
{"id":1101,"date":"2009-08-21T00:01:37","date_gmt":"2009-08-20T23:01:37","guid":{"rendered":"http:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/?p=1101"},"modified":"2009-08-14T18:56:18","modified_gmt":"2009-08-14T17:56:18","slug":"klagelieder","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/?p=1101","title":{"rendered":"Klagelieder"},"content":{"rendered":"<p>KLAGELIEDER<br \/>\n\u05d0 (\u2019\u00c1leph)<\/p>\n<h3>Kapitel 1<\/h3>\n<p>1 O wie ist es gekommen, da\u00df sie einsam sitzt, die Stadt, die an Volk so zahlreich war!<br \/>\nWie ist sie einer Witwe gleich geworden, sie, die volkreich war unter den Nationen!<br \/>\nWie ist sie, die eine F\u00fcrstin war inmitten der Gerichtsbezirke, zwangsarbeitspflichtig geworden!<br \/>\n\u05d1 (B\u0113th)<br \/>\n\u00a02\u00a0Heftig weint sie w\u00e4hrend der Nacht, und ihre Tr\u00e4nen sind auf ihren Wangen.<br \/>\nSie hat unter all ihren Liebhabern keinen, der sie tr\u00f6stet.<br \/>\nSogar all ihre eigenen Gef\u00e4hrten haben treulos an ihr gehandelt. Sie sind ihr zu Feinden geworden.<br \/>\n\u05d2 (G\u00edmel)<br \/>\n\u00a03\u00a0Juda ist ins Exil gegangen wegen der Tr\u00fcbsal und wegen der Menge der Knechtschaft.<br \/>\nSie selbst hat unter den Nationen wohnen m\u00fcssen. Keinen Ruheort hat sie gefunden.<br \/>\nAlle ihre Verfolger haben sie unter bedr\u00e4ngnisvollen Umst\u00e4nden eingeholt.<br \/>\n\u05d3 (D\u00e1leth)<br \/>\n\u00a04\u00a0Die Wege Zions trauern, weil niemand da ist, der zum Fest kommt.<br \/>\nAll ihre Tore sind ver\u00f6det; ihre Priester seufzen.<br \/>\nIhre Jungfrauen sind bek\u00fcmmert, und ihr selbst ist bitter [zumute].<br \/>\n\u05d4 (He\u2019)<br \/>\n\u00a05\u00a0Ihre Widersacher sind zum Haupt geworden. Die, die ihre Feinde sind, sind unbesorgt.<br \/>\nWeil Jehova selbst sie in Kummer gebracht hat wegen der Menge ihrer \u00dcbertretungen,<br \/>\nSind ihre eigenen Kinder gefangen vor dem Widersacher hergegangen.<br \/>\n\u05d5 (Waw)<br \/>\n\u00a06\u00a0Und von der Tochter Zion zieht all ihre Pracht aus.<br \/>\nIhre F\u00fcrsten haben sich wie Hirsche erwiesen, die keine Weide gefunden haben;<br \/>\nUnd st\u00e4ndig wandern sie kraftlos vor dem Verfolger her.<br \/>\n\u05d6 (S\u00e1jin)<br \/>\n\u00a07\u00a0Jerusalem hat [in] den Tagen ihrer Tr\u00fcbsal und ihres heimatlosen Volkes<br \/>\nAll ihrer begehrenswerten Dinge gedacht, die von [den] Tagen der Vorzeit an waren.<br \/>\nAls ihr Volk in die Hand des Widersachers fiel und sie keinen Helfer hatte,<br \/>\nSahen sie die Widersacher. Sie lachten \u00fcber ihren Zusammenbruch.<br \/>\n\u05d7 (Ch\u0113th)<br \/>\n\u00a08\u00a0Jerusalem hat offenkundige S\u00fcnde begangen. Darum ist sie zum blo\u00dfen Abscheu geworden.<br \/>\nAlle, die sie ehrten, haben sie geringsch\u00e4tzig behandelt, denn sie haben ihre Bl\u00f6\u00dfe gesehen.<br \/>\nSie selbst seufzt auch und wendet den R\u00fccken.