
{"id":1279,"date":"2009-10-27T11:35:52","date_gmt":"2009-10-27T10:35:52","guid":{"rendered":"http:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/?p=1279"},"modified":"2009-10-24T11:37:51","modified_gmt":"2009-10-24T10:37:51","slug":"markus-14-16","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/?p=1279","title":{"rendered":"Markus 14 &#8211; 16"},"content":{"rendered":"<h3>Kapitel 14<\/h3>\n<p>Nun fand zwei Tage sp\u00e4ter das Passah und [das Fest] der unges\u00e4uerten Brote statt. Und die Oberpriester und die Schriftgelehrten suchten, wie sie ihn durch einen listigen Anschlag greifen und t\u00f6ten k\u00f6nnten; 2\u00a0denn wiederholt sagten sie: \u201eNicht am Fest; vielleicht k\u00f6nnte unter dem Volk ein Aufruhr entstehen.\u201c<\/p>\n<p>3\u00a0Und w\u00e4hrend er in Bethanien\u201a im Haus Simons\u201a des Auss\u00e4tzigen\u201a war\u201a kam\u201a als er bei einem Mahl lag\u201a eine Frau mit einem Alabastergef\u00e4\u00df voll echtem, sehr teurem, wohlriechendem Narden\u00f6l. Sie brach das Alabastergef\u00e4\u00df auf und begann es auf sein Haupt zu gie\u00dfen. 4\u00a0Dar\u00fcber dr\u00fcckten einige unter sich ihren Unwillen aus: \u201eWozu ist diese Verschwendung des wohlriechenden \u00d6ls geschehen? 5\u00a0Denn dieses wohlriechende \u00d6l h\u00e4tte f\u00fcr mehr als dreihundert Den\u1ea1re verkauft und den Armen gegeben werden k\u00f6nnen!\u201c Und sie wurden sehr ungehalten \u00fcber sie. 6\u00a0Jesus aber sagte: \u201eLa\u00dft sie. Warum sucht ihr ihr M\u00fche zu machen? Sie hat eine vortreffliche Tat an mir getan. 7\u00a0Denn die Armen habt ihr allezeit bei euch, und wann immer ihr wollt, k\u00f6nnt ihr ihnen stets Gutes tun, mich aber habt ihr nicht allezeit. 8\u00a0Sie hat getan, was sie konnte; sie hat es im voraus, im Hinblick auf mein Begr\u00e4bnis, unternommen, wohlriechendes \u00d6l auf meinen Leib zu tun. 9\u00a0Wahrlich, ich sage euch: Wo immer die gute Botschaft in der ganzen Welt gepredigt wird, wird auch das, was diese Frau getan hat, zur Erinnerung an sie erz\u00e4hlt werden.\u201c<\/p>\n<p>10\u00a0Und Judas Isk\u1ea1riot, einer von den Zw\u00f6lfen, ging hin zu den Oberpriestern, um ihn an sie zu verraten. 11\u00a0Als sie es h\u00f6rten, freuten sie sich und versprachen, ihm Silbergeld zu geben. Da begann er nach einer passenden Gelegenheit zu suchen, um ihn zu verraten.<\/p>\n<p>12\u00a0Am ersten Tag der unges\u00e4uerten Brote nun, als sie nach ihrer Gewohnheit das Passah-[Opfertier] opferten, sagten seine J\u00fcnger zu ihm: \u201eWohin willst du, da\u00df wir gehen und Vorbereitungen treffen, damit du das Passah essen kannst?\u201c 13\u00a0Darauf sandte er zwei seiner J\u00fcnger aus und sprach zu ihnen: \u201eGeht in die Stadt, und es wird euch ein Mensch begegnen, der ein irdenes Gef\u00e4\u00df mit Wasser tr\u00e4gt. Folgt ihm, 14\u00a0und wo immer er hineingeht, sagt zum Hausherrn: \u201aDer Lehrer sagt: \u201eWo ist das Gastzimmer f\u00fcr mich, wo ich mit meinen J\u00fcngern das Passah essen kann?