
{"id":1189,"date":"2009-09-27T14:24:02","date_gmt":"2009-09-27T13:24:02","guid":{"rendered":"http:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/?p=1189"},"modified":"2009-09-27T14:25:51","modified_gmt":"2009-09-27T13:25:51","slug":"daniel-1-3","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/?p=1189","title":{"rendered":"Daniel 1 &#8211; 3"},"content":{"rendered":"<h3>Kapitel 1<\/h3>\n<p>Im dritten Jahr des K\u00f6nigtums J\u1ecdjakims, des K\u00f6nigs von Juda, kam Nebukadn\u1eb9zar, der K\u00f6nig von Babylon, nach Jerusalem und ging daran, es zu belagern. 2\u00a0Im Laufe der Zeit gab Jehova J\u1ecdjakim, den K\u00f6nig von Juda, und einen Teil der Ger\u00e4te des Hauses des [wahren] Gottes in seine Hand, so da\u00df er sie in das Land Sch\u1ecbnar, in das Haus seines Gottes brachte; und die Ger\u00e4te brachte er in das Schatzhaus seines Gottes.<\/p>\n<p>3\u00a0Dann sprach der K\u00f6nig zu \u1ea0schpenas, seinem obersten Hofbeamten, [man solle] einige von den S\u00f6hnen Israels und von den k\u00f6niglichen Nachkommen und von den Edlen herbeibringen, 4\u00a0Kinder, die gar kein Gebrechen an sich h\u00e4tten, sondern [die] von gutem Aussehen w\u00e4ren und Einsicht h\u00e4tten in alle Weisheit und mit Kenntnissen vertraut w\u00e4ren und [die] Unterscheidungsverm\u00f6gen hinsichtlich dessen h\u00e4tten, was bekannt sei, in denen auch die F\u00e4higkeit w\u00e4re, im Palast des K\u00f6nigs zu stehen, und [man solle] sie die Schrift und die Zunge der Chald\u00e4\u0323er lehren. 5\u00a0Au\u00dferdem bestimmte ihnen der K\u00f6nig eine t\u00e4gliche Zuwendung von den Delikatessen des K\u00f6nigs und von dem Wein, den er trank, ja da\u00df man sie drei Jahre lang ern\u00e4hre, damit sie am Ende derselben vor dem K\u00f6nig st\u00fcnden.<\/p>\n<p>6\u00a0Nun waren da unter ihnen einige von den S\u00f6hnen Judas, Daniel, Han\u1ea1nja, M\u1ecbscha\u00ebl und As\u1ea1rja. 7\u00a0Und der oberste Hofbeamte ging daran, ihnen Namen zuzuweisen. So wies er Daniel [den Namen] Beltsch\u1ea1zzar zu, und Han\u1ea1nja: Sch\u1ea1drach, und M\u1ecbscha\u00ebl: M\u1eb9schach, und As\u1ea1rja: \u1ea0bedn\u1eb9go.<\/p>\n<p>8\u00a0Aber Daniel beschlo\u00df in seinem Herzen, sich mit den Delikatessen des K\u00f6nigs und mit dem Wein, den er trank, nicht zu verunreinigen. Und er erbat sich vom obersten Hofbeamten wiederholt, da\u00df er sich nicht verunreinigen m\u00fcsse. 9\u00a0Demgem\u00e4\u00df lie\u00df der [wahre] Gott den Daniel liebende G\u00fcte und Barmherzigkeit vor dem obersten Hofbeamten finden. 10\u00a0Somit sprach der oberste Hofbeamte zu Daniel: \u201eIch bin in Furcht vor meinem Herrn, dem K\u00f6nig, der eure Speise und euer Getr\u00e4nk bestimmt hat. Warum denn sollte er sehen, da\u00df euer Angesicht im Vergleich mit den\u00a0Kindern, die gleichen Alters sind wie ihr, niedergeschlagen aussieht, und [warum] solltet ihr meinen Kopf vor dem K\u00f6nig schuldig machen?