
{"id":118,"date":"2009-01-15T00:55:08","date_gmt":"2009-01-14T23:55:08","guid":{"rendered":"http:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/?p=118"},"modified":"2010-01-09T00:11:57","modified_gmt":"2010-01-08T23:11:57","slug":"das-%e2%80%9ejosef-drama%e2%80%9c","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/?p=118","title":{"rendered":"Das \u201eJosef-Drama\u201c"},"content":{"rendered":"<p class=\"MsoNormal\"><strong><span style=\"font-family: Arial;\">***<\/span><\/strong><span style=\"font-family: Arial;\"> <strong>w87<\/strong> <strong>1.<\/strong> <strong>5.<\/strong> <strong>S.<\/strong> <strong>10-14<\/strong> <strong>Todbringende<\/strong> <strong>Hungersnot<\/strong> <strong>in<\/strong> <strong>einer<\/strong> <strong>Zeit<\/strong> <strong>der<\/strong> <strong>F\u00fclle<\/strong> <strong>***<\/strong><\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: center;\" align=\"center\"><strong><span style=\"font-family: Arial;\">Todbringende<\/span><\/strong><span style=\"font-family: Arial;\"> <strong>Hungersnot<\/strong> <strong>in<\/strong> <strong>einer<\/strong> <strong>Zeit<\/strong> <strong>der<\/strong> <strong>F\u00fclle<\/strong><\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin: 10pt 24.1pt 0.0001pt;\"><span style=\"font-family: Arial;\">\u201eMeine eigenen Knechte werden essen, ihr selbst aber werdet hungern\u201c (JESAJA 65:13).<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-top: 10pt; text-indent: 12pt;\"><span style=\"font-family: Arial;\">DAS Gespenst der Hungersnot schwebt \u00fcber der ganzen Welt. In einem Leitartikel des <em>Boston<\/em> <em>Globe<\/em> wurde die Krise wie folgt kommentiert: \u201eEine Welt, in der nahezu eine Milliarde Menschen vor dem Hungertod steht, mu\u00df Wege finden, um den \u00e4rmsten Nationen zu helfen, auch nur ann\u00e4hernd so aus dem vollen zu sch\u00f6pfen wie die reichsten Nationen.\u201c Doch selbst die sogenannten technisch fortschrittlichen Nationen sind nicht ganz frei von Lebensmittelknappheit. Au\u00dferdem haben sie bislang noch kein Programm, das gew\u00e4hrleistet, da\u00df alle ihre B\u00fcrger ges\u00e4ttigt werden. Besorgte Humanisten setzen sich mit dem wachsenden Problem auseinander. Gibt es eine L\u00f6sung?<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-top: 5pt; text-indent: 12pt;\"><sup><span style=\"font-family: Arial;\">2<\/span><\/sup><span> <\/span><span style=\"font-family: Arial;\">In dem oben zitierten Leitartikel wurde zugegeben: \u201eDer entt\u00e4uschendste Gesichtspunkt der Unterern\u00e4hrung . . . besteht darin, da\u00df die Welt eindeutig gen\u00fcgend Potential hat, um jeden zu ern\u00e4hren.\u201c Doch die Plage der Hungersnot und des Hungertodes weitet sich aus. Wieso denn? Unser liebevoller Sch\u00f6pfer hat doch f\u00fcr die Milliarden Erdbewohner reichlich gesorgt. Er erschuf die Heimat des Menschen, die Erde, so, da\u00df sie f\u00fcr jeden mehr als genug Nahrungsmittel hervorbringen kann (Psalm 72:16-19; 104:15, 16, 24). Selbst in unseren schwierigen Zeiten k\u00f6nnen wir davon \u00fcberzeugt sein, da\u00df unser gro\u00dfer Ern\u00e4hrer diejenigen, die zum richtigen Urheber aufblicken, mit gen\u00fcgend Nahrung versorgen wird. Er l\u00e4\u00dft uns durch denjenigen, den er als den gro\u00dfen Nahrungsmittelverwalter eingesetzt hat, sagen: \u201eFahrt . . . fort, zuerst das K\u00f6nigreich und SEINE [Gottes] Gerechtigkeit zu suchen, und alle diese anderen Dinge [das Lebensnotwendige] werden euch hinzugef\u00fcgt werden\u201c (Matth\u00e4us 6:33; 1. Johannes 4:14).<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-top: 5pt; text-align: center;\" align=\"center\"><strong><span style=\"font-family: Arial;\">Eine<\/span><\/strong><span style=\"font-family: Arial;\"> <strong>todbringende<\/strong> <strong>Hungersnot<\/strong><\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-top: 5pt; text-indent: 12pt;\"><sup><span style=\"font-family: Arial;\">3<\/span><\/sup><span> <\/span><span style=\"font-family: Arial;\">Von gr\u00f6\u00dfter Bedeutung ist die beklagenswerte geistige Hungersnot, die heute auf der Erde herrscht. Sie steht in direkter Beziehung zu dem Unfrieden in der Welt. Die Menschheit wankt hin und her, verzweifelt auf der Suche nach einem Ausweg. Gott, der Allm\u00e4chtige, lie\u00df seinen Propheten vor Jahrhunderten folgendes \u00fcber diese Situation schreiben: \u201e \u201aSiehe! Es kommen Tage\u2018, ist der Ausspruch des Souver\u00e4nen Herrn Jehova, \u201aund ich will einen Hunger in das Land senden, einen Hunger, nicht nach Brot, und einen Durst, nicht nach Wasser, sondern die Worte Jehovas zu h\u00f6ren. Und sie werden bestimmt vom Meer bis zum Meer wanken und vom Norden sogar bis zum Sonnenaufgang. Sie werden st\u00e4ndig umherschweifen auf der Suche nach dem Wort Jehovas, aber sie werden es nicht finden\u2018 \u201c (Amos 8:11, 12).<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-top: 5pt; text-indent: 12pt;\"><sup><span style=\"font-family: Arial;\">4<\/span><\/sup><span> <\/span><span style=\"font-family: Arial;\">Gibt es jedoch einen Ausweg aus der Sackgasse? Der Apostel Paulus bejaht diese Frage, indem er uns mit den Worten ermuntert: \u201eDer Gott, der die Welt . . . gemacht hat, . . . verordnete die bestimmten Zeiten und die festgesetzten Wohngrenzen der Menschen, damit sie Gott suchen, ob sie ihn wohl tastend f\u00fchlen und wirklich finden m\u00f6gen, obwohl er in der Tat einem jeden von uns nicht fern ist\u201c (Apostelgeschichte 17:24-27).<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-top: 5pt; text-indent: 12pt;\"><sup><span style=\"font-family: Arial;\">5<\/span><\/sup><span> <\/span><span style=\"font-family: Arial;\">Wenn Gott \u201eeinem jeden von uns nicht fern ist\u201c, warum tasten dann viele nach ihm, ohne ihn zu finden? Weil sie ihn an der falschen Stelle suchen. Wie viele, die sich selbst als Christen bezeichnen, ziehen das grundlegende Lehrbuch des Christentums, n\u00e4mlich die Heilige Schrift, zu Rate? Wie viele sogenannte \u201eHirten\u201c gebrauchen Gottes Wort, um die \u201eSchafe\u201c zu lehren? (Vergleiche Hesekiel 34:10.) Jesus sagte zu den stolzen religi\u00f6sen F\u00fchrern seiner Tage, da\u00df sie \u201eweder die Schriften noch die Macht Gottes\u201c kannten (Matth\u00e4us 22:29; Johannes 5:44). Jesus dagegen kannte die Schriften und lehrte sie die Menschen, mit denen er Mitleid empfand, \u201eweil sie zerschunden waren und umhergesto\u00dfen wurden wie Schafe, die keinen Hirten haben\u201c (Matth\u00e4us 9:36).