
{"id":1273,"date":"2009-10-24T11:30:13","date_gmt":"2009-10-24T10:30:13","guid":{"rendered":"http:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/?p=1273"},"modified":"2009-10-24T11:30:13","modified_gmt":"2009-10-24T10:30:13","slug":"markus-4-6","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/?p=1273","title":{"rendered":"Markus 4 &#8211; 6"},"content":{"rendered":"<h3>Kapitel 4<\/h3>\n<p>Und wieder fing er an, am Meer zu lehren. Und eine sehr gro\u00dfe Volksmenge versammelte sich bei ihm, so da\u00df er in ein Boot stieg und drau\u00dfen auf dem Meer sa\u00df, die ganze Volksmenge jedoch war beim Meer am Ufer. 2\u00a0Da begann er sie viele Dinge in Gleichnissen zu lehren und, w\u00e4hrend er lehrte, zu ihnen zu sagen: 3\u00a0\u201eH\u00f6rt zu! Siehe! Der S\u00e4mann ging aus, um zu s\u00e4en. 4\u00a0Und als er s\u00e4te, fiel einiges [vom Saatkorn] den Weg entlang, und die V\u00f6gel kamen und fra\u00dfen es auf. 5\u00a0Und anderes [Saatkorn] fiel auf das Felsige, wo es nat\u00fcrlich nicht viel Erde hatte, und sogleich scho\u00df es auf, weil es keine tiefe Erde hatte. 6\u00a0Als aber die Sonne aufging, wurde es versengt, und weil es keine Wurzel hatte, verdorrte es. 7\u00a0Und anderes [Saatkorn] fiel unter die Dornen, und die Dornen wuchsen auf und erstickten es, und es brachte keine Frucht. 8\u00a0Andere [Saatk\u00f6rner] jedoch fielen auf den vortrefflichen Boden, und sie gingen auf und nahmen zu und begannen Frucht zu tragen, und sie brachten drei\u00dfigfach und sechzigfach und hundertfach.\u201c 9\u00a0Dann f\u00fcgte er das Wort hinzu: \u201eWer Ohren hat zu h\u00f6ren, h\u00f6re zu.\u201c<\/p>\n<p>10\u00a0Als er dann allein war, begannen die um ihn waren samt den Zw\u00f6lfen ihn \u00fcber die Gleichnisse zu befragen. 11\u00a0Und er sagte darauf zu ihnen: \u201eEuch ist das heilige Geheimnis des K\u00f6nigreiches Gottes gegeben worden, denen aber, die drau\u00dfen sind, geschieht alles in Gleichnissen, 12\u00a0damit sie, obwohl sie schauen, schauen m\u00f6gen und doch nicht sehen und, obwohl sie h\u00f6ren, h\u00f6ren m\u00f6gen und doch den Sinn davon nicht erfassen noch jemals umkehren und Vergebung finden.\u201c 13\u00a0Ferner sprach er zu ihnen: \u201eIhr begreift dieses Gleichnis nicht, wie werdet ihr denn alle anderen Gleichnisse verstehen?<\/p>\n<p>14\u00a0Der S\u00e4mann s\u00e4t das Wort. 15\u00a0Diese nun sind diejenigen dem Weg entlang, wo das Wort ausges\u00e4t wird; doch sobald sie [es] geh\u00f6rt haben, kommt der Satan und nimmt das Wort weg, das in sie ges\u00e4t wurde. 16\u00a0Und ebenso sind die, die auf die felsigen Stellen ges\u00e4t sind: Sobald sie das Wort geh\u00f6rt haben, nehmen sie es mit Freuden an. 17\u00a0Sie haben jedoch keine Wurzel in sich, bleiben aber eine Zeitlang; sobald dann Drangsal oder Verfolgung wegen des Wortes entsteht, werden sie zum Straucheln gebracht. 18\u00a0Und noch andere gibt es, die unter die Dornen ges\u00e4t sind; diese sind es, die das Wort geh\u00f6rt haben, 19\u00a0aber die Sorgen dieses Systems der Dinge und die tr\u00fcgerische Macht des Reichtums und die Begierden nach den \u00fcbrigen Dingen dringen ein und ersticken das Wort, und es wird unfruchtbar. 20\u00a0Schlie\u00dflich sind die, die auf den vortrefflichen Boden ges\u00e4t wurden, solche, die auf das Wort h\u00f6ren und es g\u00fcnstig aufnehmen und Frucht bringen, drei\u00dfigfach und sechzigfach und hundertfach.