\u201c 11\u00a0Aber Daniel sagte zu dem H\u00fcter, den der oberste Hofbeamte \u00fcber Daniel, Han\u1ea1nja, M\u1ecbscha\u00ebl und As\u1ea1rja eingesetzt hatte: 12\u00a0\u201eMache bitte mit deinen Knechten zehn Tage lang die Probe, und man m\u00f6ge uns etwas Gem\u00fcse geben, damit wir essen, und Wasser, damit wir trinken; 13\u00a0und unser Gesicht und das Gesicht der Kinder, die die Delikatessen des K\u00f6nigs essen, m\u00f6gen vor dir erscheinen, und gem\u00e4\u00df dem, was du siehst, tu mit deinen Knechten.\u201c<\/p>\n<p>14\u00a0Schlie\u00dflich h\u00f6rte er auf sie hinsichtlich dieser Sache und machte zehn\u00a0Tage lang mit ihnen die Probe. 15\u00a0Und am Ende von zehn Tagen erschien ihr Gesicht besser und fetter an Fleisch als alle Kinder, die die Delikatessen des K\u00f6nigs a\u00dfen. 16\u00a0Daher fuhr der H\u00fcter fort, ihre Delikatessen und den Wein, den sie trinken sollten, wegzunehmen und ihnen Gem\u00fcse zu geben. 17\u00a0Und was diese Kinder betrifft, alle vier, ihnen gab der [wahre] Gott Erkenntnis und Einsicht in aller Schrift und Weisheit; und Daniel selbst verstand sich auf alle Arten von Visionen und Tr\u00e4umen.<\/p>\n<p>18\u00a0Und am Ende der Tage, nach denen der K\u00f6nig sie hereinzubringen gehei\u00dfen hatte, ging der oberste Hofbeamte auch daran, sie vor Nebukadn\u1eb9zar zu f\u00fchren. 19\u00a0Und der K\u00f6nig begann mit ihnen zu reden, und von ihnen allen wurde nicht einer gefunden wie Daniel, Han\u1ea1nja, M\u1ecbscha\u00ebl und As\u1ea1rja; und sie standen fortan vor dem K\u00f6nig. 20\u00a0Und was jede Sache von Weisheit [und] Verst\u00e4ndnis betrifft, \u00fcber die der K\u00f6nig sie befragte, so fand er sie schlie\u00dflich sogar zehnmal besser als alle Magie treibenden Priester [und] die Beschw\u00f6rer, die in seinem ganzen k\u00f6niglichen Reich waren. 21\u00a0Und Daniel blieb bis zum ersten Jahr des K\u00f6nigs Cyrus.<\/p>\n<h3>Kapitel 2<\/h3>\n<p>Und im zweiten Jahr des K\u00f6nigtums Nebukadn\u1eb9zars hatte Nebukadn\u1eb9zar Tr\u00e4ume; und sein Geist begann beunruhigt zu werden, und selbst sein Schlaf war f\u00fcr ihn dahin. 2\u00a0Somit sprach der K\u00f6nig, [man solle] die Magie treibenden Priester und die Beschw\u00f6rer und die Zauberer und die Chald\u00e4\u0323er rufen, um dem K\u00f6nig seine Tr\u00e4ume mitzuteilen. Und sie kamen dann herein und standen vor dem K\u00f6nig. 3\u00a0Da sprach der K\u00f6nig zu ihnen: \u201eDa ist ein Traum, den ich gehabt habe, und mein Geist ist beunruhigt, den Traum zu wissen.\u201c 4\u00a0Darauf redeten die Chald\u00e4\u0323er zum K\u00f6nig in der aram\u00e4ischen Sprache: \u201eO K\u00f6nig, lebe weiterhin, ja auf unabsehbare Zeiten. Sag deinen Knechten, was der Traum ist, und wir werden die wahre Deutung anzeigen.\u201c<\/p>\n<p>5\u00a0Der K\u00f6nig antwortete und sagte zu den Chald\u00e4\u0323ern: \u201eDas Wort ist von mir aus kundgetan: Wenn ihr mir den Traum und seine Deutung nicht bekanntgebt, so werdet ihr in St\u00fccke gehauen werden, und eure eigenen H\u00e4user werden in \u00f6ffentliche Aborte umgewandelt werden. 6\u00a0Aber wenn ihr den Traum und seine Deutung anzeigen werdet, werdet ihr Gaben und ein Geschenk und gro\u00dfe W\u00fcrde von mir empfangen. Darum zeigt mir den Traum selbst und seine Deutung an.