<br \/>\n\u05d8 (T\u0113th)<br \/>\n\u00a09\u00a0Ihre Unreinheit ist an ihren Rocks\u00e4umen. Sie gedachte nicht ihrer Zukunft,<br \/>\nUnd hinab geht sie auf wunderliche Weise. Keinen Tr\u00f6ster hat sie.<br \/>\nO Jehova, sieh meine Tr\u00fcbsal, denn der Feind hat gro\u00dfgetan.<br \/>\n\u05d9 (J\u014ddh)<br \/>\n10\u00a0Seine Hand hat der Widersacher gegen all ihre begehrenswerten Dinge ausgebreitet.<br \/>\nDenn sie hat Nationen gesehen, die in ihr Heiligtum gekommen sind,<br \/>\nDenen du gebotest, nicht in die Versammlung zu kommen, die dir geh\u00f6rt.<br \/>\n\u05db (Kaph)<br \/>\n11\u00a0All ihr Volk seufzt; sie suchen nach Brot.<br \/>\nSie haben ihre begehrenswerten Dinge f\u00fcr etwas zum Essen gegeben, um die Seele zu erquicken.<br \/>\nSieh, o Jehova, und schau doch, denn ich bin wie eine Wertlose geworden.<br \/>\n\u05dc (L\u00e1medh)<br \/>\n12\u00a0Ist es nichts f\u00fcr euch alle, die ihr des Weges dahinzieht? Schaut und seht.<br \/>\nGibt es irgendeinen Schmerz gleich meinem Schmerz, der mir angetan worden ist,<br \/>\nMit dem Jehova Kummer verursacht hat am Tag seiner Zornglut?<br \/>\n\u05de (Mem)<br \/>\n13\u00a0Aus der H\u00f6he hat er Feuer in meine Gebeine gesandt, und er unterwirft alle.<br \/>\nEr hat ein Netz f\u00fcr meine F\u00fc\u00dfe ausgebreitet. Er hat mich r\u00fcckw\u00e4rts gewandt.<br \/>\nEr hat mich zu einer Ver\u00f6deten gemacht. Den ganzen Tag bin ich krank.<br \/>\n\u05e0 (Nun)<br \/>\n14\u00a0Er ist gegen\u00fcber meinen \u00dcbertretungen wachsam geblieben. In seiner Hand verflechten sie sich ineinander.<br \/>\nSie sind auf meinen Hals gekommen. Meine Kraft ist gestrauchelt.<br \/>\nJehova hat mich in die Hand derer gegeben, gegen die ich nicht aufzustehen vermag.<br \/>\n\u05e1 (Ss\u00e1mech)<br \/>\n15\u00a0All meine Starken hat Jehova aus meiner Mitte beiseite geworfen.<br \/>\nEr hat eine Zusammenkunft gegen mich einberufen, um meine jungen M\u00e4nner zu zerschmettern.<br \/>\nJehova hat die wahre Weinkelter getreten, die der Jungfrau, der Tochter Juda, geh\u00f6rt.<br \/>\n\u05e2 (\u201b\u00c1jin)<br \/>\n16\u00a0\u00dcber diese Dinge weine ich wie eine Frau. Mein Auge, mein Auge flie\u00dft von Wasser.<br \/>\nDenn ein Tr\u00f6ster hat sich fern von mir befunden, jemand, der meine Seele erquicke.<br \/>\n[Der Kreis] meiner S\u00f6hne ist ver\u00f6det worden, denn der Feind hat gro\u00dfgetan.<br \/>\n\u05e4 (Pe\u2019)<br \/>\n17\u00a0Zion hat ihre H\u00e4nde ausgebreitet. Keinen Tr\u00f6ster hat sie.<br \/>\nJehova hat hinsichtlich Jakobs alle, die rings um ihn sind, als seine Widersacher aufgeboten.<br \/>\nJerusalem ist etwas Abscheuliches unter ihnen geworden.<br \/>\n\u05e6 (Za\u00b7dh\u0113\u0301)<br \/>\n18\u00a0Jehova ist gerecht, denn gegen seinen Mund habe ich rebelliert.<br \/>\nH\u00f6rt nun zu, ihr V\u00f6lker alle, und seht meinen Schmerz.<br \/>\nMeine eigenen Jungfrauen und meine eigenen jungen M\u00e4nner sind in Gefangenschaft gegangen.<br \/>\n\u05e7 (Q\u014dph)<br \/>\n19\u00a0Ich habe meinen Liebhabern zugerufen. Sie selbst haben mich hintergangen.