\u201c<\/p>\n<p>21\u00a0Und er sagte weiter zu ihnen: \u201eEine Lampe wird doch nicht gebracht, damit man sie unter ein Ma\u00dfgef\u00e4\u00df oder unter ein Bett stellt? Sie wird gebracht, damit man sie auf einen Leuchter stellt, nicht wahr? 22\u00a0Denn da ist nichts verborgen, au\u00dfer damit es aufgedeckt werde; nichts ist sorgsam verheimlicht worden, au\u00dfer damit es an die \u00d6ffentlichkeit komme. 23\u00a0Wer Ohren hat zu h\u00f6ren, h\u00f6re zu.\u201c<\/p>\n<p>24\u00a0Er sprach ferner zu ihnen: \u201eGebt acht auf das, was ihr h\u00f6rt. Mit dem Ma\u00df, mit dem ihr me\u00dft, wird euch gemessen werden, ja, es wird euch noch hinzugef\u00fcgt werden. 25\u00a0Denn wer hat, dem wird mehr gegeben werden; wer aber nicht hat, dem wird auch noch das, was er hat, weggenommen werden.\u201c<\/p>\n<p>26\u00a0Dann sagte er weiter: \u201eSo ist das K\u00f6nigreich Gottes, wie wenn ein Mensch den Samen auf den Erdboden wirft, 27\u00a0und er schl\u00e4ft nachts und steht bei Tag auf, und der Same spro\u00dft und w\u00e4chst empor, genau wie, wei\u00df er nicht. 28\u00a0Von selbst bringt die Erde allm\u00e4hlich Frucht hervor, zuerst den Grashalm, dann den Stengelkopf, schlie\u00dflich das volle Korn in der \u00c4hre. 29\u00a0Sobald aber die Frucht es erlaubt, legt er die Sichel an, weil die Erntezeit gekommen ist.\u201c<\/p>\n<p>30\u00a0Und er sagte weiter: \u201eWomit sollen wir das K\u00f6nigreich Gottes vergleichen, oder in welchem Gleichnis sollen wir es darstellen? 31\u00a0[Es ist] einem Senfkorn gleich, das zu der Zeit, da man es auf die Erde s\u00e4te, die winzigste aller Samenarten war, die es auf der Erde gibt \u2014 32\u00a0doch wenn es ges\u00e4t ist, geht es auf und wird gr\u00f6\u00dfer als alle anderen Gartengew\u00e4chse und treibt gro\u00dfe Zweige, so da\u00df sich die V\u00f6gel des Himmels unter seinem Schatten niederlassen k\u00f6nnen.\u201c<\/p>\n<p>33\u00a0So redete er durch viele Gleichnisse von dieser Art das Wort zu ihnen, so wie sie es zu h\u00f6ren vermochten. 34\u00a0Ja, ohne ein Gleichnis redete er nicht zu ihnen, doch wenn sie allein waren, erkl\u00e4rte er seinen J\u00fcngern jeweils alles.<\/p>\n<p>35\u00a0Und an jenem Tag, als es Abend geworden war, sprach er zu ihnen: \u201eLa\u00dft uns an das andere Ufer hin\u00fcberfahren.\u201c 36\u00a0Nachdem sie also die Volksmenge entlassen hatten, nahmen sie ihn, so wie er war, im Boot mit, und noch andere Boote waren bei ihm. 37\u00a0Da brach ein heftiger Windsturm los, und die Wellen schlugen immer wieder in das Boot, so da\u00df sich das Boot beinahe f\u00fcllte. 38\u00a0Er aber war im hinteren Teil und schlief auf einem Kopfpolster. Da weckten sie ihn auf und sagten zu ihm: \u201eLehrer, k\u00fcmmert es dich nicht, da\u00df wir im Begriff sind, zugrunde zu gehen?\u201c 39\u00a0Da richtete er sich auf und schalt den Wind und sprach zum Meer: \u201eSchweig! Sei still!\u201c Und der Wind legte sich, und eine gro\u00dfe Stille trat ein. 40\u00a0Dann sagte er zu ihnen: \u201eWarum seid ihr verzagt? Habt ihr noch keinen Glauben?\u201c 41\u00a0Da befiel sie eine au\u00dfergew\u00f6hnliche Furcht, und sie sprachen zueinander: \u201eWer ist denn dieser, da\u00df ihm sogar der Wind und das Meer gehorchen?