
{"id":1195,"date":"2009-09-28T00:01:59","date_gmt":"2009-09-27T23:01:59","guid":{"rendered":"http:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/?p=1195"},"modified":"2009-09-27T16:41:38","modified_gmt":"2009-09-27T15:41:38","slug":"daniel-7-9","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/?p=1195","title":{"rendered":"Daniel 7 &#8211; 9"},"content":{"rendered":"<h3>Kapitel 7<\/h3>\n<p>Im ersten Jahr Bels\u1ea1zars, des K\u00f6nigs von Babylon, sah Daniel selbst einen Traum und Visionen seines Hauptes auf seinem Bett. Alsbald schrieb er den Traum auf. Den vollst\u00e4ndigen Bericht \u00fcber die Sache teilte er mit. 2\u00a0Daniel ergriff das Wort und sprach:<\/p>\n<p>\u201eIch schaute dann in meinen Visionen bei Nacht, und siehe da, die vier Winde der Himmel w\u00fchlten das weite Meer auf. 3\u00a0Und vier riesige Tiere kamen aus dem Meer herauf, jedes verschieden von den anderen.<\/p>\n<p>4\u00a0Das erste war wie ein L\u00f6we, und es hatte die Fl\u00fcgel eines Adlers. Ich schaute weiter, bis seine Fl\u00fcgel ausgerissen wurden, und es wurde von der Erde aufgehoben, und man lie\u00df es gleich einem Menschen auf zwei F\u00fc\u00dfen stehen, und es wurde ihm eines Menschen Herz gegeben.<\/p>\n<p>5\u00a0Und siehe da, ein anderes Tier, ein zweites, das gleich einem B\u00e4ren war. Und auf einer Seite war es aufgerichtet, und da waren drei Rippen in seinem Maul zwischen seinen Z\u00e4hnen; und dies ist, was sie zu ihm sagten: \u201aSteh auf, fri\u00df viel Fleisch.\u2018<\/p>\n<p>6\u00a0Nach diesem schaute ich weiter, und siehe da, ein anderes [Tier], eines wie ein Leopard, aber es hatte vier Fl\u00fcgel eines fliegenden Gesch\u00f6pfes auf seinem R\u00fccken. Und das Tier hatte vier K\u00f6pfe, und es wurde ihm tats\u00e4chlich Herrschaft gegeben.<\/p>\n<p>7\u00a0Nach diesem schaute ich in den Visionen der Nacht weiter, und siehe da, ein viertes Tier, furchteinfl\u00f6\u00dfend und schrecklich und ungew\u00f6hnlich stark. Und es hatte gro\u00dfe Z\u00e4hne aus Eisen. Es verzehrte und zermalmte, und was \u00fcbrig war, trat es mit seinen F\u00fc\u00dfen nieder. Und es war verschieden von all den [anderen] Tieren, die vor ihm waren, und es hatte zehn H\u00f6rner. 8\u00a0Ich betrachtete die H\u00f6rner weiter, und siehe, ein anderes Horn, ein kleines, stieg zwischen ihnen auf, und da waren drei von den ersten H\u00f6rnern, die vor ihm ausgerissen wurden. Und siehe, da waren Augen wie die Augen eines Menschen an diesem Horn, und da war ein\u00a0Maul, das gro\u00dft\u00f6nende Dinge redete.<\/p>\n<p>9\u00a0Ich schaute weiter, bis Throne aufgestellt wurden und der Alte an Tagen sich setzte. Seine Kleidung war so wei\u00df wie Schnee, und das Haar seines Hauptes war wie reine Wolle. Sein Thron waren Feuerflammen, dessen R\u00e4der waren brennendes Feuer. 10\u00a0Da war ein Feuerstrom, der flo\u00df und von [der Stelle] vor ihm ausging. Da waren tausend Tausende, die ihm st\u00e4ndig Dienst leisteten, und zehntausend mal zehntausend, die fortw\u00e4hrend direkt vor ihm standen. Das Gericht setzte sich, und B\u00fccher wurden ge\u00f6ffnet.