<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-top: 5pt; text-align: center;\" align=\"center\"><strong><span style=\"font-family: Arial;\">Inwiefern<\/span><\/strong><span style=\"font-family: Arial;\"> <strong>eine<\/strong> <strong>Zeit<\/strong> <strong>der<\/strong> <strong>F\u00fclle?<\/strong><\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-top: 5pt; text-indent: 12pt;\"><sup><span style=\"font-family: Arial;\">6<\/span><\/sup><span> <\/span><span style=\"font-family: Arial;\">Jehova gibt denjenigen, die ernsthaft bestrebt sind, ihn kennenzulernen, eine Zusicherung. Durch seinen Propheten Jesaja l\u00e4\u00dft er den falschen religi\u00f6sen Hirten folgendes ausrichten: \u201eSiehe! Meine eigenen Knechte werden essen, ihr selbst aber werdet hungern. Siehe! Meine eigenen Knechte werden trinken, ihr selbst aber werdet d\u00fcrsten. Siehe! Meine eigenen Knechte werden sich freuen, ihr selbst aber werdet Schande erleiden\u201c (Jesaja 65:13, 14). Aber inwiefern sorgt Gott f\u00fcr seine eigenen Diener in F\u00fclle? Was m\u00fcssen wir tun, um trotz der heutigen geistigen Hungersnot an seiner Vorkehrung f\u00fcr die Bewahrung des Lebens freudig teilzuhaben?<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-top: 5pt; text-indent: 12pt;\"><sup><span style=\"font-family: Arial;\">7<\/span><\/sup><span> <\/span><span style=\"font-family: Arial;\">Da das \u00dcberleben v\u00f6llig davon abh\u00e4ngt, da\u00df wir Jehovas Anforderungen kennen und glaubensvoll danach handeln, sollten wir uns freudig Gottes Wort zuwenden in dem Bestreben, seinen Willen f\u00fcr uns kennenzulernen und zu verstehen, wie er mit uns handelt (Johannes 17:3). Aus diesem Grunde wollen wir jetzt ein biblisches Drama betrachten, das eine Parallele zu den heutigen Geschehnissen ist. Die Hauptfigur in diesem Drama ist der Patriarch Joseph. So, wie Jehova in weiser Voraussicht durch Joseph Vorkehrungen f\u00fcr sein Volk traf, leitet er liebevoll auch diejenigen, die ihn heute suchen. (Vergleiche R\u00f6mer 15:4; 1. Korinther 10:11, Fu\u00dfnote [*], <em>NW,<\/em> <em>Stud.;<\/em> Galater 4:24.)<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-top: 5pt; text-align: center;\" align=\"center\"><strong><span style=\"font-family: Arial;\">Joseph<\/span><\/strong><span style=\"font-family: Arial;\"> <strong>\u2014<\/strong> <strong>Bewahrer<\/strong> <strong>des<\/strong> <strong>Lebens<\/strong><\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-top: 5pt; text-indent: 12pt;\"><sup><span style=\"font-family: Arial;\">8<\/span><\/sup><span> <\/span><span style=\"font-family: Arial;\">Joseph, der Sohn Jakobs, spielte eine hervorragende Rolle als Bewahrer des Lebens. Stellte das etwas f\u00fcr sp\u00e4tere Zeiten dar? Nun, bedenken wir, wie Joseph unter der ungerechten Behandlung von seiten seiner Br\u00fcder ausharrte, wie er Pr\u00fcfungen und Bew\u00e4hrungsproben in einem fremden Land meisterte, wie er unersch\u00fctterlichen Glauben bekundete, seine Lauterkeit bewahrte und zu einer Stellung erh\u00f6ht wurde, in der er als weiser Verwalter in einer Zeit katastrophenartiger Hungersnot amtete (1. Mose 39:1-3, 7-9; 41:38-41). Erkennen wir nicht eine Parallele zu dem Leben Jesu?<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-top: 5pt; text-indent: 12pt;\"><sup><span style=\"font-family: Arial;\">9<\/span><\/sup><span> <\/span><span style=\"font-family: Arial;\">Jesus mu\u00dfte erst durch Widerw\u00e4rtigkeiten hindurch, um das Brot des Lebens inmitten einer Welt zu werden, die danach lechzt, \u201edie Worte Jehovas zu h\u00f6ren\u201c (Amos 8:11; Hebr\u00e4er 5:8, 9; Johannes 6:35). Sowohl Jakob als auch Pharao erinnern uns, was ihr Verh\u00e4ltnis zu Joseph anbelangt, an Jehova und an das, was er durch seinen Sohn bewirkt (Johannes 3:17, 34; 20:17; R\u00f6mer 8:15, 16; Lukas 4:18). An diesem Drama, das in der Wirklichkeit spielte, waren noch andere beteiligt, und wir werden mit Interesse ihre Rolle untersuchen. Zweifellos wird uns das an unsere eigene Abh\u00e4ngigkeit von dem gr\u00f6\u00dferen Joseph, Christus Jesus, erinnern. Wie dankbar sind wir doch daf\u00fcr, da\u00df er uns vor der todbringenden Hungersnot w\u00e4hrend der schlimmer werdenden \u201eletzten Tage\u201c bewahrt! (2. Timotheus 3:1, 13).<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-top: 5pt; text-align: center;\" align=\"center\"><strong><span style=\"font-family: Arial;\">Das<\/span><\/strong><span style=\"font-family: Arial;\"> <strong>Drama<\/strong> <strong>beginnt<\/strong><\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-top: 5pt; text-indent: 12pt;\"><sup><span style=\"font-family: Arial;\">10<\/span><\/sup><span> <\/span><span style=\"font-family: Arial;\">In den Tagen Josephs h\u00e4tte kein Mensch im voraus wissen k\u00f6nnen, wie Jehova f\u00fcr sein Volk vorgesorgt hatte. Doch als Joseph dazu berufen wurde, seine wichtige Rolle zu erf\u00fcllen, hatte Jehova ihn bereits geschult und vervollkommnet, was seine Bef\u00e4higung betraf. \u00dcber seine Lebensjahre davor hei\u00dft es in dem Bericht: \u201eAls Joseph siebzehn Jahre alt war, h\u00fctete er gerade mit seinen Br\u00fcdern inmitten der Kleinviehherde Schafe, und da er noch ein Knabe war, war er bei den S\u00f6hnen Bilhas und den S\u00f6hnen Silpas, der Frauen seines Vaters. Da brachte Joseph ihrem Vater einen schlechten Bericht \u00fcber sie\u201c (1. Mose 37:2). Er bewies Loyalit\u00e4t gegen\u00fcber den Interessen seines Vaters; ebenso k\u00fcmmerte sich Jesus in unersch\u00fctterlicher Loyalit\u00e4t um die Herde seines Vaters inmitten einer \u201eungl\u00e4ubigen und verdrehten Generation\u201c (Matth\u00e4us 17:17, 22, 23).