\u201c\u00a0\u2018 15\u00a0Und er wird euch ein gro\u00dfes Obergemach zeigen, das ausgestattet bereitsteht; und dort bereitet es f\u00fcr uns.\u201c 16\u00a0Da gingen die J\u00fcnger hin, und sie kamen in die Stadt und fanden es so, wie er es ihnen gesagt hatte; und sie bereiteten das Passah.<\/p>\n<p>17\u00a0Nachdem es Abend geworden war, kam er mit den Zw\u00f6lfen. 18\u00a0Und w\u00e4hrend sie zu Tisch lagen und a\u00dfen, sprach Jesus: \u201eWahrlich, ich sage euch: Einer von euch, der mit mir i\u00dft, wird mich verraten.\u201c 19\u00a0Da fingen sie an, betr\u00fcbt zu werden und einer nach dem anderen zu ihm zu sagen: \u201eIch bin es doch nicht etwa?\u201c 20\u00a0Er sprach zu ihnen: \u201eEiner von den Zw\u00f6lfen ist es, der mit mir in die gemeinsame Sch\u00fcssel eintaucht. 21\u00a0Allerdings geht der Menschensohn weg, so wie \u00fcber ihn geschrieben steht, wehe aber jenem Menschen, durch den der Menschensohn verraten wird! Es w\u00e4re besser f\u00fcr diesen Menschen, wenn er nicht geboren worden w\u00e4re.\u201c<\/p>\n<p>22\u00a0Und w\u00e4hrend sie weitera\u00dfen, nahm er ein Brot, sprach einen Segen, brach es und gab es ihnen und sagte: \u201eNehmt es, dies bedeutet meinen Leib.\u201c 23\u00a0Und er nahm einen Becher, sagte Dank und gab ihnen diesen, und sie tranken alle daraus. 24\u00a0Und er sprach zu ihnen: \u201eDies bedeutet mein \u201aBlut des Bundes\u2018, das zugunsten vieler vergossen werden wird. 25\u00a0Wahrlich, ich sage euch: Ich werde keinesfalls mehr von dem Erzeugnis des Weinstocks trinken bis zu jenem Tag, an dem ich es neu trinke in dem K\u00f6nigreich Gottes.\u201c 26\u00a0Nach Lobges\u00e4ngen gingen sie schlie\u00dflich hinaus zum \u00d6lberg.<\/p>\n<p>27\u00a0Und Jesus sprach zu ihnen: \u201eIhr werdet alle zum Straucheln gebracht werden, denn es steht geschrieben: \u201aIch will den Hirten schlagen, und die Schafe werden zerstreut werden.\u2018 28\u00a0Nachdem ich aber auferweckt sein werde, will ich euch nach Galil\u00e4\u0323a vorangehen.\u201c 29\u00a0Petrus aber sagte zu ihm: \u201eWenn auch alle anderen zum Straucheln gebracht werden, so doch ich nicht.\u201c 30\u00a0Darauf sprach Jesus zu ihm: \u201eWahrlich, ich sage dir: Selbst du wirst mich heute, ja diese Nacht, bevor ein Hahn zweimal kr\u00e4ht, dreimal verleugnen.\u201c 31\u00a0Er aber begann zu beteuern: \u201eWenn ich mit dir sterben mu\u00df, will ich dich auf keinen Fall verleugnen.\u201c Auch alle anderen begannen das gleiche zu sagen.<\/p>\n<p>32\u00a0Da kamen sie zu einer Stelle, Geths\u1eb9mane genannt, und er sagte zu seinen J\u00fcngern: \u201eSetzt euch hier nieder, w\u00e4hrend ich bete.\u201c 33\u00a0Und er nahm Petrus und Jakobus und Joh\u1ea1nnes mit sich, und er fing an, in Best\u00fcrzung zu geraten und schmerzlich beunruhigt zu werden. 34\u00a0Und er sprach zu ihnen: \u201eMeine Seele ist tief betr\u00fcbt, ja bis zum Tod. Bleibt hier und wacht!