\u201c<\/p>\n<p>7\u00a0Sie antworteten zum zweiten Mal und sprachen: \u201eM\u00f6ge der K\u00f6nig seinen Knechten sagen, was der Traum ist, und wir werden seine wahre Deutung anzeigen.\u201c<\/p>\n<p>8\u00a0Der K\u00f6nig antwortete und sagte: \u201eIn der Tat, ich wei\u00df, da\u00df ihr versucht, Zeit zu gewinnen, da ihr ja eingesehen habt, da\u00df das Wort von mir aus kundgetan ist. 9\u00a0Denn wenn ihr mir den Traum selbst nicht bekanntgebt, ergeht dieses eine und einzige Urteil \u00fcber euch. Aber es ist ein l\u00fcgnerisches und falsches Wort, das ihr vor mir zu sprechen \u00fcbereingekommen seid, bis die Zeit sich \u00e4ndert. Daher teilt mir den Traum selbst mit, und ich werde wissen, da\u00df ihr seine wahre Deutung anzeigen k\u00f6nnt.\u201c<\/p>\n<p>10\u00a0Die Chald\u00e4\u0323er antworteten vor dem K\u00f6nig, und sie sprachen: \u201eEs existiert kein Mensch auf dem trockenen Land, der die Sache des K\u00f6nigs anzuzeigen vermag, insofern als kein gro\u00dfer K\u00f6nig oder Machthaber um eine Sache wie diese irgendeinen Magie treibenden Priester oder Beschw\u00f6rer oder Chald\u00e4\u0323er befragt hat. 11\u00a0Aber die Sache, die der K\u00f6nig selbst fordert, ist schwierig, und es existiert sonst keiner, der sie vor dem K\u00f6nig anzeigen kann, au\u00dfer den G\u00f6ttern, deren eigene Wohnung gar nicht bei dem Fleisch existiert.\u201c<\/p>\n<p>12\u00a0Deswegen wurde der K\u00f6nig selbst \u00e4rgerlich und ergrimmte sehr, und er sprach, man solle alle Weisen Babylons vernichten. 13\u00a0Und der Befehl selbst ging aus, und die Weisen waren daran, get\u00f6tet zu werden; und man suchte Daniel und seine Gef\u00e4hrten, um sie zu t\u00f6ten.<\/p>\n<p>14\u00a0Da wandte sich Daniel seinerseits mit Rat und verst\u00e4ndigem Sinn an \u1ea0rjoch, den Obersten der Leibwache des K\u00f6nigs, der ausgegangen war, die Weisen Babylons zu t\u00f6ten. 15\u00a0Er antwortete und sagte zu \u1ea0rjoch, dem Beamten des K\u00f6nigs: \u201eWarum gibt es einen solch strengen Befehl von seiten des K\u00f6nigs?\u201c Darauf gab \u1ea0rjoch die Sache Daniel bekannt. 16\u00a0Somit ging Daniel selbst hinein und erbat sich vom K\u00f6nig, da\u00df er ihm eigens dazu Zeit g\u00e4be, dem K\u00f6nig die wahre Deutung anzuzeigen.<\/p>\n<p>17\u00a0Danach ging Daniel in sein eigenes Haus; und Han\u1ea1nja, M\u1ecbscha\u00ebl und As\u1ea1rja, seinen Gef\u00e4hrten, gab er die Sache bekannt, 18\u00a0da\u00df auch [sie] von dem Gott des Himmels Erbarmen hinsichtlich dieses Geheimnisses erbitten sollten, damit man Daniel und seine Gef\u00e4hrten nicht mit den \u00fcbrigen der Weisen von Babylon vernichte.<\/p>\n<p>19\u00a0Dann wurde dem Daniel in einer n\u00e4chtlichen Vision das Geheimnis geoffenbart. Demzufolge segnete Daniel selbst den Gott des Himmels. 20\u00a0Daniel antwortete und sprach: \u201eM\u00f6ge der Name Gottes gesegnet werden von unabsehbarer Zeit ja bis auf unabsehbare Zeit, denn Weisheit und Macht \u2014 denn sie geh\u00f6ren ihm. 21\u00a0Und er \u00e4ndert Zeiten und Zeitabschnitte, indem er K\u00f6nige absetzt und K\u00f6nige einsetzt, den Weisen Weisheit gibt und Erkenntnis denen, die Unterscheidungsverm\u00f6gen kennen. 