<br \/>\nMeine Priester und meine alten M\u00e4nner sind in der Stadt dahingeschieden,<br \/>\nW\u00e4hrend sie sich etwas zu essen suchten, um ihre Seele zu erquicken.<br \/>\n\u05e8 (R\u0113sch)<br \/>\n20\u00a0Sieh, o Jehova, denn ich bin in Bedr\u00e4ngnis. Meine Eingeweide selbst sind in G\u00e4rung.<br \/>\nMein Herz hat sich umgekehrt in meinem Innern, denn ich bin ganz bestimmt rebellisch gewesen.<br \/>\nDrau\u00dfen beraubte das Schwert [mich] der Kinder. Innerhalb des Hauses ist es wie der Tod.<br \/>\n\u05e9 (Schin)<br \/>\n21\u00a0Man hat geh\u00f6rt, wie ich selbst seufze gleich einer Frau. Es gibt keinen Tr\u00f6ster f\u00fcr mich.<br \/>\nAlle meine Feinde, sie haben von meinem Ungl\u00fcck geh\u00f6rt. Sie haben frohlockt, weil du selbst [es] getan hast.<br \/>\nDu wirst bestimmt den Tag herbeif\u00fchren, den du ausgerufen hast, damit sie werden m\u00f6gen wie ich.<br \/>\n\u05ea (Taw)<br \/>\n22\u00a0La\u00df all ihre Schlechtigkeit vor dich kommen, und verfahre streng mit ihnen,<br \/>\nSo wie du mit mir streng verfahren bist wegen all meiner \u00dcbertretungen.<br \/>\nDenn meiner Seufzer sind viele, und mein Herz ist krank.<\/p>\n<h3>Kapitel 2<\/h3>\n<p>\u05d0 (\u2019\u00c1leph)<br \/>\n2 O wie umw\u00f6lkt Jehova in seinem Zorn die Tochter Zion!<br \/>\nEr hat vom Himmel auf die Erde hinabgeworfen die Sch\u00f6nheit Israels.<br \/>\nUnd er hat des Schemels seiner F\u00fc\u00dfe nicht gedacht am Tag seines Zorns.<br \/>\n\u05d1 (B\u0113th)<br \/>\n\u00a02\u00a0Jehova hat verschlungen, er hat kein Mitleid gezeigt mit irgendwelchen Aufenthaltsorten Jakobs.<br \/>\nIn seinem Zornausbruch hat er die befestigten Pl\u00e4tze der Tochter Juda niedergerissen.<br \/>\nMit der Erde hat er in Ber\u00fchrung gebracht, entweiht hat er das K\u00f6nigreich und ihre F\u00fcrsten.<br \/>\n\u05d2 (G\u00edmel)<br \/>\n\u00a03\u00a0In der Glut des Zorns hat er jedes Horn Israels abgehauen.<br \/>\nEr hat seine rechte Hand vor dem Feind zur\u00fcckgewandt,<br \/>\nUnd in Jakob brennt er weiterhin wie ein flammendes Feuer, das ringsum verzehrt hat.<br \/>\n\u05d3 (D\u00e1leth)<br \/>\n\u00a04\u00a0Er hat seinen Bogen getreten wie ein Feind. Seine Rechte hat Stellung genommen<br \/>\nWie ein Widersacher, und er hat st\u00e4ndig alle f\u00fcr die Augen Begehrenswerten get\u00f6tet.<br \/>\nIn das Zelt der Tochter Zion hat er seinen Grimm ausgegossen so wie Feuer.<br \/>\n\u05d4 (He\u2019)<br \/>\n\u00a05\u00a0Jehova ist einem Feind gleich geworden. Er hat Israel verschlungen.<br \/>\nEr hat all ihre Wohnt\u00fcrme verschlungen; er hat \u00fcber seine befestigten Pl\u00e4tze Verderben gebracht.<br \/>\nUnd bei der Tochter Juda l\u00e4\u00dft er Trauer und Wehklage \u00fcberstr\u00f6men.<br \/>\n\u05d5 (Waw)<br \/>\n\u00a06\u00a0Und er behandelt seine H\u00fctte gewaltt\u00e4tig wie die in einem Garten. Er hat Verderben \u00fcber sein Fest gebracht.<br \/>\nJehova hat in Zion Fest und Sabbat vergessen lassen.