\u201c 35\u00a0Und er ging ein wenig weiter, fiel dann auf die Erde und begann zu beten, da\u00df, wenn es m\u00f6glich w\u00e4re, die Stunde an ihm vor\u00fcbergehe. 36\u00a0Und danach sagte er: \u201eAbba, Vater, alle Dinge sind dir m\u00f6glich; entferne diesen Becher von mir. Doch nicht, was ich will, sondern was du willst.\u201c 37\u00a0Und er kam und fand sie schlafend, und er sagte zu Petrus: \u201eS\u1ecbmon, schl\u00e4fst du? Hattest du nicht die Kraft, eine einzige Stunde zu wachen? 38\u00a0Wacht und betet unabl\u00e4ssig, damit ihr nicht in Versuchung kommt. Der Geist ist zwar voller Eifer, aber das Fleisch ist schwach.\u201c 39\u00a0Und er ging wieder hin und betete und sprach dasselbe Wort. 40\u00a0Und wieder kam er und fand sie schlafend, denn ihre Augen waren beschwert, und so wu\u00dften sie nicht, was sie ihm antworten sollten. 41\u00a0Und er kam zum drittenmal und sprach zu ihnen: \u201eZu einer solchen Zeit, wie diese es ist, schlaft ihr und ruht euch aus! Es ist genug! Die Stunde ist gekommen! Seht! Der Menschensohn wird in die H\u00e4nde von S\u00fcndern verraten.  42\u00a0Steht auf, la\u00dft uns gehen! Seht! Mein Verr\u00e4ter hat sich gen\u00e4hert.\u201c<\/p>\n<p>43\u00a0Und sogleich, w\u00e4hrend er noch redete, traf Judas, einer von den Zw\u00f6lfen, ein und mit ihm eine Volksmenge mit Schwertern und Kn\u00fcppeln, von den Oberpriestern und den Schriftgelehrten und den \u00e4lteren M\u00e4nnern her. 44\u00a0Nun hatte sein Verr\u00e4ter ihnen ein verabredetes Zeichen gegeben, indem er sprach: \u201eWen immer ich k\u00fcsse, der ist es; nehmt ihn in Gewahrsam und f\u00fchrt ihn sicher ab.\u201c 45\u00a0Und er kam heran und trat auf ihn zu und sprach: \u201eRabbi!\u201c und k\u00fc\u00dfte ihn sehr z\u00e4rtlich. 46\u00a0Da legten sie Hand an ihn und nahmen ihn in Gewahrsam. 47\u00a0Einer jedoch von denen, die dabeistanden, zog sein Schwert und schlug den Sklaven des Hohenpriesters und hieb ihm das Ohr ab. 48\u00a0In Erwiderung aber sagte Jesus zu ihnen: \u201eSeid ihr mit Schwertern und Kn\u00fcppeln wie gegen einen R\u00e4uber ausgezogen, um mich festzunehmen? 49\u00a0Tag f\u00fcr Tag war ich bei euch im Tempel und lehrte, und doch nahmt ihr mich nicht in Gewahrsam. Dennoch, es ist, damit die Schriften erf\u00fcllt werden.\u201c<\/p>\n<p>50\u00a0Und sie alle verlie\u00dfen ihn und flohen. 51\u00a0Aber ein gewisser junger Mann, der ein Kleid aus feiner Leinwand auf dem blo\u00dfen [Leib] trug, begann ihm nahe zu folgen; und man suchte ihn zu greifen, 52\u00a0er aber lie\u00df sein leinenes Kleid zur\u00fcck und entfloh nackt.<\/p>\n<p>53\u00a0Sie f\u00fchrten Jesus nun ab zum Hohenpriester, und alle Oberpriester und die \u00e4lteren M\u00e4nner und die Schriftgelehrten kamen zusammen. 54\u00a0Petrus aber folgte ihm in gutem Abstand bis hinein in den Hof des Hohenpriesters; und er sa\u00df mit den Dienern [des Hauses] zusammen und w\u00e4rmte sich an einem hellen Feuer. 