22\u00a0Er offenbart die tiefen Dinge und die verborgenen Dinge, da er wei\u00df, was im Finstern ist; und bei ihm wohnt ja das Licht. 23\u00a0Dich, o Gott meiner Vorv\u00e4ter, preise und lobe ich, weil du mir Weisheit und Macht gegeben hast. Und nun hast du mir bekanntgegeben, was wir von dir erbeten haben, denn du hast uns ja die Sache des K\u00f6nigs bekanntgegeben.\u201c<\/p>\n<p>24\u00a0Deswegen ging Daniel selbst zu \u1ea0rjoch hinein, den der K\u00f6nig dazu bestellt hatte, die Weisen Babylons zu vernichten. Er ging, und dies ist, was er zu ihm sagte: \u201eVernichte keinen der Weisen Babylons. Nimm mich mit hinein vor den K\u00f6nig, damit ich dem K\u00f6nig die wahre Deutung anzeige.\u201c<\/p>\n<p>25\u00a0Da nahm \u1ea0rjoch in Eile Daniel mit hinein vor den K\u00f6nig, und dies ist, was er zu ihm sprach: \u201eIch habe einen kr\u00e4ftigen Mann von den ins Exil Weggef\u00fchrten aus Juda gefunden, der dem K\u00f6nig die wahre Deutung bekanntgeben kann.\u201c 26\u00a0Der K\u00f6nig antwortete und sagte zu Daniel, dessen Name Beltsch\u1ea1zzar war: \u201eBist du sachkundig genug, mir den Traum, den ich gesehen habe, und seine Deutung bekanntzugeben?\u201c 27\u00a0Daniel antwortete vor dem K\u00f6nig und sprach: \u201eDas Geheimnis, das der K\u00f6nig selbst fordert, k\u00f6nnen die Weisen, die Beschw\u00f6rer, die Magie treibenden Priester [und] die Astrologen ihrerseits dem K\u00f6nig nicht anzeigen. 28\u00a0Aber es existiert ein Gott in den Himmeln, der ein Offenbarer von Geheimnissen ist, und er hat K\u00f6nig Nebukadn\u1eb9zar bekanntgegeben, was im Schlu\u00dfteil der Tage geschehen soll. Dein Traum und die Visionen deines Hauptes auf deinem Bett \u2014 es sind diese:<\/p>\n<p>29\u00a0Was dich betrifft, o K\u00f6nig, auf deinem Bett stiegen deine eigenen Gedanken \u00fcber das auf, was nach diesem geschehen soll, und ER, der Geheimnisse offenbart, hat dir bekanntgegeben, was geschehen soll. 30\u00a0Und was mich betrifft, es wird mir dieses Geheimnis nicht durch irgendwelche Weisheit, die in mir mehr als in irgendwelchen anderen Lebenden vorhanden ist, geoffenbart, au\u00dfer zu dem Zweck, da\u00df die Deutung dem K\u00f6nig selbst bekanntgegeben werde und da\u00df du die Gedanken deines Herzens kennen m\u00f6gest.<\/p>\n<p>31\u00a0Du, o K\u00f6nig, erblicktest dann, und siehe, ein gewisses riesenhaftes Bild. Dieses Bild, das gro\u00df und dessen Glanz au\u00dferordentlich war, stand vor dir, und sein Aussehen war schrecklich. 32\u00a0Was dieses Bild betrifft, sein Haupt war aus gutem Gold, seine Brust und seine Arme waren aus Silber, sein Bauch und seine Oberschenkel waren aus Kupfer, 33\u00a0seine Beine waren aus Eisen, seine F\u00fc\u00dfe waren teils aus Eisen und teils aus geformtem Ton. 34\u00a0Du schautest weiter, bis ein Stein herausgehauen wurde, nicht mit H\u00e4nden, und er schlug das Bild an seine F\u00fc\u00dfe aus Eisen und geformtem Ton und zermalmte sie. 35\u00a0Zu dieser Zeit wurden das Eisen, der geformte Ton, das Kupfer, das Silber und das Gold alle zusammen zermalmt und wurden wie die Spreu von der Sommerdreschtenne, und der Wind trug sie weg, so da\u00df gar keine Spur davon gefunden wurde. Und was den Stein betrifft, der das Bild traf, er wurde zu einem gro\u00dfen Berg und erf\u00fcllte die ganze Erde.