\u201c<\/p>\n<h3>Kapitel 5<\/h3>\n<p>Nun gelangten sie auf die andere Seite des Meeres, in das Land der Geras\u1eb9ner. 2\u00a0Und sogleich, als er aus dem Boot gestiegen war, kam ihm ein Mensch, der unter der Macht eines unreinen Geistes stand, von den Ged\u00e4chtnisgr\u00fcften her entgegen. 3\u00a0Er hauste inmitten der Gr\u00fcfte; und bis zu jener Zeit vermochte ihn gar niemand zu binden, selbst nicht mit einer Kette, 4\u00a0denn er war \u00f6fter mit Fu\u00dffesseln und Ketten gebunden worden, aber die Ketten wurden von ihm zerrissen, und die Fu\u00dffesseln wurden tats\u00e4chlich zerbrochen; und niemand hatte die Kraft, ihn zu b\u00e4ndigen. 5\u00a0Und fortgesetzt, Nacht und Tag, schrie er in den Gr\u00fcften und in den Bergen und zerschlug sich mit Steinen. 6\u00a0Als er aber Jesus aus einiger Entfernung erblickte, lief er herzu und huldigte ihm, 7\u00a0und als er mit lauter Stimme geschrien hatte, sagte er: \u201eWas habe ich mit dir, Jesus, Sohn Gottes, des H\u00f6chsten, zu schaffen? Ich beschw\u00f6re dich bei Gott, mich nicht zu qu\u00e4len.\u201c 8\u00a0Denn er hatte zu ihm gesagt: \u201eFahr von dem Menschen aus, du unreiner Geist.\u201c 9\u00a0Er aber begann ihn zu fragen: \u201eWas ist dein Name?\u201c Und er sagte zu ihm: \u201eMein Name ist Legi\u1ecdn, denn wir sind viele.\u201c 10\u00a0Und er bat ihn mehrmals inst\u00e4ndig, die Geister nicht aus dem Land fortzusenden.<\/p>\n<p>11\u00a0Nun weidete dort am Berg eine gro\u00dfe Herde Schweine. 12\u00a0Da baten sie ihn inst\u00e4ndig, indem sie sprachen: \u201eSende uns in die Schweine, da\u00df wir in sie fahren.\u201c 13\u00a0Und er erlaubte es ihnen. Darauf fuhren die unreinen Geister aus und fuhren in die Schweine; und die Herde st\u00fcrmte \u00fcber den Steilhang hinab in das Meer, ihrer etwa\u00a0zweitausend, und sie, eines nach dem anderen, ertranken im Meer. 14\u00a0Ihre H\u00fcter aber flohen und berichteten es in der Stadt und auf dem Land; und es kamen Leute, um zu sehen, was geschehen war. 15\u00a0Da kamen sie zu Jesus, und sie sahen den von D\u00e4m\u1ecdnen Besessenen, der angekleidet und klaren Sinnes dasa\u00df, diesen [Mann], der die Legi\u1ecdn gehabt hatte; und sie gerieten in Furcht. 16\u00a0Auch die, die es gesehen hatten, erz\u00e4hlten ihnen, wie dieses dem von D\u00e4m\u1ecdnen Besessenen widerfahren war und bez\u00fcglich der Schweine. 17\u00a0Und sie fingen an, ihn inst\u00e4ndig zu bitten, aus ihrem Gebiet wegzugehen.<\/p>\n<p>18\u00a0Als er nun ins Boot stieg, begann der, der von D\u00e4m\u1ecdnen besessen gewesen war, ihn inst\u00e4ndig zu bitten, doch bei ihm bleiben zu d\u00fcrfen. 19\u00a0Er lie\u00df ihn jedoch nicht, sondern sagte zu ihm: \u201eGeh heim zu deinen Verwandten, und\u00a0berichte ihnen alle Dinge, die Jehova f\u00fcr dich getan hat, und die Barmherzigkeit, die er dir erwiesen hat.\u201c 20\u00a0Und er ging weg und fing an, in der Dek\u1ea1polis alles auszurufen, was Jesus f\u00fcr ihn getan hatte, und alle Leute begannen sich zu verwundern.<\/p>\n<p>21\u00a0Nachdem Jesus im Boot an das andere Ufer zur\u00fcckgefahren war, versammelte sich eine gro\u00dfe Volksmenge zu ihm hin; und er war am Meer. 22\u00a0Nun kam einer der Synagogenvorsteher, Ja\u1ecbrus mit Namen, und als er ihn erblickte, fiel er ihm zu F\u00fc\u00dfen 23\u00a0und bat ihn mehrmals inst\u00e4ndig, indem er sprach: \u201eMit meiner kleinen Tochter geht\u2019s zu Ende. W\u00fcrdest du bitte kommen und ihr die H\u00e4nde auflegen, damit sie gesund wird und lebt.