55\u00a0Mittlerweile suchten die Oberpriester und der ganze Sanhedr\u1ecbn nach einem Zeugnis gegen Jesus, um ihn zu Tode zu bringen, aber sie fanden keines. 56\u00a0Tats\u00e4chlich legten viele falsches Zeugnis gegen ihn ab, doch stimmten ihre Zeugenaussagen nicht \u00fcberein. 57\u00a0Auch erhoben sich einige und legten falsches Zeugnis gegen ihn ab, indem sie sprachen: 58\u00a0\u201eWir h\u00f6rten ihn sagen: \u201aIch will diesen Tempel, der mit H\u00e4nden gemacht wurde, niederrei\u00dfen, und in drei Tagen will ich einen anderen bauen, der nicht mit H\u00e4nden gemacht ist.\u2018\u00a0\u201c 59\u00a0Doch auch darin stimmte ihr Zeugnis nicht \u00fcberein.<\/p>\n<p>60\u00a0Schlie\u00dflich erhob sich der Hohepriester in ihrer Mitte und fragte Jesus, indem er sprach: \u201eGibst du keine Antwort? Was ist das, worin diese gegen dich zeugen?\u201c 61\u00a0Er aber schwieg und antwortete gar nichts. Wieder begann der Hohepriester ihn zu befragen und sagte zu ihm: \u201eBist du der Christus, der Sohn des Gesegneten?\u201c 62\u00a0Da sprach Jesus: \u201eIch bin es; und ihr werdet den Menschensohn zur Rechten der Macht sitzen und mit den Wolken des Himmels kommen sehen.\u201c 63\u00a0Darauf zerri\u00df der Hohepriester seine inneren Kleider und sprach: \u201eWozu brauchen wir weiter Zeugen? 64\u00a0Ihr habt die L\u00e4sterung geh\u00f6rt. Wie urteilt ihr dar\u00fcber?\u201c Sie alle verurteilten ihn als des Todes schuldig. 65\u00a0Und einige fingen an, ihn anzuspeien und sein ganzes Gesicht zu verh\u00fcllen und ihn mit den F\u00e4usten zu schlagen und zu ihm zu sagen: \u201eProphezeie!\u201c Und die Gerichtsdiener \u00fcbernahmen ihn mit Backenstreichen.<\/p>\n<p>66\u00a0W\u00e4hrend Petrus nun unten im Hof war, kam eines von den Dienstm\u00e4dchen des Hohenpriesters, 67\u00a0und als sie Petrus sich w\u00e4rmen sah, schaute sie ihn direkt an und sagte: \u201eAuch du warst mit dem Nazar\u1eb9ner, diesem Jesus.\u201c 68\u00a0Er aber leugnete es, indem er sprach: \u201eIch kenne ihn nicht und verstehe auch nicht, was du sagst\u201c, und er ging hinaus zur Vorhalle. 69\u00a0Als das Dienstm\u00e4dchen ihn dort erblickte, fing sie wieder an, zu den Dabeistehenden zu sagen: \u201eDieser ist einer von ihnen.\u201c 70\u00a0Wieder leugnete er es. Und nochmals, nach einer kleinen Weile, begannen die Dabeistehenden zu Petrus zu sagen: \u201eBestimmt bist du einer von ihnen, denn du bist ja ein Galil\u00e4\u0323er.\u201c 71\u00a0Er aber fing an zu fluchen und zu schw\u00f6ren: \u201eIch kenne diesen Menschen nicht, von dem ihr redet.\u201c 72\u00a0Und sogleich kr\u00e4hte zum zweiten Mal ein Hahn; und Petrus erinnerte sich an den Ausspruch, als Jesus zu ihm gesagt hatte: \u201eEhe ein Hahn zweimal kr\u00e4ht, wirst du mich dreimal verleugnen.\u201c Und er brach zusammen und fing an zu weinen.