<br \/>\nUnd im Zorn seiner Strafank\u00fcndigung zeigt er keinen Respekt vor K\u00f6nig und Priester.<br \/>\n\u05d6 (S\u00e1jin)<br \/>\n\u00a07\u00a0Jehova hat seinen Altar versto\u00dfen. Er hat sein Heiligtum mit Verachtung von sich gewiesen.<br \/>\nDer Hand des Feindes hat er die Mauern ihrer Wohnt\u00fcrme ausgeliefert.<br \/>\nIm Haus Jehovas haben sie [ihre] eigene Stimme erschallen lassen wie am Tag eines Festes.<br \/>\n\u05d7 (Ch\u0113th)<br \/>\n\u00a08\u00a0Jehova hat daran gedacht, die Mauer der Tochter Zion zu verderben.<br \/>\nEr hat die Me\u00dfschnur ausgespannt. Er hat seine Hand nicht abgewandt vom Verschlingen.<br \/>\nUnd er versetzt Wall und Mauer in Trauer. Zusammen sind sie verfallen.<br \/>\n\u05d8 (T\u0113th)<br \/>\n\u00a09\u00a0In die Erde sind ihre Tore gesunken. Er hat ihre Riegel zerst\u00f6rt und in St\u00fccke zerschlagen.<br \/>\nIhr K\u00f6nig und ihre F\u00fcrsten sind unter den Nationen. Da ist kein Gesetz.<br \/>\nAuch ihre eigenen Propheten haben keine von Jehova kommende Vision gefunden.<br \/>\n\u05d9 (J\u014ddh)<br \/>\n10\u00a0Die \u00e4lteren M\u00e4nner der Tochter Zion sitzen auf der Erde, [wo] sie Schweigen bewahren.<br \/>\nSie haben Staub auf ihr Haupt getan. Sie haben sich Sacktuch umgeg\u00fcrtet.<br \/>\nZur Erde haben die Jungfrauen Jerusalems ihr Haupt gesenkt.<br \/>\n\u05db (Kaph)<br \/>\n11\u00a0Meine Augen sind in lauter Tr\u00e4nen vergangen. Meine Eingeweide sind in G\u00e4rung.<br \/>\nZur Erde versch\u00fcttet ist meine Leber wegen des Zusammenbruchs der Tochter meines Volkes,<br \/>\nWeil Kind und S\u00e4ugling auf den \u00f6ffentlichen Pl\u00e4tzen der Stadt verschmachten.<br \/>\n\u05dc (L\u00e1medh)<br \/>\n12\u00a0Zu ihren M\u00fcttern haben sie st\u00e4ndig gesagt: \u201eWo sind Korn und Wein?\u201c<br \/>\nDenn sie verschmachten gleich einem auf den \u00f6ffentlichen Pl\u00e4tzen der Stadt Erschlagenen,<br \/>\nDenn ihre Seele wird ausgesch\u00fcttet in den Busen ihrer M\u00fctter.<br \/>\n\u05de (Mem)<br \/>\n13\u00a0Wovon soll ich dich als Zeugen gebrauchen? Was soll ich mit dir vergleichen, o Tochter Jerusalem?<br \/>\nWas soll ich dir gleichmachen, damit ich dich tr\u00f6ste, o Jungfrau, Tochter Zion?<br \/>\nDenn dein Zusammenbruch ist ebensogro\u00df wie das Meer. Wer kann dir Heilung bringen?<br \/>\n\u05e0 (Nun)<br \/>\n14\u00a0Deine eigenen Propheten haben f\u00fcr dich in Visionen wertlose und unbefriedigende Dinge geschaut,<br \/>\nUnd sie haben deine Vergehung nicht aufgedeckt, um deine Gefangenschaft abzuwenden,<br \/>\nSondern sie schauten f\u00fcr dich in Visionen st\u00e4ndig wertlose und irref\u00fchrende prophetische Spr\u00fcche.<br \/>\n\u05e1 (Ss\u00e1mech)<br \/>\n15\u00a0\u00dcber dich haben alle, die des Weges dahinzogen, in die H\u00e4nde geklatscht.<br \/>\nSie haben gepfiffen und fortw\u00e4hrend den Kopf gesch\u00fcttelt \u00fcber die Tochter Jerusalem, [indem sie sprachen:]<br \/>\n\u201eIst das die Stadt, von der man zu sagen pflegte: \u201aSie ist der Sch\u00f6nheit Vollkommenheit, ein Frohlocken f\u00fcr die ganze Erde.