<\/p>\n<p>11\u00a0Ich schaute weiter zur selben Zeit wegen des Schalls der gro\u00dft\u00f6nenden Worte, die das Horn redete; ich schaute weiter, bis das Tier get\u00f6tet und sein Leib vernichtet war und es dem brennenden Feuer hingegeben wurde. 12\u00a0Was aber die \u00fcbrigen der Tiere betrifft, ihre Herrschaft wurde weggenommen, und es wurde ihnen eine Verl\u00e4ngerung des Lebens f\u00fcr eine Zeit und einen Zeitabschnitt gew\u00e4hrt.<\/p>\n<p>13\u00a0Ich schaute weiter in den Visionen der Nacht, und siehe da, mit den Wolken des Himmels kam gerade einer wie ein Menschensohn; und er erlangte Zutritt zu dem Alten an Tagen, und man brachte ihn nahe heran, ja vor IHN. 14\u00a0Und ihm wurde Herrschaft und W\u00fcrde und K\u00f6nigtum gegeben, damit die V\u00f6lker, V\u00f6lkerschaften und Sprachen alle ihm dienen sollten. Seine Herrschaft ist eine auf unabsehbare Zeit dauernde Herrschaft, die nicht vergehen wird, und sein K\u00f6nigreich eines, das nicht zugrunde gerichtet werden wird.<\/p>\n<p>15\u00a0Was mich, Daniel, betrifft, mein Geist war deswegen in [mir] bek\u00fcmmert, und die Visionen meines Hauptes, sie begannen mich zu erschrecken. 16\u00a0Ich ging nahe an einen der Dastehenden heran, um von ihm zuverl\u00e4ssige Auskunft \u00fcber all dies zu erbitten. Und er sprach zu mir, w\u00e4hrend er fortfuhr, mir die wahre Deutung der Dinge bekanntzugeben:<\/p>\n<p>17\u00a0\u201aWas diese riesigen Tiere betrifft, weil es vier sind: Es sind vier K\u00f6nige, die von der Erde aufstehen werden. 18\u00a0Aber die Heiligen des Allerh\u00f6chsten werden das K\u00f6nigreich empfangen, und sie werden von dem K\u00f6nigreich Besitz nehmen bis auf unabsehbare Zeit, ja f\u00fcr unabsehbare Zeit auf unabsehbare Zeiten.\u2018<\/p>\n<p>19\u00a0Dann begehrte ich, mich \u00fcber das vierte Tier zu vergewissern, das sich als verschieden von allen anderen erwies, als au\u00dferordentlich f\u00fcrchterlich, dessen Z\u00e4hne aus Eisen waren und dessen Klauen aus Kupfer waren, das verzehrte [und] zermalmte und das sogar das, was \u00fcbrig war, mit seinen F\u00fc\u00dfen niedertrat, 20\u00a0und \u00fcber die zehn H\u00f6rner, die auf seinem Haupt waren, und das andere [Horn], das aufstieg und vor dem drei fielen, ja jenes Horn, das Augen hatte und ein Maul, das gro\u00dft\u00f6nende Dinge redete, und seine Erscheinung war gr\u00f6\u00dfer als die seiner Genossen.<\/p>\n<p>21\u00a0Ich schaute weiter, wie gerade jenes Horn Krieg gegen die Heiligen f\u00fchrte, und es gewann die Oberhand \u00fcber sie, 22\u00a0bis der Alte an Tagen kam und das Recht selbst zugunsten der Heiligen des Allerh\u00f6chsten gegeben wurde und die bestimmte Zeit herankam, da die Heiligen das K\u00f6nigreich selbst in Besitz nahmen.<\/p>\n<p>23\u00a0Dies ist, was er sprach: \u201aWas das vierte Tier betrifft, es gibt ein viertes K\u00f6nigreich, das schlie\u00dflich auf der Erde sein wird, das von all den [anderen] K\u00f6nigreichen verschieden sein wird; und es wird die ganze Erde verzehren und wird sie zertreten und sie zermalmen. 24\u00a0Und was die zehn H\u00f6rner betrifft, aus jenem K\u00f6nigreich werden zehn K\u00f6nige aufstehen; und noch ein anderer wird nach ihnen aufstehen, und er selbst wird von den ersten verschieden sein, und drei K\u00f6nige wird er erniedrigen. 