<\/p>\n<p>36\u00a0Dies ist der Traum, und seine Deutung werden wir vor dem K\u00f6nig ansagen. 37\u00a0Du, o K\u00f6nig, du K\u00f6nig der K\u00f6nige, du, dem der Gott des Himmels das K\u00f6nigreich, die Macht und die St\u00e4rke und die W\u00fcrde gegeben hat 38\u00a0und in dessen Hand er \u00fcberall, wo die Menschens\u00f6hne wohnen, die Tiere des Feldes und die gefl\u00fcgelten Gesch\u00f6pfe der Himmel gegeben hat und den er zum Herrscher \u00fcber sie alle gemacht hat: du selbst bist das Haupt von Gold.<\/p>\n<p>39\u00a0Und nach dir wird sich ein anderes K\u00f6nigreich erheben, geringer als du, und ein anderes K\u00f6nigreich, ein drittes, aus Kupfer, das \u00fcber die ganze Erde herrschen wird.<\/p>\n<p>40\u00a0Und was das vierte K\u00f6nigreich betrifft, es wird sich stark wie Eisen erweisen. Insofern als Eisen alles andere zermalmt und zermahlt, so wird es wie Eisen, das zerschmettert, auch alle diese zermalmen und zerschmettern.<\/p>\n<p>41\u00a0Und da\u00df du die F\u00fc\u00dfe und die Zehen teils aus geformtem T\u00f6pferton und teils aus Eisen bestehend sahst: Das K\u00f6nigreich selbst wird sich als geteilt erweisen, aber etwas von der H\u00e4rte des Eisens wird offenbar in ihm sein, da du ja das Eisen mit feuchtem Ton vermischt erblickt hast. 42\u00a0Und was die Fu\u00dfzehen betrifft, die teils aus Eisen und teils aus geformtem Ton waren: Das K\u00f6nigreich wird sich teils als stark erweisen und wird sich teils als zerbrechlich erweisen. 43\u00a0Da\u00df du Eisen mit feuchtem Ton vermischt erblickt hast: Sie werden schlie\u00dflich mit der Nachkommenschaft der Menschen vermischt sein; aber sie werden sicherlich nicht aneinanderhaften, dieses an jenem, so wie sich Eisen nicht mit geformtem Ton vermischt.<\/p>\n<p>44\u00a0Und in den Tagen dieser K\u00f6nige wird der Gott des Himmels ein K\u00f6nigreich aufrichten, das nie zugrunde gerichtet werden wird. Und das K\u00f6nigreich selbst wird an kein anderes Volk \u00fcbergehen. Es wird alle diese K\u00f6nigreiche zermalmen und [ihnen] ein Ende bereiten, und selbst wird es f\u00fcr unabsehbare Zeiten bestehen; 45\u00a0wie du ja sahst, da\u00df aus dem Berg ein Stein gehauen wurde, nicht mit H\u00e4nden, und [da\u00df] er das Eisen, das Kupfer, den geformten Ton, das Silber und das Gold zermalmte. Der gro\u00dfe Gott selbst hat dem K\u00f6nig bekanntgegeben, was nach diesem geschehen soll. Und der Traum ist zuverl\u00e4ssig, und seine Deutung ist vertrauensw\u00fcrdig.\u201c<\/p>\n<p>46\u00a0Da fiel K\u00f6nig Nebukadn\u1eb9zar selbst auf sein Angesicht, und er huldigte Daniel, und er sagte, [man solle] ihm auch ein Geschenk und R\u00e4ucherwerk darbringen. 47\u00a0Der K\u00f6nig antwortete Daniel und sprach: \u201eWahrlich, euer Gott ist ein Gott der G\u00f6tter und ein Herr der K\u00f6nige und ein Offenbarer von Geheimnissen, weil du dieses Geheimnis offenbaren konntest.\u201c 48\u00a0Demzufolge machte der K\u00f6nig den Daniel gro\u00df, und er gab ihm viele gro\u00dfe Gaben, und er machte ihn zum Herrscher \u00fcber den ganzen Gerichtsbezirk Babylon und zum Oberpr\u00e4fekten \u00fcber alle Weisen Babylons. 