\u2018?\u201c<br \/>\n\u05e4 (Pe\u2019)<br \/>\n16\u00a0Alle deine Feinde haben ihren Mund \u00fcber dich aufgetan.<br \/>\nSie haben gepfiffen und fortgesetzt mit den Z\u00e4hnen geknirscht. Sie haben gesagt: \u201eWir wollen [sie] verschlingen.<br \/>\nDies ist ja der Tag, auf den wir gehofft haben. Wir haben\u2019s gefunden! Wir haben\u2019s gesehen!\u201c<br \/>\n\u05e2 (\u201b\u00c1jin)<br \/>\n17\u00a0Jehova hat getan, was er im Sinn hatte. Er hat, was er gesagt hat, vollbracht,<br \/>\nWas er seit den Tagen vor alters geboten hat. Er hat niedergerissen und kein Mitleid gezeigt.<br \/>\nUnd \u00fcber dich l\u00e4\u00dft er den Feind sich freuen. Er hat das Horn deiner Widersacher erh\u00f6ht.<br \/>\n\u05e6 (Za\u00b7dh\u0113\u0301)<br \/>\n18\u00a0Ihr Herz hat zu Jehova geschrien, o Mauer der Tochter Zion.<br \/>\nLa\u00df wie einen Wildbach Tr\u00e4nen herabflie\u00dfen Tag und Nacht.<br \/>\nGew\u00e4hr dir kein Erschlaffen. Nicht raste die Pupille deines Auges.<br \/>\n\u05e7 (Q\u014dph)<br \/>\n19\u00a0Mache dich auf! Wimmere bei Nacht zu Beginn der Morgenwachen.<br \/>\nSch\u00fctte dein Herz aus wie Wasser vor dem Angesicht Jehovas.<br \/>\nHebe deine Handfl\u00e4chen zu ihm empor wegen der Seele deiner Kinder,<br \/>\nDie vor Hunger verschmachten am Eingang aller Stra\u00dfen.<br \/>\n\u05e8 (R\u0113sch)<br \/>\n20\u00a0Sieh, o Jehova, und schau doch nach dem, mit dem du auf diese Weise streng verfahren bist.<br \/>\nSollten die Frauen st\u00e4ndig ihre eigene Frucht essen, die vollentwickelt geborenen Kinder,<br \/>\nOder sollten im Heiligtum Jehovas Priester und Prophet get\u00f6tet werden?<br \/>\n\u05e9 (Schin)<br \/>\n21\u00a0Knabe und Greis haben auf der Erde der Stra\u00dfen gelegen.<br \/>\nMeine Jungfrauen und meine jungen M\u00e4nner, sie sind durch das Schwert gefallen.<br \/>\nDu hast get\u00f6tet am Tag deines Zorns. Du hast geschlachtet; du hast kein Mitleid gehabt.<br \/>\n\u05ea (Taw)<br \/>\n22\u00a0Wie am Tag eines Festes gingst du daran, meine Orte der Fremdlingschaft ringsum auszurufen.<br \/>\nUnd am Tag des Zornes Jehovas gab es tats\u00e4chlich keinen Entronnenen oder \u00dcberlebenden;<br \/>\nDiejenigen, die ich vollentwickelt hervorbrachte und gro\u00dfzog: mein Feind selbst rottete sie aus.<\/p>\n<h3>Kapitel 3<\/h3>\n<p>\u05d0 (\u2019\u00c1leph)<br \/>\n3 Ich bin der kr\u00e4ftige Mann, der Tr\u00fcbsal gesehen hat zufolge\u00a0des Stabes seines Zornausbruchs.<br \/>\n\u00a02\u00a0Ich bin es, den er gef\u00fchrt hat und in Finsternis wandeln l\u00e4\u00dft und nicht in Licht.<br \/>\n\u00a03\u00a0In der Tat, er wendet wiederholt seine Hand gegen mich den ganzen Tag.<br \/>\n\u05d1 (B\u0113th)<br \/>\n\u00a04\u00a0Er hat mein Fleisch und meine Haut verfallen lassen. Er hat meine Gebeine zerbrochen.<br \/>\n\u00a05\u00a0Er hat gegen mich gebaut, damit er [mich] mit Giftpflanze und M\u00fchsal umringe.