25\u00a0Und er wird sogar Worte gegen den H\u00f6chsten reden, und die Heiligen des Allerh\u00f6chsten wird er andauernd befehden. Und er wird beabsichtigen, Zeiten und Gesetz zu \u00e4ndern, und sie werden f\u00fcr eine Zeit und Zeiten und eine halbe Zeit in seine Hand gegeben werden. 26\u00a0Und das Gericht selbst setzte sich dann, und seine eigene Herrschaft nahm man schlie\u00dflich weg, um [ihn] zu vertilgen und [ihn] g\u00e4nzlich zu vernichten.<\/p>\n<p>27\u00a0Und das K\u00f6nigreich und die Herrschaft und die Gr\u00f6\u00dfe der K\u00f6nigreiche unter allen Himmeln wurden dem Volk der Heiligen des Allerh\u00f6chsten gegeben. Ihr K\u00f6nigreich ist ein auf unabsehbare Zeit dauerndes K\u00f6nigreich, und alle Herrschaften werden selbst ihnen dienen und gehorchen.\u2018<\/p>\n<p>28\u00a0Bis hierher ist das Ende der Sache. Was mich, Daniel, betrifft, meine eigenen Gedanken erschreckten mich st\u00e4ndig in hohem Ma\u00dfe, so da\u00df sich sogar meine Gesichtsfarbe an mir ver\u00e4nderte; die Sache selbst aber behielt ich in meinem eigenen Herzen.\u201c<\/p>\n<h3>Kapitel 8<\/h3>\n<p>Im dritten Jahr des K\u00f6nigtums Bels\u1ea1zars, des K\u00f6nigs, da erschien mir eine Vision, ja mir, Daniel, nach derjenigen, die mir zu Beginn erschienen war. 2\u00a0Und ich begann in der Vision zu sehen; und es geschah, w\u00e4hrend ich sah, da\u00df ich in S\u1ee5sa, der Burg, war, die in \u1eb8lam, dem Gerichtsbezirk, ist; und ich sah dann in der Vision, und ich selbst befand mich am Wasserlauf des \u1ee4lai. 3\u00a0Als ich meine Augen erhob, da sah ich, und siehe, ein Widder, der vor dem Wasserlauf stand, und er hatte zwei H\u00f6rner. Und die beiden H\u00f6rner waren hoch, aber das eine war h\u00f6her als das andere, und das h\u00f6here kam nachher empor. 4\u00a0Und ich sah den Widder gegen Westen und gegen Norden und gegen S\u00fcden sto\u00dfen, und keine wilden Tiere hielten vor ihm stand, und da war niemand, der irgendwie aus seiner Hand befreit h\u00e4tte. Und er tat nach seinem Willen, und er tat sehr gro\u00df.<\/p>\n<p>5\u00a0Und ich meinerseits gab weiter acht, und siehe, da war ein Ziegenbock, der vom Sonnenuntergang her \u00fcber die Oberfl\u00e4che der ganzen Erde kam, und er ber\u00fchrte die Erde nicht. Und was den Bock betrifft, da war ein auff\u00e4lliges Horn zwischen seinen Augen. 6\u00a0Und er kam weiter, bis zu dem Widder hin, der die zwei H\u00f6rner hatte, den ich vor dem Wasserlauf hatte stehen sehen; und er kam rennend auf ihn zu im Grimm seiner Kraft.<\/p>\n<p>7\u00a0Und ich sah ihn in enge Ber\u00fchrung mit dem Widder kommen, und er begann gegen ihn Erbitterung zu bekunden, und er ging daran, den Widder niederzuschlagen und seine zwei H\u00f6rner zu zerbrechen, und es erwies sich, da\u00df keine Kraft in dem Widder war, um vor ihm standzuhalten. So warf er ihn zur Erde und zertrat ihn, und es erwies sich, da\u00df der Widder niemand hatte, der ihn aus seiner Hand befreite.<\/p>\n<p>8\u00a0Und der Ziegenbock seinerseits tat \u00fcber die Ma\u00dfen gro\u00df; aber sobald er m\u00e4chtig wurde, wurde das gro\u00dfe Horn zerbrochen, und es kamen dann auff\u00e4lligerweise vier an seiner Stelle empor, nach den vier Winden der Himmel hin.