49\u00a0Und Daniel seinerseits richtete eine Bitte an den K\u00f6nig, und er setzte \u00fcber die\u00a0Verwaltung des Gerichtsbezirks Babylon Sch\u1ea1drach, M\u1eb9schach und \u1ea0bedn\u1eb9go, Daniel aber war am Hof des K\u00f6nigs.<\/p>\n<h3>Kapitel 3<\/h3>\n<p>Nebukadn\u1eb9zar, der K\u00f6nig, machte ein Bild aus Gold, dessen H\u00f6he sechzig Ellen [und] dessen Breite sechs Ellen war. Er richtete es in der Ebene D\u1ee5ra im Gerichtsbezirk Babylon auf. 2\u00a0Und Nebukadn\u1eb9zar selbst als K\u00f6nig sandte hin, die Satr\u1ea1pen, die Pr\u00e4fekten und die Statthalter zu versammeln, die Ratgeber, die Schatzmeister, die Richter, die Polizeimagistrate und alle Verwalter der Gerichtsbezirke, damit sie zur Einweihung des Bildes k\u00e4men, das Nebukadn\u1eb9zar, der K\u00f6nig, aufgerichtet hatte.<\/p>\n<p>3\u00a0Da versammelten sich die Satr\u1ea1pen, die Pr\u00e4fekten und die Statthalter, die Ratgeber, die Schatzmeister, die Richter, die Polizeimagistrate und alle Verwalter der Gerichtsbezirke zur Einweihung des Bildes, das Nebukadn\u1eb9zar, der K\u00f6nig, aufgerichtet hatte, und sie standen vor dem Bild, das Nebukadn\u1eb9zar aufgerichtet hatte. 4\u00a0Und der Herold rief laut aus: \u201eEuch wird gesagt, o V\u00f6lker, V\u00f6lkerschaften und Sprachen, 5\u00a0da\u00df ihr zu der Zeit, da ihr den Schall des Horns, der Pfeife, der Zither, der Dreieckharfe, des Saiteninstruments, des Dudelsacks und aller Arten von Musikinstrumenten h\u00f6rt, niederfallen und das Bild aus Gold anbeten sollt, das Nebukadn\u1eb9zar, der K\u00f6nig, aufgerichtet hat. 6\u00a0Und wer nicht niederf\u00e4llt und anbetet, wird im selben Augenblick in den brennenden Feuerofen geworfen werden.\u201c 7\u00a0Deswegen fielen zu derselben Zeit, da alle V\u00f6lker den Schall des Horns, der Pfeife, der Zither, der Dreieckharfe, des Saiteninstruments und aller Arten von Musikinstrumenten h\u00f6rten, alle V\u00f6lker, V\u00f6lkerschaften und Sprachen nieder [und] beteten das Bild aus Gold an, das Nebukadn\u1eb9zar, der K\u00f6nig, aufgerichtet hatte.<\/p>\n<p>8\u00a0Deswegen kamen zu derselben Zeit gewisse Chald\u00e4\u0323er herbei und klagten die Juden an. 9\u00a0Sie antworteten, und sie sprachen zu Nebukadn\u1eb9zar, dem K\u00f6nig: \u201eO K\u00f6nig, lebe weiterhin, ja auf unabsehbare Zeiten. 10\u00a0Du selbst, o K\u00f6nig, hast den Befehl ausgegeben, da\u00df jedermann, der den Schall des Horns, der Pfeife, der Zither, der Dreieckharfe, des Saiteninstruments und des Dudelsacks und aller Arten von Musikinstrumenten h\u00f6rt, niederfallen und das Bild aus Gold anbeten sollte 11\u00a0und da\u00df jeder, der nicht niederfallen und anbeten w\u00fcrde, in den brennenden Feuerofen geworfen werden sollte. 12\u00a0Es sind nun gewisse Juden da, die du \u00fcber die Verwaltung des Gerichtsbezirks Babylon gesetzt hast, Sch\u1ea1drach, M\u1eb9schach und \u1ea0bedn\u1eb9go; diese kr\u00e4ftigen M\u00e4nner haben dir, o K\u00f6nig, keine Beachtung geschenkt, deinen G\u00f6ttern dienen sie nicht, und das Bild aus Gold, das du aufgerichtet hast, beten sie nicht an.