<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-top: 5pt; text-indent: 12pt;\"><sup><span style=\"font-family: Arial;\">11<\/span><\/sup><span> <\/span><span style=\"font-family: Arial;\">Josephs Vater, Israel, liebte dann Joseph mehr als alle seine Br\u00fcder und beg\u00fcnstigte ihn, indem er f\u00fcr ihn ein langes, gestreiftes hemdartiges Gewand anfertigen lie\u00df. Aus diesem Grunde begannen seine Halbbr\u00fcder, \u201eihn zu hassen, und sie vermochten nicht, friedlich mit ihm zu reden\u201c. Sie fanden noch mehr Grund, ihn zu hassen, als er zwei Tr\u00e4ume hatte, die sie dahin gehend auslegten, da\u00df er \u00fcber sie herrschen w\u00fcrde. Ebenso begannen die F\u00fchrer der Juden, Jesus zu hassen, und zwar wegen seiner Loyalit\u00e4t, seiner \u00fcberzeugenden Lehrkunst und wegen des offenkundigen Segens von seiten Jehovas (1. Mose 37:3-11; Johannes 7:46; 8:40).<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-top: 5pt; text-indent: 12pt;\"><sup><span style=\"font-family: Arial;\">12<\/span><\/sup><span> <\/span><span style=\"font-family: Arial;\">Einmal h\u00fcteten Josephs Br\u00fcder Schafe in der N\u00e4he von Sichem. Josephs Vater war zu Recht besorgt, denn das war die Gegend, wo Sichem Dina gesch\u00e4ndet hatte, woraufhin Simeon und Levi zusammen mit ihren Br\u00fcdern die M\u00e4nner jener Stadt get\u00f6tet hatten. Jakob bat Joseph, hinzugehen und nach ihrem Wohlergehen zu sehen, um ihm Bericht erstatten zu k\u00f6nnen. Trotz der Feindseligkeit seiner Br\u00fcder ihm gegen\u00fcber machte Joseph sich sofort auf den Weg zu ihnen. Auch Jesus nahm freudig Jehovas Zuteilung hier auf der Erde an, obwohl das f\u00fcr ihn viel Leiden w\u00e4hrend der Vervollkommnung als Hauptvermittler der Rettung bedeutete. Welch vorz\u00fcgliches Vorbild Jesus doch durch sein Ausharren f\u00fcr uns alle wurde! (1. Mose 34:25-27; 37:12-17; Hebr\u00e4er 2:10; 12:1, 2).<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-top: 5pt; text-indent: 12pt;\"><sup><span style=\"font-family: Arial;\">13<\/span><\/sup><span> <\/span><span style=\"font-family: Arial;\">Joseph wurde von seinen zehn Halbbr\u00fcdern schon von weitem gesichtet. Sofort wallte ihr Zorn gegen ihn auf, und sie planten, ihn loszuwerden. Zuerst wollten sie ihn t\u00f6ten. Aber Ruben \u2014 getrieben von seiner Verantwortung als Erstgeborener \u2014 setzte durch, da\u00df Joseph in eine ausgetrocknete Wassergrube geworfen wurde, wobei er im Sinn hatte, sp\u00e4ter zur\u00fcckzukehren, um ihn zu befreien. Zwischenzeitlich hatte jedoch Juda seine Br\u00fcder dazu \u00fcberredet, ihn als Sklaven an eine Karawane Ismaeliter zu verkaufen, die sich n\u00e4herte. Daraufhin nahmen die Br\u00fcder Josephs langes Gewand, tauchten es in das Blut eines Ziegenbockes und sandten es ihrem Vater. Als Jakob es untersuchte, rief er aus: \u201eEs ist das lange Gewand meines Sohnes! Ein b\u00f6sartiges wildes Tier mu\u00df ihn gefressen haben! Joseph ist bestimmt zerrissen worden!\u201c Eine solche Trauer mu\u00df auch Jehova empfunden haben, als Jesus bei der Erf\u00fcllung seines Auftrages auf der Erde leiden mu\u00dfte (1. Mose 37:18-35; 1. Johannes 4:9, 10).<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-top: 5pt; text-align: center;\" align=\"center\"><strong><span style=\"font-family: Arial;\">Joseph<\/span><\/strong><span style=\"font-family: Arial;\"> <strong>in<\/strong> <strong>\u00c4gypten<\/strong><\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-top: 5pt; text-indent: 12pt;\"><sup><span style=\"font-family: Arial;\">14<\/span><\/sup><span> <\/span><span style=\"font-family: Arial;\">Wir d\u00fcrfen nicht schlu\u00dffolgern, da\u00df sich die dramatischen Ereignisse in Verbindung mit Joseph in genauer chronologischer Reihenfolge erf\u00fcllen. Vielmehr sehen wir eine Reihe von Vorbildern, die uns heute zur Unterweisung und Ermunterung dienen. Der Apostel Paulus sagte treffend: \u201eAlles, was vorzeiten geschrieben wurde, ist zu unserer Unterweisung geschrieben worden, damit wir durch unser Ausharren und durch den Trost aus den Schriften Hoffnung haben k\u00f6nnen. M\u00f6ge nun der Gott, der Ausharren und Trost verleiht, euch gew\u00e4hren, untereinander die gleiche Gesinnung zu haben, die Christus Jesus hatte, damit ihr einm\u00fctig, mit e i n e m Mund, den Gott und Vater unseres Herrn Jesus Christus verherrlichen k\u00f6nnt\u201c (R\u00f6mer 15:4-6).<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-top: 5pt; text-indent: 12pt;\"><sup><span style=\"font-family: Arial;\">15<\/span><\/sup><span> <\/span><span style=\"font-family: Arial;\">Joseph wurde nach \u00c4gypten gebracht und dort an einen \u00c4gypter namens Potiphar, den Obersten der Leibwache Pharaos, verkauft. Es erwies sich, da\u00df Jehova mit Joseph war, der sich nach wie vor an die hohen Grunds\u00e4tze hielt, die ihm sein Vater eingefl\u00f6\u00dft hatte, obwohl er vom Hause seines Vaters weit entfernt war. Joseph gab die Anbetung Jehovas nicht auf. Potiphar, sein Herr, lernte Josephs au\u00dfergew\u00f6hnliche Eigenschaften sch\u00e4tzen und setzte ihn \u00fcber seine ganze Hausgemeinschaft. Um Josephs willen segnete Jehova das Haus Potiphars (1. Mose 37:36; 39:1-6).<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-top: 5pt; text-indent: 12pt;\"><sup><span style=\"font-family: Arial;\">16<\/span><\/sup><span> <\/span><span style=\"font-family: Arial;\">Sp\u00e4ter versuchte Potiphars Frau, Joseph zu verf\u00fchren. Doch er weigerte sich standhaft. Eines Tages bekam sie sein Gewand zu fassen, aber er floh und lie\u00df es in ihrer Hand zur\u00fcck. Sie beschuldigte ihn vor Potiphar, sich ihr in unsittlicher Absicht gen\u00e4hert zu haben, und Potiphar lie\u00df Joseph ins Gef\u00e4ngnis werfen. Dort wurde er einige Zeit in Eisenfesseln gelegt. Doch trotz der Widerw\u00e4rtigkeiten seiner Haft bewies Joseph weiterhin, da\u00df er ein Mann der Lauterkeit war. Daher setzte ihn der Gef\u00e4ngnisw\u00e4rter \u00fcber alle Gefangenen (1. Mose 39:7-23; Psalm 105:17, 18).<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-top: 5pt; text-indent: 12pt;\"><sup><span style=\"font-family: Arial;\">17<\/span><\/sup><span> <\/span><span style=\"font-family: Arial;\">Einige Zeit danach wurde Pharao zornig auf den Obersten der Mundschenken und auf den Obersten der B\u00e4cker und lie\u00df sie inhaftieren. Joseph wurde beauftragt, ihnen zu dienen. Wieder lenkte Jehova den Lauf der Ereignisse. Die beiden Hofbeamten hatten Tr\u00e4ume, die sie beunruhigten. Nachdem Joseph betont hatte, da\u00df \u2018Deutungen Sache Gottes sind\u2019, sagte er ihnen, was die Tr\u00e4ume bedeuteten. Genau wie Joseph gesagt hatte, wurde der Mundschenk drei Tage sp\u00e4ter, an Pharaos Geburtstag, wieder in sein Amt eingesetzt, aber der Oberste der B\u00e4cker wurde geh\u00e4ngt (1. Mose 40:1-22).