<\/p>\n<p>9\u00a0Und aus einem von ihnen kam ein anderes Horn hervor, ein kleines, und es wurde st\u00e4ndig sehr viel gr\u00f6\u00dfer nach S\u00fcden und nach Sonnenaufgang und nach der \u201eZierde\u201c hin. 10\u00a0Und es wurde st\u00e4ndig gr\u00f6\u00dfer bis zum Heer der Himmel, so da\u00df es einige vom Heer und einige von den Sternen zur Erde fallen lie\u00df, und es zertrat sie dann. 11\u00a0Und bis zum F\u00fcrsten des Heeres tat es gro\u00df, und das best\u00e4ndige [Opfer] wurde von ihm weggenommen, und die feste St\u00e4tte seines Heiligtums wurde niedergeworfen. 12\u00a0Und ein Heer selbst wurde allm\u00e4hlich \u00fcbergeben, zusammen mit dem best\u00e4ndigen [Opfer], wegen der \u00dcbertretung; und es warf die Wahrheit fortgesetzt zur Erde, und es handelte und hatte Gelingen.<\/p>\n<p>13\u00a0Und ich h\u00f6rte schlie\u00dflich einen gewissen Heiligen reden, und ein anderer Heiliger sprach dann zu dem Betreffenden, der redete: \u201eWie lange wird die Vision von dem best\u00e4ndigen [Opfer] und von der \u00dcbertretung, die Verw\u00fcstung verursacht, dauern, um sowohl [die] heilige St\u00e4tte als auch [das] Heer zu Dingen der Zertretung zu machen?\u201c 14\u00a0Daher sagte er zu mir: \u201eBis zu zweitausenddreihundert Abenden [und] Morgen; und [die] heilige St\u00e4tte wird gewi\u00df in ihren rechten Zustand gebracht werden.\u201c<\/p>\n<p>15\u00a0Dann geschah es, w\u00e4hrend ich selbst, Daniel, die Vision sah und ein Verst\u00e4ndnis suchte, da\u00df, nun siehe, vor mir einer stand, der wie ein kr\u00e4ftiger Mann aussah. 16\u00a0Und ich begann die Stimme eines Erdenmenschen inmitten des \u1ee4lai zu h\u00f6ren, und er rief dann aus und sprach: \u201eG\u1ea1briel, la\u00df diesen das Gesehene verstehen.\u201c 17\u00a0So kam er neben meinen Standort, doch als er kam, erschrak ich, so da\u00df ich auf mein Angesicht fiel. Und er sagte dann zu mir: \u201eVersteh, o Menschensohn, da\u00df die Vision f\u00fcr die Zeit des Endes ist.\u201c 18\u00a0Und w\u00e4hrend er mit mir redete, war ich, mit meinem Angesicht zur Erde, in tiefen Schlaf gefallen. Daher r\u00fchrte er mich an und lie\u00df mich da aufstehen, wo ich gestanden hatte. 19\u00a0Und er sprach weiter: \u201eSiehe, ich lasse dich wissen, was im Schlu\u00dfteil der Strafank\u00fcndigung geschehen wird, denn es ist f\u00fcr die bestimmte Zeit des Endes.<\/p>\n<p>20\u00a0Der Widder, den du sahst, der die zwei H\u00f6rner hatte, [steht f\u00fcr] die K\u00f6nige von M\u1eb9dien und Persien. 21\u00a0Und der haarige Ziegenbock [steht f\u00fcr] den K\u00f6nig von Griechenland; und was das gro\u00dfe Horn betrifft, das zwischen seinen Augen war, es [steht f\u00fcr] den ersten K\u00f6nig. 22\u00a0Und da\u00df eins zerbrochen worden war, so da\u00df an seiner Stelle schlie\u00dflich vier aufstanden: Da sind vier K\u00f6nigreiche aus [seiner] Nation, die aufstehen werden, aber nicht mit seiner Kraft.<\/p>\n<p>23\u00a0Und im Schlu\u00dfteil ihres K\u00f6nigreiches, w\u00e4hrend die \u00dcbertreter ihre Taten zur Vollendung bringen, wird ein K\u00f6nig aufstehen, der grimmigen Gesichts ist und doppelsinnige Reden versteht. 