<br \/>\n\u00a06\u00a0An finsteren St\u00e4tten hat er mich sitzen lassen wie l\u00e4ngst Verstorbene.<br \/>\n\u05d2 (G\u00edmel)<br \/>\n\u00a07\u00a0Er hat mich abgesperrt wie mit einer Steinmauer, damit ich nicht herauskomme. Er hat meine kupfernen Fesseln schwer\u00a0gemacht.<br \/>\n\u00a08\u00a0Auch wenn ich um Beistand rufe und um Hilfe schreie, hemmt er tats\u00e4chlich mein Gebet.<br \/>\n\u00a09\u00a0Er hat mit behauenem Stein meine Wege abgesperrt. Meine Pfade hat er verdreht.<br \/>\n\u05d3 (D\u00e1leth)<br \/>\n10\u00a0Wie ein auf der Lauer liegender B\u00e4r ist er mir, wie ein L\u00f6we in Verstecken.<br \/>\n11\u00a0Meine Wege hat er durcheinandergebracht, und er l\u00e4\u00dft mich brachliegen. Er hat mich zu einem Ver\u00f6deten gemacht.<br \/>\n12\u00a0Er hat seinen Bogen getreten, und er stellt mich auf als Zielscheibe f\u00fcr den Pfeil.<br \/>\n\u05d4 (He\u2019)<br \/>\n13\u00a0Er hat in meine Nieren die S\u00f6hne seines K\u00f6chers kommen lassen.<br \/>\n14\u00a0Ich bin ein Gegenstand des Gel\u00e4chters geworden allem Volk, das gegen mich war, das Thema ihres Liedes den ganzen Tag.<br \/>\n15\u00a0Er hat mir zur Gen\u00fcge bittere Dinge gegeben. Er hat mich mit Wermut satt getr\u00e4nkt.<br \/>\n\u05d5 (Waw)<br \/>\n16\u00a0Und an Kies l\u00e4\u00dft er meine Z\u00e4hne zerbrechen. Er hat mich in der Asche kauern lassen.<br \/>\n17\u00a0Du hast auch versto\u00dfen, so da\u00df es keinen Frieden gibt f\u00fcr meine Seele. Was Gutes ist, habe ich aus dem Ged\u00e4chtnis verloren.<br \/>\n18\u00a0Und ich sage st\u00e4ndig: \u201eZugrunde gegangen ist meine Hoheit und was ich von Jehova erwartet habe.\u201c<br \/>\n\u05d6 (S\u00e1jin)<br \/>\n19\u00a0Gedenke meiner Tr\u00fcbsal und meines heimatlosen Zustandes, des Wermuts und der Giftpflanze.<br \/>\n20\u00a0Ganz bestimmt wird deine Seele [dessen] gedenken und sich tief \u00fcber mich beugen.<br \/>\n21\u00a0Dies ist, was ich in mein Herz zur\u00fcckrufen werde. Darum werde ich eine wartende Haltung bekunden.<br \/>\n\u05d7 (Ch\u0113th)<br \/>\n22\u00a0Es sind die Taten liebender G\u00fcte Jehovas, da\u00df es mit uns nicht zu Ende gegangen ist, denn seine Erbarmungen werden gewi\u00df kein Ende nehmen.<br \/>\n23\u00a0Sie sind jeden Morgen neu. Sehr gro\u00df ist deine Treue.<br \/>\n24\u00a0\u201eJehova ist mein Teil\u201c, hat meine Seele gesagt, \u201edarum werde ich ihm gegen\u00fcber eine wartende Haltung bekunden.\u201c<br \/>\n\u05d8 (T\u0113th)<br \/>\n25\u00a0Gut ist Jehova gegen den, der auf ihn hofft, gegen die Seele, die ihn st\u00e4ndig sucht.<br \/>\n26\u00a0Gut ist es, da\u00df einer wartet, ja in\u00a0Stille, auf die Rettung Jehovas.<br \/>\n27\u00a0Gut ist es f\u00fcr einen kr\u00e4ftigen Mann, da\u00df er das Joch in seiner Jugend tr\u00e4gt.<br \/>\n\u05d9 (J\u014ddh)<br \/>\n28\u00a0Er sitze einsam und schweige, weil er ihm [etwas] auferlegt hat.<br \/>\n29\u00a0Er lege seinen Mund direkt in den Staub. Vielleicht ist eine Hoffnung vorhanden.