<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-top: 5pt; text-indent: 12pt;\"><sup><span style=\"font-family: Arial;\">18<\/span><\/sup><span> <\/span><span style=\"font-family: Arial;\">Obwohl Joseph den Mundschenken gebeten hatte, sich bei Pharao f\u00fcr ihn zu verwenden, vergingen zwei Jahre, bis er sich an Joseph erinnerte. Und das auch nur deshalb, weil Pharao in einer Nacht zweimal beunruhigende Tr\u00e4ume hatte. Als keiner der Magie treibenden Priester des K\u00f6nigs ihre Bedeutung enth\u00fcllen konnte, erz\u00e4hlte der Mundschenk Pharao, da\u00df Joseph Tr\u00e4ume deuten k\u00f6nne. Daher lie\u00df Pharao Joseph holen, der in Demut auf den Urheber wahrer Deutungen hinwies und sagte: \u201eGott wird Pharao Wohlergehen ank\u00fcndigen.\u201c Daraufhin schilderte der Herrscher \u00c4gyptens die Tr\u00e4ume wie folgt:<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin: 5pt 24.1pt 0.0001pt;\"><span style=\"font-family: Arial;\">\u201eDa stand ich am Ufer des Nil. Und siehe, aus dem Nil stiegen sieben K\u00fche herauf, fettfleischig und sch\u00f6n von Gestalt, und sie begannen im Nilgras zu weiden. Und siehe, da waren sieben andere K\u00fche, die nach ihnen heraufstiegen, gering und sehr schlecht von Gestalt und mager an Fleisch. Etwas so Schlechtes wie sie habe ich im ganzen Land \u00c4gypten nicht gesehen. Und die hageren und schlechten K\u00fche begannen die sieben ersten, fetten K\u00fche aufzufressen. So kamen diese in ihren Bauch, und doch konnte man nicht erkennen, da\u00df sie in ihren Bauch gekommen waren, da ihr Aussehen ebenso schlecht war wie zu Beginn. . . .<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin: 5pt 24.1pt 0.0001pt;\"><span style=\"font-family: Arial;\">Danach sah ich in meinem Traum, und siehe, da waren sieben \u00c4hren, die an e i n e m Halm emporkamen, voll und gut. Und siehe, da waren sieben \u00c4hren, verdorrt, d\u00fcnn, vom Ostwind versengt, die nach ihnen emporwuchsen. Und die d\u00fcnnen \u00c4hren begannen die sieben guten \u00c4hren zu verschlingen. So legte ich es den Magie treibenden Priestern dar, doch da war keiner, der mir Bescheid gab\u201c (1. Mose 40:23 bis 41:24).<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-top: 5pt; text-indent: 12pt;\"><sup><span style=\"font-family: Arial;\">19<\/span><\/sup><span> <\/span><span style=\"font-family: Arial;\">Welch eigenartige Tr\u00e4ume! Wer konnte sie wohl erkl\u00e4ren? Joseph, aber er tat es nicht zu seiner eigenen Ehre. Er sagte: \u201eDer Traum Pharaos ist nur e i n e r. . . . Was der wahre Gott tut, hat er Pharao sehen lassen.\u201c Dann offenbarte Joseph die kraftvolle prophetische Botschaft jener Tr\u00e4ume:<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin: 5pt 24.1pt 0.0001pt;\"><span style=\"font-family: Arial;\">\u201eEs kommen sieben Jahre mit gro\u00dfem \u00dcberflu\u00df im ganzen Land \u00c4gypten. Doch sieben Jahre der Hungersnot werden bestimmt danach anheben, und aller \u00dcberflu\u00df im Land \u00c4gypten wird gewi\u00df vergessen sein, und die Hungersnot wird das Land einfach verzehren. . . . Und die Tatsache, da\u00df sich der Traum f\u00fcr Pharao zweimal wiederholt hat, bedeutet, da\u00df die Sache von seiten des wahren Gottes festgesetzt ist, und der wahre Gott eilt, sie zu tun\u201c (1. Mose 41:25-32).<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-top: 5pt; text-indent: 12pt;\"><sup><span style=\"font-family: Arial;\">20<\/span><\/sup><span> <\/span><span style=\"font-family: Arial;\">Was konnte Pharao gegen diese drohende Hungersnot unternehmen? Joseph empfahl, da\u00df Pharao Vorbereitungen treffen solle, indem er einen verst\u00e4ndigen und weisen Mann \u00fcber das Land setze, der den Ernte\u00fcberschu\u00df der guten Jahre einlagern sollte. Mittlerweile hatte Pharao die au\u00dfergew\u00f6hnlichen Eigenschaften Josephs erkannt. Er nahm seinen Siegelring von seiner eigenen Hand ab und tat ihn an die Hand Josephs, wodurch er ihn \u00fcber das ganze Land \u00c4gypten setzte (1. Mose 41:33-46).<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-top: 5pt; text-indent: 12pt;\"><sup><span style=\"font-family: Arial;\">21<\/span><\/sup><span> <\/span><span style=\"font-family: Arial;\">Joseph war drei\u00dfig Jahre alt, als er vor Pharao stand; genauso alt war Jesus Christus, als er getauft wurde und mit seinem lebensrettenden Dienst begann. Der folgende Artikel wird zeigen, wie Joseph von Jehova gebraucht wurde, um Jehovas \u201eHauptvermittler und Retter\u201c in Zeiten geistiger Hungersnot vorzuschatten, und zwar im Hinblick auf unsere heutige Zeit (Apostelgeschichte 3:15; 5:31).<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin: 5pt 0cm 0.0001pt 12pt; text-indent: -12pt;\"><strong><span style=\"font-family: Arial;\">Was<\/span><\/strong><span style=\"font-family: Arial;\"> <strong>antwortest<\/strong> <strong>du?<\/strong><\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin: 5pt 0cm 0.0001pt 12pt; text-indent: -12pt;\"><span style=\"font-family: Arial;\">\u00b7<\/span><span> <\/span><span style=\"font-family: Arial;\">In welcher zweifachen Hinsicht herrscht heute Hungersnot?<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin: 5pt 0cm 0.0001pt 12pt; text-indent: -12pt;\"><span style=\"font-family: Arial;\">\u00b7<\/span><span> <\/span><span style=\"font-family: Arial;\">Welche vorz\u00fcglichen Eigenschaften lie\u00df Joseph erkennen, w\u00e4hrend er bei seinen Halbbr\u00fcdern war?<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin: 5pt 0cm 0.0001pt 12pt; text-indent: -12pt;\"><span style=\"font-family: Arial;\">\u00b7<\/span><span> <\/span><span style=\"font-family: Arial;\">Was k\u00f6nnen wir aus Josephs fr\u00fchen Erfahrungen in \u00c4gypten lernen?<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin: 5pt 0cm 0.0001pt 12pt; text-indent: -12pt;\"><span style=\"font-family: Arial;\">\u00b7<\/span><span> <\/span><span style=\"font-family: Arial;\">Welche Gewi\u00dfheit haben wir aufgrund der F\u00fcrsorge Jehovas f\u00fcr Joseph und die vom Hunger bedrohten Menschen?<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-top: 5pt; text-indent: 12pt;\"><span style=\"font-family: Arial;\"><!--[if !supportEmptyParas]--> <!