24\u00a0Und seine Kraft soll m\u00e4chtig werden, aber nicht durch seine eigene Kraft. Und auf verwunderliche Weise wird er Verderben verursachen, und er wird sich gewi\u00df als erfolgreich erweisen und wirksam handeln. Und er wird tats\u00e4chlich M\u00e4chtige ins Verderben bringen, auch das aus [den] Heiligen bestehende Volk. 25\u00a0Und seiner Einsicht gem\u00e4\u00df wird er auch bestimmt Trug in seiner Hand gelingen lassen. Und in seinem Herzen wird er gro\u00dftun, und w\u00e4hrend [eines Zustands der] Sorglosigkeit wird er viele ins Verderben bringen. Und gegen den F\u00fcrsten der F\u00fcrsten wird er aufstehen, aber ohne Hand wird er zerbrochen werden.<\/p>\n<p>26\u00a0Und das hinsichtlich des Abends und des Morgens Gesehene, das gesagt worden ist: Es ist wahr. Und du deinerseits halte die Vision geheim, denn sie ist noch f\u00fcr viele Tage.\u201c<\/p>\n<p>27\u00a0Und was mich, Daniel, betrifft, ich f\u00fchlte mich ersch\u00f6pft und wurde [einige] Tage krank. Dann stand ich auf und tat die Arbeit des K\u00f6nigs; aber ich zeigte mich st\u00e4ndig wie bet\u00e4ubt zufolge des Gesehenen, und da war niemand, der [es] verstand.<\/p>\n<h3>Kapitel 9<\/h3>\n<p>Im ersten Jahr des Dar\u1ecbus, des Sohnes des Ahasv\u1eb9rus, vom Samen der Meder, der zum K\u00f6nig \u00fcber das K\u00f6nigreich der Chald\u00e4\u0323er gemacht worden war, 2\u00a0im ersten Jahr seiner Regierung bemerkte ich selbst, Daniel, durch die B\u00fccher die Zahl der Jahre, \u00fcber die das Wort Jehovas an Jeremia, den Propheten, ergangen war, um die Verw\u00fcstungen Jerusalems zu erf\u00fcllen, [n\u00e4mlich] siebzig Jahre. 3\u00a0Und ich richtete dann mein Angesicht auf Jehova, den [wahren] Gott, um [ihn] mit Gebet und mit flehentlichen Bitten, mit Fasten und Sacktuch und Asche zu suchen. 4\u00a0Und ich begann zu Jehova, meinem Gott, zu beten und ein Bekenntnis abzulegen und zu sprechen:<\/p>\n<p>\u201eAch, Jehova, du [wahrer] Gott, du Gro\u00dfer und Furchteinfl\u00f6\u00dfender, der den Bund und die liebende G\u00fcte denen bewahrt, die ihn lieben, und denen, die seine Gebote halten, 5\u00a0wir haben ges\u00fcndigt und unrecht getan und b\u00f6se gehandelt und rebelliert; und man ist von deinen Geboten und von deinen richterlichen Entscheidungen abgewichen. 6\u00a0Und wir haben nicht auf deine Knechte, die Propheten, geh\u00f6rt, die in deinem Namen zu unseren K\u00f6nigen, unseren F\u00fcrsten und unseren Vorv\u00e4tern und zu allem Volk des Landes geredet haben. 7\u00a0Dir, o Jehova, geh\u00f6rt die Gerechtigkeit, uns aber die Scham des Angesichts wie an diesem Tag, den M\u00e4nnern von Juda und den Bewohnern von Jerusalem und all denen von Israel, den Nahen und den Fernen in allen L\u00e4ndern, wohin du sie wegen ihrer Untreue versprengt hast, die sie dir gegen\u00fcber begangen haben.<\/p>\n<p>8\u00a0O Jehova, uns geh\u00f6rt die Scham des Angesichts, unseren K\u00f6nigen, unseren F\u00fcrsten und unseren Vorv\u00e4tern, weil wir gegen dich ges\u00fcndigt haben. 9\u00a0Jehova, unserem Gott, geh\u00f6ren die Erbarmungen und die Taten der Vergebung, denn wir haben gegen ihn rebelliert. 