in ihrem Herzen \u00fcberlegten: \u201eIst er vielleicht der\u00a0Christus?\u201c, 16\u00a0gab Joh\u1ea1nnes zur Antwort, indem er zu allen sagte: \u201eIch f\u00fcr meinen Teil taufe euch mit Wasser; es kommt aber der, welcher st\u00e4rker ist als ich, dem die Riemen der Sandalen zu l\u00f6sen ich nicht wert bin. Er wird euch mit heiligem Geist und mit Feuer taufen. 17\u00a0Er hat seine Worfschaufel in der Hand, um seine Tenne gr\u00fcndlich zu s\u00e4ubern und den Weizen in sein Vorratshaus zu sammeln, die Spreu aber wird er mit unausl\u00f6schlichem Feuer verbrennen.\u201c<\/p>\n<p>18\u00a0Daher gab er auch viele andere Ermahnungen und fuhr fort, dem Volk gute Botschaft zu verk\u00fcnden. 19\u00a0Herodes aber, der Bezirksherrscher, der wegen Her\u1ecddias, der Frau seines Bruders, und wegen all der b\u00f6sen Taten, die Herodes beging, von ihm zurechtgewiesen wurde, 20\u00a0f\u00fcgte all diesen [Taten] noch das hinzu: Er schlo\u00df Joh\u1ea1nnes ins Gef\u00e4ngnis ein.<\/p>\n<p>21\u00a0Als nun alles Volk getauft wurde, wurde auch Jesus getauft, und als er betete, wurde der Himmel ge\u00f6ffnet, 22\u00a0und der heilige Geist kam in leiblicher Gestalt wie eine Taube auf ihn herab, und eine Stimme kam aus dem Himmel: \u201eDu bist mein Sohn, der geliebte; an dir habe ich Wohlgefallen gefunden.\u201c<\/p>\n<p>23\u00a0\u00dcbrigens war Jesus selbst, als er [sein Werk] anfing, ungef\u00e4hr drei\u00dfig Jahre alt und war, wie man meinte, der Sohn<br \/>\nJosephs,<br \/>\n[Sohn] des H\u1eb9li,<br \/>\n24\u00a0[Sohn] des M\u1ea1tthat,<br \/>\n[Sohn] des L\u1eb9vi,<br \/>\n[Sohn] des M\u1eb9lchi,<br \/>\n[Sohn] des J\u1ea1nnai,<br \/>\n[Sohn] des Joseph,<br \/>\n25\u00a0[Sohn] des Mattath\u1ecbas,<br \/>\n[Sohn] des \u1ea0mos,<br \/>\n[Sohn] des N\u1ea1hum,<br \/>\n[Sohn] des \u1eb8sli,<br \/>\n[Sohn] des N\u1ea1ggai,<br \/>\n26\u00a0[Sohn] des M\u1ea1ath,<br \/>\n[Sohn] des Mattath\u1ecbas,<br \/>\n[Sohn] des S\u1eb9me\u00efn,<br \/>\n[Sohn] des J\u1ecdsech,<br \/>\n[Sohn] des J\u1ecdda,<br \/>\n27\u00a0[Sohn] des J\u1ecdhanan,<br \/>\n[Sohn] des R\u1eb9sa,<br \/>\n[Sohn] des Serubb\u1ea1bel,<br \/>\n[Sohn] des Sche\u1ea1lti\u00ebl,<br \/>\n[Sohn] des N\u1eb9ri,<br \/>\n28\u00a0[Sohn] des M\u1eb9lchi,<br \/>\n[Sohn] des \u1ea0ddi,<br \/>\n[Sohn] des K\u1ecdsam,<br \/>\n[Sohn] des \u1eb8lmadam,<br \/>\n[Sohn] des Er,<br \/>\n29\u00a0[Sohn] des Jesus,<br \/>\n[Sohn] des Eli\u1eb9ser,<br \/>\n[Sohn] des J\u1ecdrim,<br \/>\n[Sohn] des M\u1ea1tthat,<br \/>\n[Sohn] des L\u1eb9vi,<br \/>\n30\u00a0[Sohn] des S\u1ecbmeon,<br \/>\n[Sohn] des Juda,<br \/>\n[Sohn] des Joseph,<br \/>\n[Sohn] des J\u1ecdnam,<br \/>\n[Sohn] des \u1eb8ljakim,<br \/>\n31\u00a0[Sohn] des Mel\u1eb9a,<br \/>\n[Sohn] des M\u1eb9nna,<br \/>\n[Sohn] des Matt\u1ea1tha,<br \/>\n[Sohn] des Nathan,<br \/>\n[Sohn] des David,<br \/>\n32\u00a0[Sohn] des \u1ecasa\u00ef,<br \/>\n[Sohn] des \u1eccbed,<br \/>\n[Sohn] des B\u1ecdas,<br \/>\n[Sohn] des S\u1ea1lmon,<br \/>\n[Sohn] des N\u1ea1chschon,<br \/>\n33\u00a0[Sohn] des Ammin\u1ea1dab,<br \/>\n[Sohn] des \u1ea0rni,<br \/>\n[Sohn] des H\u1eb9zron,<br \/>\n[Sohn] des P\u1eb9rez,<br \/>\n[Sohn] des Juda,<br \/>\n34\u00a0[Sohn] des Jakob,<br \/>\n[Sohn] des \u1ecasa\u00b7ak,<br \/>\n[Sohn] des Abraham,<br \/>\n[Sohn] des T\u1eb9rach,<br 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