--[endif]--><\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><strong><span style=\"font-family: Arial;\">***<\/span><\/strong><span style=\"font-family: Arial;\"> <strong>w87<\/strong> <strong>1.<\/strong> <strong>5.<\/strong> <strong>S.<\/strong> <strong>15-20<\/strong> <strong>Leben<\/strong> <strong>retten<\/strong> <strong>in<\/strong> <strong>einer<\/strong> <strong>Zeit<\/strong> <strong>des<\/strong> <strong>Hungers<\/strong> <strong>***<\/strong><\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: center;\" align=\"center\"><strong><span style=\"font-family: Arial;\">Leben<\/span><\/strong><span style=\"font-family: Arial;\"> <strong>retten<\/strong> <strong>in<\/strong> <strong>einer<\/strong> <strong>Zeit<\/strong> <strong>des<\/strong> <strong>Hungers<\/strong><\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-top: 10pt; text-indent: 12pt;\"><span style=\"font-family: Arial;\">SOGLEICH nach seiner Ernennung zum Nahrungsmittelverwalter durchzog Joseph das Land \u00c4gypten. Bis zum Beginn der Jahre des \u00dcberflusses hatte er alles gut organisiert. Jetzt brachte das Land reiche Ertr\u00e4ge \u2014 \u201eh\u00e4ndevoll\u201c. Joseph sammelte st\u00e4ndig die Nahrungsmittel von dem Feld, das rings um eine jede Stadt war, und lagerte sie in der betreffenden Stadt. Er \u201efuhr fort, Getreide in sehr gro\u00dfer Menge aufzuh\u00e4ufen, wie Sand am Meer, bis man es schlie\u00dflich aufgab, es zu z\u00e4hlen, denn es war ohne Zahl\u201c (1. Mose 41:46-49).<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-top: 5pt; text-indent: 12pt;\"><sup><span style=\"font-family: Arial;\">2<\/span><\/sup><span> <\/span><span style=\"font-family: Arial;\">Die sieben Jahre des \u00dcberflusses gingen zu Ende, und die Hungersnot fing an, wie Jehova vorhergesagt hatte \u2014 eine Hungersnot, die nicht nur in \u00c4gypten herrschte, sondern \u201eauf der ganzen Oberfl\u00e4che der Erde\u201c. Als die hungernde Bev\u00f6lkerung \u00c4gyptens zu Pharao um Brot zu schreien begann, sagte dieser: \u201eGeht zu Joseph. Was immer er euch sagt, m\u00fc\u00dft ihr tun.\u201c Joseph verkaufte den \u00c4gyptern Getreide, bis ihnen das Geld ausging. Dann nahm er ihren Viehbestand in Zahlung. Schlie\u00dflich kam das Volk zu Joseph und sagte: \u201eKauf uns und unser Land um Brot, so wollen wir samt unserem Land Pharao zu Sklaven werden.\u201c So kaufte Joseph alles Land der \u00c4gypter f\u00fcr Pharao (1. Mose 41:53-57; 47:13-20).<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-top: 5pt; text-align: center;\" align=\"center\"><strong><span style=\"font-family: Arial;\">Vorkehrung<\/span><\/strong><span style=\"font-family: Arial;\"> <strong>f\u00fcr<\/strong> <strong>die<\/strong> <strong>geistige<\/strong> <strong>Ern\u00e4hrung<\/strong><\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-top: 5pt; text-indent: 12pt;\"><sup><span style=\"font-family: Arial;\">3<\/span><\/sup><span> <\/span><span style=\"font-family: Arial;\">F\u00fcr die \u00c4gypter bedeutete das Getreide, das Joseph verteilte, Leben. Genauso lebenswichtig ist wahre geistige Speise zur St\u00e4rkung von Christen, die sich durch Jesus Christus, den gr\u00f6\u00dferen Joseph, Jehova hingegeben haben und seine Sklaven geworden sind. Jesus sagte w\u00e4hrend seines irdischen Dienstes voraus, da\u00df seine gesalbten Fu\u00dfstapfennachfolger die Verantwortung f\u00fcr die Verteilung dieser Nahrungsvorr\u00e4te tragen w\u00fcrden. Er warf die Frage auf: \u201eWer ist in Wirklichkeit der treue und verst\u00e4ndige Sklave, den sein Herr \u00fcber seine Hausknechte gesetzt hat, um ihnen ihre Speise zur rechten Zeit zu geben? Gl\u00fccklich ist jener Sklave, wenn ihn sein Herr bei seiner Ankunft so tuend findet\u201c (Matth\u00e4us 24:45, 46).<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-top: 5pt; text-indent: 12pt;\"><sup><span style=\"font-family: Arial;\">4<\/span><\/sup><span> <\/span><span style=\"font-family: Arial;\">Der treue \u00dcberrest dieser Klasse des \u201everst\u00e4ndigen Sklaven\u201c unternimmt alles, was im Einklang mit der Heiligen Schrift ist, um daf\u00fcr zu sorgen, da\u00df sowohl Jehovas getaufte Zeugen als auch interessierte Au\u00dfenstehende lebensrettende geistige Speise erhalten. Der \u201eSklave\u201c betrachtet diese Verantwortung als eine heilige Pflicht und hat sie als einen heiligen Dienst f\u00fcr Jehova \u00fcbernommen. Au\u00dferdem hat er Versammlungen organisiert und versorgt sie mit biblischer Literatur in solch einer Menge, da\u00df sie \u00fcber gen\u00fcgend K\u00f6nigreichs\u201esamen\u201c verf\u00fcgen, um ihn auf dem ihnen zugeteilten Feld in der \u00d6ffentlichkeit auszustreuen. Das entspricht dem, was Joseph seinerzeit unternahm, indem er die Bev\u00f6lkerung in St\u00e4dte versetzte und sie mit Getreide versorgte, und zwar nicht nur f\u00fcr den Lebensunterhalt, sondern auch zum Auss\u00e4en im Hinblick auf eine sp\u00e4tere Ernte (1. Mose 47:21-25; Markus 4:14, 20; Matth\u00e4us 28:19, 20).<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-top: 5pt; text-indent: 12pt;\"><sup><span style=\"font-family: Arial;\">5<\/span><\/sup><span> <\/span><span style=\"font-family: Arial;\">Selbst wenn das Predigtwerk in der \u00d6ffentlichkeit verboten ist und Jehovas Zeugen verfolgt werden, betrachtet der \u2018treue Sklave\u2019 die Versorgung mit geistiger Nahrung als eine heilige Verantwortung (Apostelgeschichte 5:29, 41, 42; 14:19-22). Bei Katastrophen wie St\u00fcrmen, \u00dcberschwemmungen und Erdbeben sorgt der \u201eSklave\u201c daf\u00fcr, da\u00df sowohl die physischen als auch die geistigen Bed\u00fcrfnisse des Haushalts Gottes befriedigt werden. Selbst Zeugen, die sich in Konzentrationslagern befanden, wurden regelm\u00e4\u00dfig mit Druckschriften versorgt. Auch Landesgrenzen k\u00f6nnen nicht verhindern, da\u00df diejenigen geistige Nahrung erhalten, die sie ben\u00f6tigen. Es erfordert Mut, Glauben an Jehova und h\u00e4ufig auch betr\u00e4chtliche Findigkeit, die Versorgung nicht abrei\u00dfen zu lassen. Allein im Jahre 1986 stellte der \u201eSklave\u201c einen \u201e\u00dcberflu\u00df\u201c von 43 958 303 Bibeln und gebundenen B\u00fcchern her sowie 550 216 455 Zeitschriften \u2014 tats\u00e4chlich \u2018eine sehr gro\u00dfe Menge, wie Sand am Meer\u2019!