10\u00a0Und wir haben der Stimme Jehovas, unseres Gottes, nicht gehorcht, indem wir in seinen Gesetzen gewandelt w\u00e4ren, die er uns durch die Hand seiner Knechte, der Propheten, vorlegte. 11\u00a0Und alle von Israel haben dein Gesetz \u00fcbertreten, und man ist dadurch abgewichen, da\u00df man deiner Stimme nicht gehorcht hat, so da\u00df du den Fluch und den Eidschwur auf uns ausgegossen hast, der in dem Gesetz Mose, des Knechtes des [wahren] Gottes, geschrieben ist, denn wir haben gegen IHN ges\u00fcndigt. 12\u00a0Und er f\u00fchrte dann seine Worte aus, die er gegen uns und gegen unsere Richter, die uns richteten, geredet hatte, indem er gro\u00dfes Ungl\u00fcck \u00fcber uns brachte, wie solches unter den ganzen Himmeln nicht getan wurde, wie das, was in Jerusalem getan worden ist. 13\u00a0So, wie es im Gesetz Mose geschrieben steht, all dieses Ungl\u00fcck \u2014 es ist \u00fcber uns gekommen, und wir haben das Angesicht Jehovas, unseres Gottes, nicht bes\u00e4nftigt, indem wir von unserer Vergehung umkehrten und indem wir Einsicht in deine Wahrhaftigkeit bekundeten.<\/p>\n<p>14\u00a0Und Jehova blieb wachsam in bezug auf das Ungl\u00fcck und brachte es schlie\u00dflich \u00fcber uns, denn Jehova, unser Gott, ist gerecht in all seinen Werken, die er getan hat; und wir haben seiner Stimme nicht gehorcht.<\/p>\n<p>15\u00a0Und nun, o Jehova, unser Gott, der du mit starker Hand dein Volk aus dem Land \u00c4gypten herausgef\u00fchrt und dir dann einen Namen gemacht hast wie an diesem Tag, wir haben ges\u00fcndigt, wir haben b\u00f6se gehandelt. 16\u00a0O Jehova, gem\u00e4\u00df all deinen Taten der Gerechtigkeit m\u00f6ge bitte dein Zorn und dein Grimm sich von deiner Stadt Jerusalem, deinem heiligen Berg, abwenden; denn wegen unserer S\u00fcnden und wegen der Vergehungen unserer Vorv\u00e4ter sind Jerusalem und dein Volk ein Gegenstand der Schmach f\u00fcr alle um uns herum. 17\u00a0Und nun h\u00f6re, o unser Gott, auf das Gebet deines Knechtes und auf seine flehentlichen Bitten, und la\u00df dein Angesicht leuchten \u00fcber dein Heiligtum, das\u00a0ver\u00f6det ist, um Jehovas willen. 18\u00a0Neige dein Ohr, o mein Gott, und h\u00f6re. \u00d6ffne doch deine Augen, und sieh unsere ver\u00f6deten Zust\u00e4nde und die Stadt, die nach deinem Namen genannt ist; denn nicht gem\u00e4\u00df unseren gerechten Taten lassen wir unsere flehentlichen Bitten vor dich niederfallen, sondern gem\u00e4\u00df deinen vielen Erbarmungen. 19\u00a0O Jehova, h\u00f6re doch. O Jehova, vergib doch. O Jehova, schenke doch Aufmerksamkeit und handle. S\u00e4ume nicht, um deiner selbst willen, o mein Gott, denn dein eigener Name ist \u00fcber deiner Stadt und \u00fcber deinem Volk genannt worden.\u201c<\/p>\n<p>20\u00a0W\u00e4hrend ich noch redete und betete und meine S\u00fcnde und die S\u00fcnde meines Volkes Israel bekannte und mein Flehen um Gunst hinsichtlich des heiligen Berges meines Gottes vor Jehova, meinen Gott, niederfallen lie\u00df 21\u00a0und [w\u00e4hrend] ich noch im Gebet redete, nun, da traf der Mann G\u1ea1briel, den ich in der Vision zu Beginn gesehen hatte, vor M\u00fcdigkeit ermattet, bei mir zur Zeit der Abendopfergabe ein. 22\u00a0Und er machte sich daran, [mir] Verst\u00e4ndnis zu verleihen und mit mir zu reden und zu sprechen:<\/p>\n<p>\u201eO Daniel, nun bin ich hergekommen, um dir Einsicht mit Verst\u00e4ndnis zu verleihen. 