<br \/>\n30\u00a0Er halte die Wange sogar dem hin, der ihn schl\u00e4gt. Er lasse sich s\u00e4ttigen mit Schmach.<br \/>\n\u05db (Kaph)<br \/>\n31\u00a0Denn nicht auf unabsehbare Zeit wird Jehova weiterhin versto\u00dfen.<br \/>\n32\u00a0Denn obwohl er Kummer verursacht hat, wird er auch bestimmt Barmherzigkeit erweisen nach der F\u00fclle seiner liebenden G\u00fcte.<br \/>\n33\u00a0Denn nicht aus seinem eigenen Herzen hat er niedergedr\u00fcckt, noch betr\u00fcbt er die Menschens\u00f6hne.<br \/>\n\u05dc (L\u00e1medh)<br \/>\n34\u00a0Da\u00df man alle Gefangenen der Erde unter seinen F\u00fc\u00dfen zertritt,<br \/>\n35\u00a0Da\u00df man das Recht eines kr\u00e4ftigen Mannes vor dem Angesicht des H\u00f6chsten beugt,<br \/>\n36\u00a0Da\u00df man einen Menschen veranla\u00dft, in seinem Rechtsfall krumme Wege zu gehen, [daf\u00fcr] hat Jehova selbst keinen [billigenden] Blick gehabt.<br \/>\n\u05de (Mem)<br \/>\n37\u00a0Wer nun hat gesprochen, da\u00df etwas geschehen sollte, [wenn] Jehova selbst [es] nicht geboten hat?<br \/>\n38\u00a0Aus dem Mund des H\u00f6chsten gehen nicht schlechte Dinge und was gut ist, hervor.<br \/>\n39\u00a0Wie kann sich ein lebender Mensch in Klagen ergehen, ein kr\u00e4ftiger Mann seiner S\u00fcnde wegen?<br \/>\n\u05e0 (Nun)<br \/>\n40\u00a0Erkunden wir doch unsere Wege und erforschen sie, und kehren wir doch um, ja zu Jehova.<br \/>\n41\u00a0La\u00dft uns unser Herz samt [unseren] Handfl\u00e4chen zu Gott in den Himmeln erheben:<br \/>\n42\u00a0\u201eWir, wir haben uns vergangen, und wir haben uns rebellisch benommen. Du selbst hast nicht vergeben.<br \/>\n\u05e1 (Ss\u00e1mech)<br \/>\n43\u00a0Du hast mit Zorn den Zugang versperrt, und du jagst uns st\u00e4ndig nach. Du hast get\u00f6tet; du hast kein Mitleid gezeigt.<br \/>\n44\u00a0Du hast mit Gew\u00f6lk den Zugang zu dir versperrt, damit das Gebet nicht hindurchdringe.<br \/>\n45\u00a0Du machst uns zu blo\u00dfem Abschaum und Kehricht inmitten der V\u00f6lker.\u201c<br \/>\n\u05e4 (Pe\u2019)<br \/>\n46\u00a0Alle unsere Feinde haben ihren Mund gegen uns aufgetan.<br \/>\n47\u00a0Schrecken und H\u00f6hlung sind unser geworden, Ver\u00f6dung und Zusammenbruch.<br \/>\n48\u00a0Von Wasserb\u00e4chen flie\u00dft mein Auge st\u00e4ndig wegen des Zusammenbruchs der Tochter meines Volkes.<br \/>\n\u05e2 (\u201b\u00c1jin)<br \/>\n49\u00a0Mein Auge, es hat sich ergossen und wird nicht gestillt werden, so da\u00df es keine Pausen gibt,<br \/>\n50\u00a0Bis Jehova vom Himmel herabschaut und sieht.<br \/>\n51\u00a0Mein eigenes Auge hat meiner Seele zugesetzt wegen all der T\u00f6chter meiner Stadt.<br \/>\n\u05e6 (Za\u00b7dh\u0113\u0301)<br \/>\n52\u00a0Meine Feinde haben ganz bestimmt nach mir gejagt wie nach einem Vogel, ohne Ursache.<br \/>\n53\u00a0Sie haben mein Leben in der Grube zum Schweigen gebracht, und sie fuhren fort, Steine auf mich zu werfen.