<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-top: 5pt; text-align: center;\" align=\"center\"><strong><span style=\"font-family: Arial;\">Vergeltung,<\/span><\/strong><span style=\"font-family: Arial;\"> <strong>Strafe<\/strong> <strong>oder<\/strong> <strong>Barmherzigkeit?<\/strong><\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-top: 5pt; text-indent: 12pt;\"><sup><span style=\"font-family: Arial;\">6<\/span><\/sup><span> <\/span><span style=\"font-family: Arial;\">Die Hungersnot griff schlie\u00dflich auch auf das Land Kanaan \u00fcber. Jakob sandte die zehn Halbbr\u00fcder Josephs nach \u00c4gypten, um Getreide zu kaufen. Aber Benjamin, den einzigen Vollbruder Josephs, sandte er nicht mit, denn er bef\u00fcrchtete, wie er sagte, da\u00df \u201eihm sonst ein t\u00f6dlicher Unfall zusto\u00dfen\u201c k\u00f6nnte. Da Joseph f\u00fcr den Verkauf des Getreides zust\u00e4ndig war, kamen seine Br\u00fcder zu ihm und warfen sich vor ihm nieder. Sie erkannten ihren Bruder nicht, aber er wu\u00dfte, wer sie waren (1. Mose 42:1-7).<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-top: 5pt; text-indent: 12pt;\"><sup><span style=\"font-family: Arial;\">7<\/span><\/sup><span> <\/span><span style=\"font-family: Arial;\">Joseph erinnerte sich jetzt an das, was er \u00fcber sie getr\u00e4umt hatte. Doch was sollte er tun? Sollte er ihnen vergelten? Sollte er ihnen angesichts ihrer gro\u00dfen Not die Behandlung, die er durch sie erfahren hatte, vergeben? Wie verhielt es sich mit dem qu\u00e4lenden Schmerz, den sie seinem Vater zugef\u00fcgt hatten? Sollte er vergessen sein? Wie dachten seine Br\u00fcder jetzt \u00fcber das gro\u00dfe Unrecht, das sie begangen hatten? Joseph wurde in dieser Sache ebenfalls auf die Probe gestellt. W\u00fcrde seine Handlungsweise der Einstellung entsprechen, die der gr\u00f6\u00dfere Joseph, Jesus Christus, sp\u00e4ter bekunden w\u00fcrde? Wie sich dessen Einstellung \u00e4u\u00dferte, wird in 1. Petrus 2:22, 23 wie folgt beschrieben: \u201eEr beging keine S\u00fcnde, noch wurde Trug in seinem Mund gefunden. Als er beschimpft wurde, gab er nicht schimpfend zur\u00fcck. Als er litt, begann er nicht zu drohen, sondern \u00fcbergab sich weiterhin dem, der gerecht richtet.\u201c<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-top: 5pt; text-indent: 12pt;\"><sup><span style=\"font-family: Arial;\">8<\/span><\/sup><span> <\/span><span style=\"font-family: Arial;\">Da Joseph im Ablauf der Ereignisse die Hand Gottes erkennen konnte, beachtete er gewissenhaft Gottes Gesetze und Grunds\u00e4tze. Jesus war gleichfalls stets darauf bedacht, \u2018den Willen seines Vaters zu tun\u2019, w\u00e4hrend er \u2018jedem, der Glauben an ihn aus\u00fcbte\u2019, ewiges Leben in Aussicht stellte (Johannes 6:37-40). Auch seine gesalbten J\u00fcnger kommen als \u201eGesandte an Christi Statt\u201c ihrer heiligen Verantwortung nach, \u201edem Volk alle Worte \u00fcber dieses Leben zu sagen\u201c (2. Korinther 5:20; Apostelgeschichte 5:20).<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-top: 5pt; text-indent: 12pt;\"><sup><span style=\"font-family: Arial;\">9<\/span><\/sup><span> <\/span><span style=\"font-family: Arial;\">Joseph gab sich seinen Br\u00fcdern nicht sogleich zu erkennen. Statt dessen redete er zu ihnen durch einen Dolmetscher auf harte Weise, indem er sagte: \u201eIhr seid Spione!\u201c Da sie von einem j\u00fcngeren Bruder gesprochen hatten, verlangte er von ihnen, die Wahrhaftigkeit ihrer Worte dadurch zu beweisen, da\u00df sie diesen Bruder mit nach \u00c4gypten brachten. Joseph h\u00f6rte, wie sie reuevoll zueinander sagten, diese Wende der Ereignisse m\u00fcsse eine Vergeltung daf\u00fcr sein, da\u00df sie ihn, Joseph, in die Sklaverei verkauft h\u00e4tten. Joseph wandte sich ab und weinte. Dennoch lie\u00df er Simeon binden, damit er so lange als Geisel dabliebe, bis sie mit Benjamin wiederk\u00e4men (1. Mose 42:9-24).<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-top: 5pt; text-indent: 12pt;\"><sup><span style=\"font-family: Arial;\">10<\/span><\/sup><span> <\/span><span style=\"font-family: Arial;\">Joseph \u00fcbte keine Vergeltung f\u00fcr das ihm zugef\u00fcgte Unrecht. Er wollte feststellen, ob ihre Reue echt war und von Herzen kam, so da\u00df er ihnen Barmherzigkeit erweisen k\u00f6nnte (Maleachi 3:7; Jakobus 4:8). Voller Mitgef\u00fchl, vergleichbar mit dem Mitgef\u00fchl Jesu, lie\u00df Joseph nicht nur ihre S\u00e4cke mit Getreide f\u00fcllen, sondern gab ihnen auch ihr Geld zur\u00fcck, einem jeden in die \u00d6ffnung seines Sackes. Au\u00dferdem versorgte er sie mit Reiseproviant (1. Mose 42:25-35; vergleiche Matth\u00e4us 11:28-30).<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-top: 5pt; text-indent: 12pt;\"><sup><span style=\"font-family: Arial;\">11<\/span><\/sup><span> <\/span><span style=\"font-family: Arial;\">Schlie\u00dflich hatten sie alles aufgegessen, was sie gekauft hatten. Jakob bat die neun S\u00f6hne, nach \u00c4gypten zur\u00fcckzukehren und wieder Nahrung zu kaufen. Zuvor hatte er in bezug auf Benjamin gesagt: \u201eMein Sohn wird nicht mit euch hinabziehen, denn sein Bruder ist tot, und er ist allein \u00fcbriggeblieben. Sollte ihm auf dem Weg, auf dem ihr gehen werdet, ein t\u00f6dlicher Unfall zusto\u00dfen, dann w\u00fcrdet ihr bestimmt mein graues Haar mit Kummer in den Scheol hinabbringen.\u201c Doch nach vielen \u00dcberredungsversuchen und nachdem sich Juda pers\u00f6nlich f\u00fcr Benjamin verantwortlich erkl\u00e4rt hatte, willigte er z\u00f6gernd ein, da\u00df sie den Knaben mitnahmen (1. Mose 42:36 bis 43:14).<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-top: 5pt; text-indent: 12pt;\"><sup><span style=\"font-family: Arial;\">12<\/span><\/sup><span> <\/span><span style=\"font-family: Arial;\">Als Joseph sah, da\u00df Benjamin mit den Br\u00fcdern gekommen war, lud er sie in sein Haus ein, wo er ein Festessen auftragen lie\u00df. Er sorgte daf\u00fcr, da\u00df Benjamins Portion f\u00fcnfmal so gro\u00df war wie die der anderen. Dann stellte er seine Br\u00fcder auf eine abschlie\u00dfende Probe. Er gab wieder jedem sein Geld in seinen Sack zur\u00fcck und lie\u00df seinen Silberbecher in die \u00d6ffnung des Sackes Benjamins legen. Nach ihrer Abreise schickte er den Mann, der \u00fcber sein Haus gesetzt war, hinter ihnen her, lie\u00df sie des Diebstahls bezichtigen und ihre S\u00e4cke durchsuchen. Als der Becher im Sack Benjamins gefunden wurde, zerrissen die Br\u00fcder ihre \u00dcberw\u00fcrfe. Dann brachte man sie alle zur\u00fcck und f\u00fchrte sie Joseph vor. Mit bewegten Worten bat Juda um Barmherzigkeit und machte das Angebot, an Benjamins Stelle ein Sklave zu werden, damit der Knabe zu seinem Vater zur\u00fcckkehren k\u00f6nne (1. Mose 43:15 bis 44:34).