23\u00a0Zu Beginn deiner flehentlichen Bitten ging ein Wort aus, und ich selbst bin gekommen, um zu berichten, denn du bist ein sehr begehrenswerter [Mann]. Gib daher acht auf die Sache, und habe Verst\u00e4ndnis in bezug auf das Gesehene.<\/p>\n<p>24\u00a0Siebzig Wochen sind es, die \u00fcber dein Volk und \u00fcber deine heilige Stadt bestimmt worden sind, um die \u00dcbertretung zu beendigen und der S\u00fcnde ein Ende zu bereiten und f\u00fcr Vergehung S\u00fchne zu leisten und Gerechtigkeit herbeizuf\u00fchren auf unabsehbare Zeiten und ein Siegel auf Vision und Prophet zu dr\u00fccken und das Hochheilige zu salben. 25\u00a0Und du solltest wissen und die Einsicht haben, [da\u00df] es vom Ausgehen des Wortes, Jerusalem wiederherzustellen und wieder zu bauen, bis [zu dem] Mess\u1ecbas, [dem] F\u00fchrer, sieben Wochen, ferner zweiundsechzig Wochen sein werden. Sie wird wiederkehren und tats\u00e4chlich wieder gebaut werden, mit einem \u00f6ffentlichen Platz und Graben, aber in der Bedr\u00e4ngnis der Zeiten.<\/p>\n<p>26\u00a0Und nach den zweiundsechzig Wochen wird [der] Mess\u1ecbas abgeschnitten werden mit nichts f\u00fcr sich selbst.<\/p>\n<p>Und die Stadt und die heilige St\u00e4tte, das Volk eines F\u00fchrers, der kommt, wird sie ins Verderben bringen. Und das Ende davon wird durch die Flut sein. Und bis zum Ende wird es Krieg geben; das, was beschlossen ist, sind Verw\u00fcstungen.<\/p>\n<p>27\u00a0Und er soll [den] Bund f\u00fcr die vielen eine Woche lang in Kraft halten; und zur H\u00e4lfte der Woche wird er Schlachtopfer und Opfergabe aufh\u00f6ren lassen.<\/p>\n<p>Und auf dem Fl\u00fcgel abscheulicher Dinge wird der sein, der Verw\u00fcstung verursacht; und bis zu einer Ausrottung wird sich dann gerade das, was beschlossen ist, auch \u00fcber den ver\u00f6det Liegenden ergie\u00dfen.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kapitel 7 Im ersten Jahr Bels\u1ea1zars, des K\u00f6nigs von Babylon, sah Daniel selbst einen Traum und Visionen seines Hauptes auf seinem Bett. Alsbald schrieb er den Traum auf. Den vollst\u00e4ndigen Bericht \u00fcber die Sache teilte er mit. 2\u00a0Daniel ergriff das Wort und sprach: \u201eIch schaute dann in meinen Visionen bei Nacht, und siehe da, die [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[469,2],"tags":[],"class_list":["post-1195","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-daniel","category-text-in-der-bibel"],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1195","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=1195"}],"version-history":[{"count":1,"href":"http:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1195\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1196,"href":"http:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1195\/revisions\/1196"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=1195"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=1195"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=1195"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}