\u201c<\/p>\n<p>13\u00a0Da sprach Nebukadn\u1eb9zar in grimmigem Zorn, [man solle] Sch\u1ea1drach, M\u1eb9schach und \u1ea0bedn\u1eb9go herbeibringen. Demzufolge wurden diese kr\u00e4ftigen M\u00e4nner vor den K\u00f6nig gebracht. 14\u00a0Nebukadn\u1eb9zar antwortete und sagte zu ihnen: \u201eIst es wirklich so, o Sch\u1ea1drach, M\u1eb9schach und \u1ea0bedn\u1eb9go, da\u00df ihr meinen eigenen G\u00f6ttern nicht dient und das Bild aus Gold, das ich aufgerichtet habe, nicht anbetet? 15\u00a0Nun, wenn ihr bereit seid, so da\u00df ihr zu der Zeit, da ihr den Schall des Horns, der Pfeife, der Zither, der Dreieckharfe, des Saiteninstruments und des Dudelsacks und aller Arten von Musikinstrumenten h\u00f6rt, niederfallt und das Bild anbetet, das ich gemacht habe, [dann gut]. Wenn ihr aber nicht anbetet, werdet ihr im selben Augenblick in den brennenden Feuerofen geworfen werden. Und wer ist der Gott, der euch aus meinen H\u00e4nden befreien kann?\u201c<\/p>\n<p>16\u00a0Sch\u1ea1drach, M\u1eb9schach und \u1ea0bedn\u1eb9go antworteten, und sie sprachen zum K\u00f6nig: \u201eO Nebukadn\u1eb9zar, es besteht f\u00fcr uns keine Notwendigkeit, dir in dieser Hinsicht ein Wort zu erwidern. 17\u00a0Wenn es sein soll, so kann uns unser Gott, dem wir dienen, befreien. Aus dem brennenden Feuerofen und aus deiner Hand, o K\u00f6nig, wird er [uns] befreien. 18\u00a0Wenn aber nicht, so werde dir, o K\u00f6nig, kund, da\u00df wir deinen G\u00f6ttern nicht dienen, und das Bild aus Gold, das du aufgerichtet hast, werden wir nicht anbeten.\u201c<\/p>\n<p>19\u00a0Dann war es, da\u00df Nebukadn\u1eb9zar von Zorn erf\u00fcllt wurde, und der Ausdruck seines Gesichts gegen\u00fcber Sch\u1ea1drach, M\u1eb9schach und \u1ea0bedn\u1eb9go ver\u00e4nderte sich. Er antwortete und sprach, man solle den Ofen siebenmal mehr heizen, als es \u00fcblich war, ihn zu heizen. 20\u00a0Und gewisse kr\u00e4ftige M\u00e4nner, M\u00e4nner von leistungsf\u00e4higer Kraft, die in seiner Streitmacht waren, hie\u00df er, Sch\u1ea1drach, M\u1eb9schach und \u1ea0bedn\u1eb9go zu binden, um [sie] in den brennenden Feuerofen zu werfen.<\/p>\n<p>21\u00a0Dann wurden diese kr\u00e4ftigen M\u00e4nner in ihren \u00dcberw\u00fcrfen, ihren Kleidern und ihren M\u00fctzen und ihrem sonstigen Gewand gebunden und in den brennenden Feuerofen geworfen. 22\u00a0Eben weil das Wort des K\u00f6nigs streng war und der Ofen \u00fcberm\u00e4\u00dfig geheizt war, wurden diese kr\u00e4ftigen M\u00e4nner, die Sch\u1ea1drach, M\u1eb9schach und \u1ea0bedn\u1eb9go hinaufbrachten, von der Feuerflamme get\u00f6tet. 23\u00a0Aber die [anderen] kr\u00e4ftigen M\u00e4nner, alle drei, Sch\u1ea1drach, M\u1eb9schach und \u1ea0bedn\u1eb9go, fielen gebunden mitten in den brennenden Feuerofen.<\/p>\n<p>24\u00a0Da erschrak Nebukadn\u1eb9zar selbst, der K\u00f6nig, und er stand eilends auf. Er ergriff das Wort und sprach zu seinen hohen k\u00f6niglichen Beamten: \u201eWaren es nicht drei kr\u00e4ftige M\u00e4nner, die wir gebunden mitten ins Feuer warfen?\u201c Sie antworteten und sagten zum K\u00f6nig: \u201eDoch, o K\u00f6nig.