<\/p>\n<h3>Kapitel 15<\/h3>\n<p>Und gleich bei Tagesanbruch hielten die Oberpriester mit den \u00e4lteren M\u00e4nnern und den Schriftgelehrten, ja der ganze Sanhedr\u1ecbn, Rat, und sie banden Jesus und f\u00fchrten ihn ab und \u00fcbergaben ihn Pil\u1ea1tus. 2\u00a0Da stellte Pil\u1ea1tus ihm die Frage: \u201eBist du der K\u00f6nig der Juden?\u201c Als Antwort sagte er zu ihm: \u201eDu selbst sagst [es].\u201c 3\u00a0Die Oberpriester aber gingen daran, ihn vieler Dinge anzuklagen. 4\u00a0Nun begann Pil\u1ea1tus ihn von neuem zu befragen, indem er sprach: \u201eGibst du keine Antwort? Sieh, wie viele Beschuldigungen sie gegen dich vorbringen.\u201c 5\u00a0Jesus aber gab keine weitere Antwort, so da\u00df sich Pil\u1ea1tus zu verwundern begann.<\/p>\n<p>6\u00a0Nun pflegte er ihnen von Fest zu Fest einen Gefangenen freizugeben, den, welchen sie sich ausbaten. 7\u00a0Zu der Zeit lag einer, B\u1ea1rabbas genannt, in Fesseln bei den Aufr\u00fchrern, die bei ihrem Aufstand einen Mord begangen hatten. 8\u00a0Da ging die Volksmenge hinauf und fing an, gem\u00e4\u00df dem zu bitten, was er f\u00fcr sie zu tun pflegte. 9\u00a0Pil\u1ea1tus antwortete ihnen, indem er sprach: \u201eWollt ihr, da\u00df ich euch den K\u00f6nig der Juden freigebe?\u201c 10\u00a0Denn er merkte, da\u00df ihn die Oberpriester aus Neid \u00fcberliefert hatten. 11\u00a0Die Oberpriester aber wiegelten die Volksmenge auf, damit er ihnen an seiner Stelle B\u1ea1rabbas freigebe. 12\u00a0Wieder erwiderte ihnen Pil\u1ea1tus und sprach: \u201eWas soll ich denn mit ihm, den ihr den K\u00f6nig der Juden nennt, tun?\u201c 13\u00a0Da schrien sie nochmals: \u201eAn den Pfahl mit ihm!\u201c 14\u00a0Pil\u1ea1tus aber sagte ferner zu ihnen: \u201eNun, was hat er denn Schlechtes getan?\u201c Doch sie schrien um so mehr: \u201eAn den Pfahl mit ihm!\u201c 15\u00a0Darauf gab ihnen Pil\u1ea1tus, der die Volksmenge zu befriedigen w\u00fcnschte, B\u1ea1rabbas frei, und nachdem er Jesus hatte auspeitschen lassen, lieferte er ihn aus, damit er an den Pfahl gebracht werde.<\/p>\n<p>16\u00a0Die Soldaten f\u00fchrten ihn nun weg in den Hof, das hei\u00dft in den Palast des Statthalters; und sie riefen die ganze Truppeneinheit zusammen, 17\u00a0und sie legten ihm Purpur um und flochten eine Krone aus Dornen und setzten sie ihm auf. 18\u00a0Und sie fingen an, ihn zu begr\u00fc\u00dfen: \u201eGuten Tag, du K\u00f6nig der Juden!\u201c 19\u00a0Auch schlugen sie ihn mit einem Rohr auf den Kopf und spien ihn an, beugten ihre Knie und brachten ihm Huldigung dar. 20\u00a0Nachdem sie Spott mit ihm getrieben hatten, zogen sie ihm schlie\u00dflich den Purpur aus und legten ihm seine \u00e4u\u00dferen Kleider an. Und sie f\u00fchrten ihn hinaus, um ihn an den Pfahl zu bringen. 21\u00a0Auch zwangen sie einen Vor\u00fcbergehenden, einen gewissen S\u1ecbmon von Kyr\u1eb9ne, den Vater von Alexander und R\u1ee5fus, der vom Lande kam, zu dem Dienst, seinen Marterpfahl aufzunehmen.