<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-top: 5pt; text-indent: 12pt;\"><sup><span style=\"font-family: Arial;\">13<\/span><\/sup><span> <\/span><span style=\"font-family: Arial;\">Joseph war nun davon \u00fcberzeugt, da\u00df sich seine Br\u00fcder im Herzen ge\u00e4ndert hatten, und konnte seine Gef\u00fchle nicht mehr l\u00e4nger verbergen. Nachdem er alle anderen hinausgeschickt hatte, sagte er: \u201eIch bin Joseph, euer Bruder, den ihr nach \u00c4gypten verkauft habt. Jetzt aber gr\u00e4mt euch nicht, und seid nicht zornig auf euch, weil ihr mich hierher verkauft habt; denn zur Lebenserhaltung hat Gott mich vor euch hergesandt . . ., um f\u00fcr euch einen \u00dcberrest auf die Erde zu setzen und euch durch ein gro\u00dfes Entrinnen am Leben zu erhalten.\u201c Dann forderte er seine Br\u00fcder auf: \u201eZieht eilends zu meinem Vater hinauf, und ihr sollt zu ihm sagen: \u201a. . . Komm zu mir herab. Zaudere nicht. Und du sollst im Land Gosen wohnen . . . Und ich will dich dort mit Nahrung versorgen, denn es sind noch f\u00fcnf Jahre Hungersnot, damit du nicht verarmst mit deinem Hause und allem, was du hast\u2018 \u201c (1. Mose 45:4-15).<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-top: 5pt; text-indent: 12pt;\"><sup><span style=\"font-family: Arial;\">14<\/span><\/sup><span> <\/span><span style=\"font-family: Arial;\">Nachdem Pharao die Nachricht \u00fcber Josephs Br\u00fcder geh\u00f6rt hatte, wies er Joseph an, seinen Vater und dessen ganze Familie mit \u00e4gyptischen Wagen nach \u00c4gypten holen zu lassen, denn sie sollten den allerbesten Landesteil haben. Als Jakob alles h\u00f6rte, was geschehen war, lebte sein Geist auf, und er rief aus: \u201eEs ist genug! Joseph, mein Sohn, ist noch am Leben! Oh, la\u00dft mich gehen und ihn sehen, ehe ich sterbe!\u201c (1. Mose 45:16-28).<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-top: 5pt; text-align: center;\" align=\"center\"><strong><span style=\"font-family: Arial;\">Jede<\/span><\/strong><span style=\"font-family: Arial;\"> <strong>Menge<\/strong> <strong>geistige<\/strong> <strong>Nahrung<\/strong><\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-top: 5pt; text-indent: 12pt;\"><sup><span style=\"font-family: Arial;\">15<\/span><\/sup><span> <\/span><span style=\"font-family: Arial;\">Was bedeutet das alles f\u00fcr uns heute? Da wir uns st\u00e4ndig unserer geistigen Bed\u00fcrfnisse bewu\u00dft sind, wenden wir uns an denjenigen, der viel gr\u00f6\u00dfer ist als der freundliche Pharao zur Zeit Josephs, n\u00e4mlich an den Souver\u00e4nen Herrn Jehova. Er sorgt in den heutigen d\u00fcsteren Tagen einer Welt, die in bezug auf die biblische Wahrheit Hunger leidet, nicht nur f\u00fcr Nahrung, sondern auch f\u00fcr F\u00fchrung und Leitung. Wir strengen uns im Interesse seines K\u00f6nigreiches an und bringen sozusagen unseren ganzen Zehnten in sein Vorratshaus. Wie gro\u00dfz\u00fcgig er doch die \u201eSchleusen der Himmel\u201c ge\u00f6ffnet hat und Segen ausgie\u00dft, \u201ebis kein Bedarf mehr ist\u201c! (Maleachi 3:10).<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-top: 5pt; text-indent: 12pt;\"><sup><span style=\"font-family: Arial;\">16<\/span><\/sup><span> <\/span><span style=\"font-family: Arial;\">Zur Rechten Jehovas befindet sich sein Nahrungsmittelverwalter, der verherrlichte Jesus, der auf den Thron erhobene K\u00f6nig (Apostelgeschichte 2:34-36). Damals mu\u00dften sich die Menschen als Sklaven verkaufen, wollten sie am Leben bleiben, und heute m\u00fcssen alle, die den Wunsch haben zu leben, zu Jesus kommen, seine J\u00fcnger werden und sich Gott hingeben (Lukas 9:23, 24). Wie Jakob seine S\u00f6hne anwies, zu Joseph zu gehen, um Nahrung zu beschaffen, so leitet Jehova reum\u00fctige Menschen zu seinem geliebten Sohn, Jesus Christus (Johannes 6:44, 48-51). Jesus versammelt seine Nachfolger in mit St\u00e4dten vergleichbare Versammlungen \u2014 heute weltweit \u00fcber 52 000 an der Zahl \u2014, wo sie mit einer F\u00fclle geistiger Nahrung gespeist werden und noch zus\u00e4tzliches \u201eGetreide\u201c als \u201eSaatkorn\u201c f\u00fcr das Feld erhalten (1. Mose 47:23, 24; Matth\u00e4us 13:4-9, 18-23). Diese Zeugen Jehovas sind willige Arbeiter. Immer mehr von ihnen stellen sich freiwillig f\u00fcr den Vollzeitdienst als Pioniere zur Verf\u00fcgung; in einem einzigen Monat des vergangenen Jahres beteiligten sich 595 896 \u2014 eine H\u00f6chstzahl \u2014 an diesem bevorrechtigten Werk. Das ergibt einen Durchschnitt von mehr als 11 Pionieren pro Versammlung.<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-top: 5pt; text-indent: 12pt;\"><sup><span style=\"font-family: Arial;\">17<\/span><\/sup><span> <\/span><span style=\"font-family: Arial;\">Bedeutsamerweise wurden alle zehn Halbbr\u00fcder Josephs, die nun ihre fr\u00fchere Einstellung und Handlungsweise bereuten, mit ihm in \u00c4gypten vereint. Zusammen mit Sodom versinnbildlicht \u00c4gypten die Welt, in der Jesus an den Pfahl gebracht wurde (Offenbarung 11:8). Das erinnert uns an die Prophezeiung aus Sacharja 8:20-23, die in der Beschreibung von \u201ezehn M\u00e4nnern\u201c gipfelt, welche sagen: \u201eWir wollen mit euch gehen\u201c, das hei\u00dft mit dem gesalbten Volk Jehovas, von dem noch ein \u00dcberrest auf der Erde dient.