\u201c 24\u00a0Darauf ging er mit ihm hin. Und eine gro\u00dfe Volksmenge folgte ihm und dr\u00e4ngte ihn.<\/p>\n<p>25\u00a0Nun war da eine Frau, die zw\u00f6lf Jahre mit einem Blutflu\u00df behaftet war, 26\u00a0und sie war von vielen \u00c4rzten vielen Schmerzen ausgesetzt worden und hatte ihr ganzes Verm\u00f6gen verbraucht, und es hatte ihr nichts gen\u00fctzt, sondern es war eher schlimmer geworden. 27\u00a0Als sie die Dinge \u00fcber Jesus h\u00f6rte, trat sie in der Volksmenge von hinten herzu und r\u00fchrte sein \u00e4u\u00dferes Kleid an; 28\u00a0denn immer wieder sagte sie: \u201eWenn ich nur seine \u00e4u\u00dferen Kleider anr\u00fchre, werde ich gesund werden.\u201c 29\u00a0Und sogleich vertrocknete der Quell ihres Blutes, und sie f\u00fchlte es an ihrem Leib, da\u00df sie von der l\u00e4stigen Krankheit geheilt worden war.<\/p>\n<p>30\u00a0Und sogleich erkannte Jesus an sich, da\u00df Kraft von ihm ausgegangen war, und er wandte sich in der Volksmenge um und begann zu sagen: \u201eWer hat meine \u00e4u\u00dferen Kleider anger\u00fchrt?\u201c 31\u00a0Aber seine J\u00fcnger begannen zu ihm zu sagen: \u201eDu siehst, da\u00df die Volksmenge dich dr\u00e4ngt, und du sagst: \u201aWer hat mich anger\u00fchrt?\u2018\u00a0\u201c 32\u00a0Er aber schaute ringsum, um die zu sehen, die das getan hatte. 33\u00a0Die Frau aber, furchterf\u00fcllt und zitternd, da sie wu\u00dfte, was ihr geschehen war, kam und fiel vor ihm nieder und sagte ihm die ganze Wahrheit. 34\u00a0Er sprach zu ihr: \u201eTochter, dein Glaube hat dich gesund gemacht. Geh hin in Frieden, und sei von deiner l\u00e4stigen Krankheit geheilt.\u201c<\/p>\n<p>35\u00a0W\u00e4hrend er noch redete, kamen einige M\u00e4nner aus dem Haus des Synagogenvorstehers und sagten: \u201eDeine Tochter ist gestorben. Warum den Lehrer noch l\u00e4nger bem\u00fchen?\u201c 36\u00a0Jesus aber, der das Wort, das geredet wurde, mit anh\u00f6rte, sagte zu dem Synagogenvorsteher: \u201eF\u00fcrchte dich nicht, habe nur Glauben!\u201c 37\u00a0Und er lie\u00df niemand mitgehen au\u00dfer Petrus und Jakobus und Joh\u1ea1nnes, den Bruder des Jakobus.<\/p>\n<p>38\u00a0So kamen sie zu dem Haus des Synagogenvorstehers, und er bemerkte das l\u00e4rmende Durcheinander und die Weinenden und die, die laut wehklagten, 39\u00a0und nachdem er eingetreten war, sagte er zu ihnen: \u201eWeshalb verursacht ihr ein solch l\u00e4rmendes Durcheinander und weint? Das kleine Kind ist nicht gestorben, sondern schl\u00e4ft.\u201c 40\u00a0Darauf begannen sie ihn zu verlachen. Nachdem er sie aber alle hinausgetrieben hatte, nahm er den Vater und die Mutter des kleinen Kindes und die, die bei ihm waren, mit sich und ging hinein, wo das kleine Kind war. 41\u00a0Und er fa\u00dfte das kleine Kind bei der Hand und sagte zu ihm: \u201eTalith\u00e1 k\u00fami\u201c, was \u00fcbersetzt bedeutet: \u201eM\u00e4dchen, ich sage dir, steh auf!\u201c 42\u00a0Und sogleich stand das M\u00e4dchen auf und begann umherzugehen, denn es war zw\u00f6lf Jahre alt. Und sie gerieten sogleich au\u00dfer sich vor Entz\u00fccken. 43\u00a0Er aber befahl ihnen wiederholt, dies niemand erfahren zu lassen, und er sagte, da\u00df man ihr etwas zu essen geben solle.