<\/p>\n<p>22\u00a0So brachten sie ihn an die St\u00e4tte G\u1ecdlgotha, was \u00fcbersetzt Sch\u00e4delst\u00e4tte bedeutet. 23\u00a0Hier versuchten sie, ihm mit Myrrhe gew\u00fcrzten Wein zu geben, den er aber nicht nahm. 24\u00a0Und sie brachten ihn an den Pfahl und verteilten seine \u00e4u\u00dferen Kleider, indem sie das Los dar\u00fcber warfen, wer welches [St\u00fcck] nehme. 25\u00a0Es war nun die dritte Stunde, und sie schlugen ihn an den Pfahl. 26\u00a0Und die Inschrift \u00fcber die gegen ihn erhobene Beschuldigung war oben angeschrieben: \u201eDer K\u00f6nig der Juden\u201c. 27\u00a0Mit ihm brachten sie au\u00dferdem zwei R\u00e4uber an den Pfahl, einen zu seiner Rechten\u00a0und einen zu seiner Linken. 28\u00a0\u2014 29\u00a0Und die Vor\u00fcbergehenden redeten jeweils auf l\u00e4sterliche Weise zu ihm, sch\u00fcttelten ihren Kopf und sprachen: \u201ePah! Du, der du den Tempel niederrei\u00dfen und ihn in der Zeit von drei Tagen aufbauen wolltest, 30\u00a0rette dich selbst, indem du vom Marterpfahl herabsteigst.\u201c 31\u00a0Gleicherweise trieben auch die Oberpriester samt den Schriftgelehrten untereinander Spott und sagten: \u201eAndere hat er gerettet; sich selbst kann er nicht retten! 32\u00a0M\u00f6ge der Christus, der K\u00f6nig von Israel, jetzt vom Marterpfahl herabsteigen, damit wir sehen und glauben k\u00f6nnen.\u201c Auch die, die mit ihm an den Pfahl gebracht worden waren, schm\u00e4hten ihn.<\/p>\n<p>33\u00a0Als die sechste Stunde kam, brach \u00fcber das ganze Land eine Finsternis herein bis zur neunten Stunde. 34\u00a0Und zur neunten Stunde rief Jesus mit lauter Stimme: \u201eEl\u00ed, El\u00ed, lam\u00e1 sabachth\u00e1ni?\u201c\u00a0, was \u00fcbersetzt bedeutet: \u201eMein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?\u201c 35\u00a0Und als einige von den Dabeistehenden es h\u00f6rten, begannen sie zu sagen: \u201eSeht! Er ruft den El\u1ecba.\u201c 36\u00a0Aber einer lief hin, f\u00fcllte einen Schwamm mit saurem Wein, steckte ihn an ein Rohr und begann ihm zu trinken zu geben, wobei er sprach: \u201eLa\u00dft [ihn]! Wir wollen sehen, ob El\u1ecba kommt, um ihn herabzunehmen.\u201c 37\u00a0Jesus aber stie\u00df einen lauten Schrei aus und verschied. 38\u00a0Und der Vorhang des Heiligtums wurde von oben bis unten entzweigerissen. 39\u00a0Als nun der Offizier, der ihm gegen\u00fcber dabeistand, sah, da\u00df er unter diesen Umst\u00e4nden verschied, sagte er: \u201eBestimmt war dieser Mensch Gottes Sohn.\u201c<\/p>\n<p>40\u00a0Da waren auch Frauen, die aus einiger Entfernung zusahen, unter ihnen Maria Magdal\u1eb9ne und auch Maria, die Mutter des Jakobus des Geringeren und des J\u1ecdses, und S\u1ea1lome, 41\u00a0die ihn gew\u00f6hnlich begleiteten und ihm dienten, als er in Galil\u00e4\u0323a war, und viele andere Frauen, die mit ihm zusammen nach Jerusalem heraufgekommen waren.