<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-top: 5pt; text-indent: 12pt;\"><sup><span style=\"font-family: Arial;\">18<\/span><\/sup><span> <\/span><span style=\"font-family: Arial;\">Was ist aber zu Benjamin, Josephs einzigem Vollbruder, zu sagen, dessen schwere Geburt das Leben Rahels, der geliebten Frau Jakobs, gekostet hatte? Benjamin wurde von Joseph besonders beg\u00fcnstigt. Da beide die gleiche Mutter hatten, war die Bindung zwischen Joseph und Benjamin st\u00e4rker als die Bindung zwischen Joseph und den anderen Br\u00fcdern. Darauf war es h\u00f6chstwahrscheinlich zur\u00fcckzuf\u00fchren, da\u00df Benjamin die f\u00fcnffache Portion erhielt, als alle 12 Br\u00fcder bei dem Festessen im Hause Josephs wieder vereint waren. Stellt nicht Benjamin sehr gut den \u00dcberrest der gesalbten Zeugen in der heutigen Zeit dar, von denen die meisten, die noch am Leben sind, von 1919 an auf der Seite des Herrn versammelt worden sind? Diese \u201eBenjamin\u201c-Klasse hat wirklich eine besondere \u201ePortion\u201c von Jehova empfangen, wovon sein \u2018Geist mit ihrem Geist zeugt\u2019 (R\u00f6mer 8:16). Die Glieder dieser Klasse sind auch in bezug auf ihre Lauterkeit erprobt worden, w\u00e4hrend ihnen die \u201eSchafe\u201c des Herrn bestimmte Dienste geleistet haben (Matth\u00e4us 25:34-40).<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-top: 5pt; text-indent: 12pt;\"><sup><span style=\"font-family: Arial;\">19<\/span><\/sup><span> <\/span><span style=\"font-family: Arial;\">Als Pharao daf\u00fcr sorgte, da\u00df Jakob und seine Hausgemeinschaften nach \u00c4gypten gebracht wurden, belief sich die Zahl der m\u00e4nnlichen \u201eSeelen\u201c interessanterweise auf 70 \u2014 ein Vielfaches sowohl von 7 als auch von 10. Diese beiden Zahlen werden in der Heiligen Schrift sinnbildlich gebraucht, und zwar \u201e7\u201c f\u00fcr himmlische und \u201e10\u201c f\u00fcr irdische Vollst\u00e4ndigkeit (Offenbarung 1:4, 12, 16; 2:10; 17:12). Dieses Geschehen findet eine Parallele in der heutigen Zeit, wo wir damit rechnen d\u00fcrfen, da\u00df Jehova jedes einzelne Glied seiner Familie von Zeugen in sein \u201eLand\u201c bringt \u2014 in das geistige Paradies, dessen wir uns jetzt erfreuen. (Vergleiche Epheser 1:10.) \u201eJehova kennt die, die ihm geh\u00f6ren\u201c, und l\u00e4\u00dft sie schon jetzt im \u201eallerbesten Landesteil\u201c wohnen, der dem Land Gosen im damaligen Herrschaftsgebiet Pharaos entspricht (1. Mose 47:5, 6; 2. Timotheus 2:19).<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-top: 5pt; text-indent: 12pt;\"><sup><span style=\"font-family: Arial;\">20<\/span><\/sup><span> <\/span><span style=\"font-family: Arial;\">In den Tagen Josephs folgten die Jahre des Hungers auf die Jahre des \u00dcberflusses. Heute laufen sie parallel. Im Gegensatz zu der geistigen Hungersnot, die au\u00dferhalb des Landes der Gunst Jehovas herrscht, gibt es an der St\u00e4tte der Anbetung Jehovas \u00dcberflu\u00df an geistiger Nahrung (Jesaja 25:6-9; Offenbarung 7:16, 17). Ja, w\u00e4hrend die Christenheit, wie von Amos vorhergesagt, von einem Hunger heimgesucht wird, die Worte Jehovas zu h\u00f6ren, geht von dem himmlischen Jerusalem das Wort Jehovas aus. Wie sehr wir uns doch dar\u00fcber freuen! (Amos 8:11; Jesaja 2:2, 3; 65:17, 18).<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-top: 5pt; text-indent: 12pt;\"><sup><span style=\"font-family: Arial;\">21<\/span><\/sup><span> <\/span><span style=\"font-family: Arial;\">Unter der Leitung des gr\u00f6\u00dferen Joseph, Jesus Christus, haben wir heute das gro\u00dfe Vorrecht, in mit St\u00e4dten vergleichbare Versammlungen zusammengebracht worden zu sein. Dort k\u00f6nnen wir uns an einem \u00dcberflu\u00df an reichhaltiger geistiger Nahrung g\u00fctlich tun und auch Samen der Wahrheit auss\u00e4en und die gute Botschaft, da\u00df geistige Nahrung erh\u00e4ltlich ist, verbreiten. Das tun wir zum Nutzen all derer, die die von Jehova, dem souver\u00e4nen Herrscher, festgelegten Bedingungen erf\u00fcllen und die von ihm in liebevoller Weise getroffenen Vorkehrungen akzeptieren. Wie dankbar k\u00f6nnen wir doch unserem Gott f\u00fcr die Gabe seines Sohnes, des gr\u00f6\u00dferen Joseph, sein, der als der weise Verwalter geistiger Nahrung dient! Er ist von Jehova bevollm\u00e4chtigt worden, in der heutigen Zeit des geistigen Hungers als Lebensretter zu handeln. M\u00f6ge jeder von uns gem\u00e4\u00df seinem Beispiel und unter seiner F\u00fchrung Gott mit Eifer heiligen Dienst darbringen!<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin: 5pt 0cm 0.0001pt 12pt; text-indent: -12pt;\"><strong><span style=\"font-family: Arial;\">Erkennst<\/span><\/strong><span style=\"font-family: Arial;\"> <strong>du<\/strong> <strong>die<\/strong> <strong>Parallele?<\/strong><\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin: 5pt 0cm 0.0001pt 12pt; text-indent: -12pt;\"><span style=\"font-family: Arial;\">\u00b7<\/span><span> <\/span><span style=\"font-family: Arial;\">Inwiefern gleicht Joseph als Nahrungsmittelverwalter Jesus?<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin: 5pt 0cm 0.0001pt 12pt; text-indent: -12pt;\"><span style=\"font-family: Arial;\">\u00b7<\/span><span> <\/span><span style=\"font-family: Arial;\">Welches im Joseph-Drama geschilderte Verhalten ist damit zu vergleichen, da\u00df man durch die Hingabe ein Sklave Gottes wird?<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin: 5pt 0cm 0.0001pt 12pt; text-indent: -12pt;\"><span style=\"font-family: Arial;\">\u00b7<\/span><span> <\/span><span style=\"font-family: Arial;\">Welche Eigenschaft bekundeten Joseph und Jesus als ein Beispiel f\u00fcr uns?<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin: 5pt 0cm 0.0001pt 12pt; text-indent: -12pt;\"><span style=\"font-family: Arial;\">\u00b7<\/span><span> <\/span><span style=\"font-family: Arial;\">Welche beispielhafte Einrichtung f\u00fcr die Nahrungsverteilung besteht wie zur Zeit Josephs auch heute?<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin: 5pt 0cm 0.0001pt 12pt; text-indent: -12pt;\"><span style=\"font-family: Arial;\">\u00b7<\/span><span> <\/span><span style=\"font-family: Arial;\">Wozu sollte uns die Betrachtung dieses Dramas dr\u00e4ngen?<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><!--[if !supportEmptyParas]--> <!--[endif]--><\/p>\n<p>weiter in der Bibel mit <a href=\"http:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/?p=124\">Hiob 1 &#8211; 4<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>*** w87 1. 5. S. 10-14 Todbringende Hungersnot in einer Zeit der F\u00fclle *** Todbringende Hungersnot in einer Zeit der F\u00fclle \u201eMeine eigenen Knechte werden essen, ihr selbst aber werdet hungern\u201c (JESAJA 65:13). DAS Gespenst der Hungersnot schwebt \u00fcber der ganzen Welt. 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