<\/p>\n<h3>Kapitel 6<\/h3>\n<p>Und er ging von dort weg und kam in sein Heimatgebiet, und seine J\u00fcnger folgten ihm. 2\u00a0Als es Sabbat wurde, fing er an, in der Synagoge zu lehren; und die meisten derer, die ihm zuh\u00f6rten, waren h\u00f6chst erstaunt und sagten: \u201eWoher hat dieser Mensch diese Dinge? Und warum sollte diesem diese Weisheit gegeben worden sein und [sollten] solche Machttaten durch seine H\u00e4nde vollbracht werden? 3\u00a0Ist dieser nicht der Zimmermann, der Sohn der Maria und der Bruder des Jakobus und des Joseph und des Judas und des S\u1ecbmon? Und sind nicht seine Schwestern hier bei uns?\u201c So begannen sie Ansto\u00df an ihm zu nehmen. 4\u00a0Jesus aber sprach dann zu ihnen: \u201eEin Prophet ist nicht ohne Ehre, au\u00dfer in seinem Heimatgebiet und unter seinen Verwandten und in seinem eigenen Haus.\u201c 5\u00a0Und er konnte dort keine Machttat vollbringen, au\u00dfer da\u00df er die H\u00e4nde einigen kr\u00e4nklichen Leuten auflegte und sie heilte. 6\u00a0Er verwunderte sich tats\u00e4chlich \u00fcber ihren Unglauben. Und er zog im Kreis in die D\u00f6rfer ringsum und lehrte.<\/p>\n<p>7\u00a0Dann rief er die Zw\u00f6lf zu sich, und er fing an, sie je zwei und zwei auszusenden, und er begann ihnen Gewalt \u00fcber die unreinen Geister zu geben. 8\u00a0Auch gab er ihnen Weisung, f\u00fcr die Reise nichts mitzunehmen als nur einen Stab, kein Brot, keine Speisetasche, kein Kupfergeld in ihren G\u00fcrtelbeuteln, 9\u00a0sich aber Sandalen unterzubinden und nicht zwei untere Kleider zu tragen. 10\u00a0Ferner sagte er zu ihnen: \u201eWo immer ihr in ein Haus eintretet, dort haltet euch auf, bis ihr von jenem Ort auszieht. 11\u00a0Und wo immer ein Ort euch nicht aufnehmen noch auf euch h\u00f6ren wird, da sch\u00fcttelt, wenn ihr von dort auszieht, den Schmutz ab, der unter euren F\u00fc\u00dfen ist, ihnen zu einem Zeugnis.\u201c 12\u00a0Da zogen sie aus und predigten, damit die Leute bereuen k\u00f6nnten; 13\u00a0und sie trieben viele D\u00e4m\u1ecdnen aus und rieben viele kr\u00e4nkliche Leute mit \u00d6l ein und heilten sie.<\/p>\n<p>14\u00a0Nun kam es dem K\u00f6nig Herodes zu Ohren, denn der Name [Jesu] wurde \u00f6ffentlich bekannt, und die Leute sagten: \u201eJoh\u1ea1nnes, der taufte, ist von den Toten auferweckt worden, und deshalb sind die Machttaten in ihm wirksam.\u201c 15\u00a0Andere aber sagten: \u201eEs ist El\u1ecba.\u201c Noch andere sagten: \u201eEs ist ein Prophet wie einer der Propheten.\u201c 16\u00a0Als aber Herodes es h\u00f6rte, begann er zu sagen: \u201eDer Joh\u1ea1nnes, den ich enthauptet habe, dieser ist auferweckt worden.\u201c 17\u00a0Denn Herodes selbst hatte hinsenden und Joh\u1ea1nnes festnehmen und ihn im Gef\u00e4ngnis binden lassen wegen Her\u1ecddias, der Frau seines Bruders Phil\u1ecbppus, weil er sie geheiratet hatte. 18\u00a0Denn Joh\u1ea1nnes hatte wiederholt zu Herodes gesagt: \u201eEs ist dir nicht erlaubt, die Frau deines Bruders zu haben.\u201c 19\u00a0Her\u1ecddias aber hegte einen Groll gegen ihn und wollte ihn t\u00f6ten, konnte es aber nicht. 20\u00a0Denn Herodes f\u00fcrchtete Joh\u1ea1nnes, weil er ihn als einen gerechten und heiligen Mann kannte; und er verwahrte ihn. Und nachdem er ihn geh\u00f6rt hatte, kam er in gro\u00dfe Verlegenheit, was zu tun sei, doch h\u00f6rte er ihn weiterhin gern.