<\/p>\n<p>42\u00a0Da es nun schon Sp\u00e4tnachmittag geworden und da es Vorbereitungstag war, das hei\u00dft der Tag vor dem Sabbat, 43\u00a0kam Joseph von Arimath\u1ecba, ein angesehenes Ratsmitglied, der auch selbst auf das K\u00f6nigreich Gottes wartete. Er fa\u00dfte Mut, zu Pil\u1ea1tus hineinzugehen, und bat um den Leib Jesu. 44\u00a0Pil\u1ea1tus aber wunderte sich, da\u00df er schon tot sei, rief den Offizier herbei und fragte ihn, ob er schon gestorben sei. 45\u00a0Nachdem er sich also durch den Offizier vergewissert hatte, \u00fcberlie\u00df er Joseph den Leichnam. 46\u00a0Demzufolge kaufte er feine Leinwand und nahm ihn herab, wickelte ihn in die feine Leinwand und legte ihn in eine Gruft, die in einen Felsen gehauen war; und er w\u00e4lzte einen Stein an die T\u00fcr\u00f6ffnung der Ged\u00e4chtnisgruft. 47\u00a0Maria Magdal\u1eb9ne aber und Maria, die Mutter des J\u1ecdses, schauten fortw\u00e4hrend nach der Stelle, wo er hingelegt worden war.<\/p>\n<h3>Kapitel 16<\/h3>\n<p>Und als der Sabbat vor\u00fcber war, kauften Maria Magdal\u1eb9ne und Maria, die Mutter des Jakobus, und S\u1ea1lome Gew\u00fcrze, um hinzugehen und ihn einzusalben. 2\u00a0Und ganz fr\u00fch am ersten Tag der Woche kamen sie zur Ged\u00e4chtnisgruft, als die Sonne aufgegangen war. 3\u00a0Und sie sagten zueinander: \u201eWer wird uns den Stein von der T\u00fcr\u00f6ffnung der Ged\u00e4chtnisgruft wegw\u00e4lzen?\u201c 4\u00a0Als sie aber aufblickten, sahen sie, da\u00df der Stein, obwohl er sehr gro\u00df war, weggew\u00e4lzt war. 5\u00a0Als sie in die Ged\u00e4chtnisgruft eintraten, sahen sie einen jungen Mann, mit einem wei\u00dfen langen Gewand bekleidet, auf der rechten Seite sitzen, und sie waren best\u00fcrzt. 6\u00a0Er sprach zu ihnen: \u201eSeid nicht so best\u00fcrzt. Ihr sucht Jesus, den Nazar\u1eb9ner, der an den Pfahl gebracht wurde. Er ist auferweckt worden, er ist nicht hier. Seht den Ort, wo sie ihn hinlegten! 7\u00a0Geht aber hin, sagt seinen J\u00fcngern und Petrus: \u201aEr geht euch nach Galil\u00e4\u0323a voraus; dort werdet ihr ihn sehen, so wie er es euch sagte.\u2018\u00a0\u201c 8\u00a0Als sie dann herauskamen, flohen sie von der Ged\u00e4chtnisgruft, denn Zittern und eine starke Gem\u00fctsbewegung hatte sie ergriffen. Und sie erz\u00e4hlten niemandem etwas, denn sie f\u00fcrchteten sich.<\/p>\n<p>KURZER SCHLUSS<\/p>\n<p>Einige Handschriften und \u00dcbersetzungen aus sp\u00e4terer Zeit enthalten nach Markus 16:8 folgenden kurzen Schlu\u00df:<\/p>\n<p>Alle Dinge aber, die geboten worden waren, erz\u00e4hlten sie kurz denen, die sich in der Umgebung des Petrus befanden. Ferner sandte nach diesen Dingen Jesus selbst die heilige und unverg\u00e4ngliche Kunde von der ewigen Rettung vom Osten bis zum Westen durch sie aus.<\/p>\n<p>LANGER SCHLUSS<\/p>\n<p>Gewisse alte Handschriften (ACD) und \u00dcbersetzungen (VgSyc,p) enthalten au\u00dferdem den folgenden langen Schlu\u00df, der aber in\u05d0 BSysArm fehlt:<\/p>\n<p>9\u00a0Nachdem er fr\u00fch am ersten Tag der Woche auferstanden war, erschien er zuerst Maria Magdal\u1eb9ne, aus der er sieben D\u00e4m\u1ecdnen ausgetrieben hatte. 