\u201c 25\u00a0Er antwortete und sprach: \u201eSeht! Ich erblicke vier kr\u00e4ftige M\u00e4nner, die frei mitten im Feuer wandeln, und keine Verletzung ist an ihnen, und das Aussehen des vierten gleicht dem eines Sohnes der G\u00f6tter.\u201c<\/p>\n<p>26\u00a0Dann n\u00e4herte sich Nebukadn\u1eb9zar der T\u00fcr des brennenden Feuerofens. Er ergriff das Wort und sagte: \u201eSch\u1ea1drach, M\u1eb9schach und \u1ea0bedn\u1eb9go, ihr Diener Gottes, des H\u00f6chsten, tretet heraus, und kommt hierher!\u201c Da traten Sch\u1ea1drach, M\u1eb9schach und \u1ea0bedn\u1eb9go aus der Mitte des Feuers heraus. 27\u00a0Und die Satr\u1ea1pen, die Pr\u00e4fekten und die Statthalter und die hohen Beamten des K\u00f6nigs, die versammelt waren, sahen diese kr\u00e4ftigen M\u00e4nner, da\u00df das Feuer keine Macht \u00fcber ihre Leiber gehabt hatte und nicht ein Haar ihres Hauptes versengt worden war und sogar ihre \u00dcberw\u00fcrfe nicht ver\u00e4ndert worden waren und selbst der Geruch des Feuers nicht an sie gekommen war.<\/p>\n<p>28\u00a0Nebukadn\u1eb9zar ergriff das Wort und sprach: \u201eGesegnet sei der Gott Sch\u1ea1drachs, M\u1eb9schachs und \u1ea0bedn\u1eb9gos, der seinen Engel sandte und seine Diener befreite, die auf ihn vertrauten und die sogar das Wort des K\u00f6nigs \u00e4nderten und ihren Leib preisgaben, weil sie keinem einzigen Gott dienen und [keinen] anbeten wollten au\u00dfer ihrem eigenen Gott. 29\u00a0Und von mir wird ein Befehl erlassen, da\u00df irgendein Volk, [irgendeine] V\u00f6lkerschaft oder Sprache, wer irgend etwas Unrechtes spricht gegen den Gott Sch\u1ea1drachs, M\u1eb9schachs und \u1ea0bedn\u1eb9gos, in St\u00fccke gehauen werden sollte, und sein Haus sollte in einen \u00f6ffentlichen Abort umgewandelt werden, da ja kein anderer Gott existiert, der befreien kann wie dieser.\u201c<\/p>\n<p>30\u00a0Sodann lie\u00df der K\u00f6nig selbst es Sch\u1ea1drach, M\u1eb9schach und \u1ea0bedn\u1eb9go im Gerichtsbezirk Babylon gutgehen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kapitel 1 Im dritten Jahr des K\u00f6nigtums J\u1ecdjakims, des K\u00f6nigs von Juda, kam Nebukadn\u1eb9zar, der K\u00f6nig von Babylon, nach Jerusalem und ging daran, es zu belagern. 2\u00a0Im Laufe der Zeit gab Jehova J\u1ecdjakim, den K\u00f6nig von Juda, und einen Teil der Ger\u00e4te des Hauses des [wahren] Gottes in seine Hand, so da\u00df er sie in [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[469,2],"tags":[],"class_list":["post-1189","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-daniel","category-text-in-der-bibel"],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1189","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=1189"}],"version-history":[{"count":3,"href":"http:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1189\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1191,"href":"http:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1189\/revisions\/1191"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=1189"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=1189"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=1189"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}