<\/p>\n<p>21\u00a0Es kam aber ein gelegener Tag, als Herodes an seinem Geburtstag f\u00fcr seine M\u00e4nner von oberstem Rang und die Milit\u00e4rbefehlshaber und die Vornehmsten von Galil\u00e4\u0323a ein Abendessen veranstaltete. 22\u00a0Und die Tochter ebendieser Her\u1ecddias kam herein und tanzte und gefiel Herodes und denen, die mit ihm [zu Tisch] lagen. Der K\u00f6nig sprach zu dem M\u00e4dchen: \u201eErbitte von mir, was immer du willst, und ich will es dir geben.\u201c 23\u00a0Ja er schwor ihr: \u201eWas immer du von mir erbittest, ich will es dir geben, bis zur H\u00e4lfte meines K\u00f6nigreiches.\u201c 24\u00a0Und sie ging hinaus und sagte zu ihrer Mutter: \u201eWorum sollte ich bitten?\u201c Sie sagte: \u201eUm das Haupt des Joh\u1ea1nnes, der taufte.\u201c 25\u00a0Und sogleich ging sie in Eile zum K\u00f6nig hinein und trug ihre Bitte vor, indem sie sprach: \u201eIch m\u00f6chte, da\u00df du mir gleich jetzt auf einer Platte das Haupt Joh\u1ea1nnes\u2019 des T\u00e4ufers gibst.\u201c 26\u00a0Obwohl er tief betr\u00fcbt wurde, wollte doch der K\u00f6nig sie mit R\u00fccksicht auf die Eide und die, welche zu Tisch lagen, nicht abweisen. 27\u00a0So sandte der K\u00f6nig sogleich einen Leibw\u00e4chter hin und befahl ihm, sein Haupt zu bringen. Und er ging hin und enthauptete ihn im Gef\u00e4ngnis 28\u00a0und brachte sein Haupt auf einer Platte, und er gab es dem M\u00e4dchen, und das M\u00e4dchen gab es seiner Mutter. 29\u00a0Als seine J\u00fcnger davon h\u00f6rten, kamen sie und holten seinen Leichnam und legten ihn in eine Ged\u00e4chtnisgruft.<\/p>\n<p>30\u00a0Und die Apostel versammelten sich vor Jesus und berichteten ihm alles, was sie getan und gelehrt hatten. 31\u00a0Und er sprach zu ihnen: \u201eKommt f\u00fcr euch allein an einen einsamen Ort, und ruht ein wenig aus.\u201c Denn viele kamen und gingen, und sie hatten nicht einmal Mu\u00dfe, ein Mahl einzunehmen. 32\u00a0So fuhren sie denn im Boot weg f\u00fcr sich allein an einen einsamen Ort. 33\u00a0Aber die Leute sahen sie weggehen, und viele erfuhren es, und von allen St\u00e4dten her liefen sie zu Fu\u00df dort zusammen und kamen ihnen zuvor. 34\u00a0Als er nun ausstieg, sah er eine gro\u00dfe Volksmenge, doch ergriff ihn Mitleid mit ihnen, denn sie waren wie Schafe ohne einen Hirten. Und er fing an, sie viele Dinge zu lehren.<\/p>\n<p>35\u00a0Es war nun schon zu sp\u00e4ter Stunde, und seine J\u00fcnger traten zu ihm und begannen zu sagen: \u201eDer Ort ist abgelegen, und es ist schon zu sp\u00e4ter Stunde. 36\u00a0Sende sie weg, damit sie auf das Land und in die D\u00f6rfer ringsum gehen und sich etwas zu essen kaufen.\u201c 37\u00a0Als Antwort sprach er zu ihnen: \u201eGebt i\u00a0h\u00a0r ihnen etwas zu essen.\u201c Darauf\u00a0sagten sie zu ihm: \u201eSollen wir weggehen und f\u00fcr zweihundert Den\u1ea1re Brote kaufen und [sie] den Leuten zu essen geben?\u201c 38\u00a0Er sprach zu ihnen: \u201eWie viele Brote habt ihr? Geht und seht nach!\u201c Nachdem sie es festgestellt hatten, sagten sie: \u201eF\u00fcnf und zwei Fische.\u201c 39\u00a0Da wies er alle Leute an, sich gruppenweise auf dem gr\u00fcnen Gras zu lagern. 40\u00a0Und sie lagerten sich in Gruppen von hundert und von f\u00fcnfzig. 