10\u00a0Sie ging und berichtete [es] denen, die bei ihm gewesen waren, da sie trauerten und weinten. 11\u00a0Doch als sie h\u00f6rten, da\u00df er zum Leben gekommen und von ihr gesehen worden sei, glaubten sie es nicht. 12\u00a0\u00dcberdies erschien er nach diesen Dingen zweien von ihnen unterwegs, als sie aufs Land gingen, in einer anderen Gestalt; 13\u00a0und sie kamen zur\u00fcck und berichteten es den \u00fcbrigen. Auch diesen glaubten sie nicht. 14\u00a0Sp\u00e4ter aber erschien er den Elf selbst, als sie zu Tisch lagen, und er hielt ihnen ihren Unglauben und ihre Herzensh\u00e4rte vor, weil sie denen nicht glaubten, die ihn, den nun von den Toten Auferweckten, gesehen hatten. 15\u00a0Und er sprach zu ihnen: \u201eGeht in die ganze Welt, und predigt der ganzen Sch\u00f6pfung die gute Botschaft. 16\u00a0Wer glaubt und getauft ist, wird gerettet werden, wer aber nicht glaubt, wird verurteilt werden. 17\u00a0Ferner werden folgende Zeichen die Glaubenden begleiten: Unter Benutzung meines Namens werden sie D\u00e4m\u1ecdnen austreiben, sie werden in Zungen reden, 18\u00a0und mit ihren H\u00e4nden werden sie Schlangen aufheben, und wenn sie etwas T\u00f6dliches trinken, wird es ihnen sicher nicht schaden. Sie werden ihre H\u00e4nde Kranken auflegen, und diese werden gesund werden.\u201c<\/p>\n<p>19\u00a0Nachdem nun der Herr Jesus zu ihnen geredet hatte, wurde er in den Himmel hinaufgenommen und setzte sich zur Rechten Gottes. 20\u00a0Sie zogen daher aus und predigten \u00fcberall, wobei der Herr mitwirkte und die Botschaft durch die Begleitzeichen unterst\u00fctzte.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kapitel 14 Nun fand zwei Tage sp\u00e4ter das Passah und [das Fest] der unges\u00e4uerten Brote statt. Und die Oberpriester und die Schriftgelehrten suchten, wie sie ihn durch einen listigen Anschlag greifen und t\u00f6ten k\u00f6nnten; 2\u00a0denn wiederholt sagten sie: \u201eNicht am Fest; vielleicht k\u00f6nnte unter dem Volk ein Aufruhr entstehen.\u201c 3\u00a0Und w\u00e4hrend er in Bethanien\u201a im [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[477,2],"tags":[],"class_list":["post-1279","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-markus","category-text-in-der-bibel"],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1279","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=1279"}],"version-history":[{"count":1,"href":"http:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1279\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1280,"href":"http:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1279\/revisions\/1280"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=1279"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=1279"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=1279"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}