41\u00a0Nun nahm er die f\u00fcnf Brote und die zwei Fische, blickte zum Himmel auf, sprach einen Segen und brach die Brote und begann sie den J\u00fcngern zu geben, damit diese sie den Leuten vorsetzten; und er verteilte die zwei Fische unter alle. 42\u00a0Da a\u00dfen sie alle und wurden satt; 43\u00a0und sie hoben die Brocken auf, zw\u00f6lf K\u00f6rbe voll, au\u00dfer den Fischen. 44\u00a0\u00dcbrigens waren es f\u00fcnftausend M\u00e4nner, die von den Broten gegessen hatten.<\/p>\n<p>45\u00a0Und gleich danach n\u00f6tigte er seine J\u00fcnger, ins Boot zu steigen und an das andere Ufer nach Bethsaida vorauszufahren, w\u00e4hrend er selbst die Volksmenge entlie\u00df. 46\u00a0Doch nachdem er sich von ihnen verabschiedet hatte, ging er weg auf einen Berg, um zu beten. 47\u00a0Es war nun Abend geworden, das Boot befand sich mitten auf dem Meer, er aber war allein auf dem Land. 48\u00a0Und als er sah, wie sie sich beim Rudern abm\u00fchten, denn sie hatten Gegenwind, kam er um die vierte Nachtwache, auf dem Meer schreitend, auf sie zu; doch wollte er an ihnen vor\u00fcbergehen. 49\u00a0Als sie ihn auf dem Meer schreiten sahen, dachten sie: \u201eEs ist eine Erscheinung!\u201c, und sie schrien laut. 50\u00a0Denn sie alle sahen ihn und wurden beunruhigt. Sogleich aber redete er mit ihnen, und er sprach zu ihnen: \u201eFa\u00dft Mut, ich bin\u2019s; f\u00fcrchtet euch nicht.\u201c 51\u00a0Und er stieg zu ihnen in das Boot, und der Wind lie\u00df nach. Dar\u00fcber waren sie bei sich selbst \u00fcberaus erstaunt, 52\u00a0denn sie hatten die Bedeutung der Brote nicht erfa\u00dft, sondern ihr Herz blieb im Verst\u00e4ndnis abgestumpft.<\/p>\n<p>53\u00a0Und als sie ans Land hin\u00fcbergefahren waren, kamen sie nach Gen\u1eb9zareth und gingen nahe dabei vor Anker. 54\u00a0Doch sobald sie aus dem Boot stiegen, erkannten ihn die Leute, 55\u00a0und sie liefen in jener ganzen Gegend umher und fingen an, auf Tragbetten die Leidenden dahin zu bringen, wo sie h\u00f6rten, da\u00df er sei. 56\u00a0Und wohin immer er kam, in D\u00f6rfer oder St\u00e4dte oder auf dem Land, da legten sie die Kranken auf den Marktpl\u00e4tzen hin, und sie flehten ihn an, auch nur die Fransen seines \u00e4u\u00dferen Kleides anr\u00fchren zu d\u00fcrfen. Und so viele sie anr\u00fchrten, wurden gesund.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kapitel 4 Und wieder fing er an, am Meer zu lehren. Und eine sehr gro\u00dfe Volksmenge versammelte sich bei ihm, so da\u00df er in ein Boot stieg und drau\u00dfen auf dem Meer sa\u00df, die ganze Volksmenge jedoch war beim Meer am Ufer. 2\u00a0Da begann er sie viele Dinge in Gleichnissen zu lehren und, w\u00e4hrend er [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[477,2],"tags":[],"class_list":["post-1273","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-markus","category-text-in-der-bibel"],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1273","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=1273"}],"version-history":[{"count":1,"href":"http:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1273\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1274,"href":"http:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1273\/revisions\/1274"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=1273"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=1273"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=1273"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}