<br \/>\n54\u00a0Wasser sind \u00fcber mein Haupt geflossen. Ich habe gesagt: \u201eIch werde gewi\u00df abgeschnitten werden!\u201c<br \/>\n\u05e7 (Q\u014dph)<br \/>\n55\u00a0Ich habe deinen Namen angerufen, o Jehova, aus unterster Grube.<br \/>\n56\u00a0Meine Stimme sollst du h\u00f6ren. Zu meiner Erleichterung verbirg dein Ohr nicht vor meinem Hilferuf.<br \/>\n57\u00a0Du hast dich genaht an dem Tag, an dem ich dich unabl\u00e4ssig anrief. Du sprachst: \u201eF\u00fcrchte dich nicht.\u201c<br \/>\n\u05e8 (R\u0113sch)<br \/>\n58\u00a0Du, o Jehova, hast den Rechtsstreit meiner Seele gef\u00fchrt. Du hast mein Leben zur\u00fcckgekauft.<br \/>\n59\u00a0Du, o Jehova, hast das an mir ver\u00fcbte Unrecht gesehen. O f\u00fchre doch das Gericht f\u00fcr mich.<br \/>\n60\u00a0Du hast all ihre Rache gesehen, all ihre Gedanken gegen mich.<br \/>\n\u05e9 (Ssin oder Schin)<br \/>\n61\u00a0Du hast ihr Schm\u00e4hen geh\u00f6rt, o Jehova, all ihre Gedanken gegen mich,<br \/>\n62\u00a0Die Lippen derer, die gegen mich aufstehen, und ihr Fl\u00fcstern gegen mich den ganzen Tag lang.<br \/>\n63\u00a0Schau doch auf ihr Sitzen selbst und auf ihr Aufstehen. Ich bin das Thema ihres Liedes.<br \/>\n\u05ea (Taw)<br \/>\n64\u00a0Du wirst ihnen [ihre] Handlungsweise zur\u00fcckerstatten, o Jehova, gem\u00e4\u00df dem Werk ihrer H\u00e4nde.<br \/>\n65\u00a0Du wirst ihnen Unversch\u00e4mtheit des Herzens geben, deinen Fluch f\u00fcr sie.<br \/>\n66\u00a0Du wirst ihnen nachjagen im Zorn und sie vertilgen unter den Himmeln Jehovas hinweg.<\/p>\n<h3>Kapitel 4<\/h3>\n<p>\u05d0 (\u2019\u00c1leph)<br \/>\n4 O wie tr\u00fcbe wird das gl\u00e4nzende Gold, das gute Gold!<br \/>\nO wie die heiligen Steine versch\u00fcttet werden am Eingang aller Stra\u00dfen!<br \/>\n\u05d1 (B\u0113th)<br \/>\n\u00a02\u00a0Was die S\u00f6hne Zions betrifft, die kostbaren, die mit gel\u00e4utertem Gold aufgewogen wurden,<br \/>\nO wie sie gro\u00dfen irdenen Kr\u00fcgen gleichgeachtet worden sind, dem Werk von T\u00f6pferh\u00e4nden!<br \/>\n\u05d2 (G\u00edmel)<br \/>\n\u00a03\u00a0Sogar Schakale haben das Euter gereicht. Sie haben ihre Jungen ges\u00e4ugt.<br \/>\nDie Tochter meines Volkes wird grausam wie Strau\u00dfe in der Wildnis.<br \/>\n\u05d3 (D\u00e1leth)<br \/>\n\u00a04\u00a0Des S\u00e4uglings Zunge hat vor Durst an seinem Gaumen geklebt.<br \/>\nKinder ihrerseits haben um Brot gebeten. Da ist keiner, der [es] an sie austeilt.<br \/>\n\u05d4 (He\u2019)<br \/>\n\u00a05\u00a0Sogar die, die Leckerbissen a\u00dfen, sind von Entsetzen befallen worden auf den Stra\u00dfen.<br \/>\nSelbst die, die in Karmesin aufgezogen wurden, mu\u00dften Aschenhaufen umarmen.<br \/>\n\u05d5 (Waw)<br \/>\n\u00a06\u00a0Die [Strafe f\u00fcr die] Vergehung der Tochter meines Volkes wird auch gr\u00f6\u00dfer als die [Strafe f\u00fcr die] S\u00fcnde S\u1ecddoms,<br \/>\nDas wie in einem Augenblick umgekehrt wurde und dem sich keine H\u00e4nde [hilfreich] zuwandten.<br \/>\n\u05d6 (S\u00e1jin)<br \/>\n\u00a07\u00a0Ihre Nasir\u00e4\u0323er waren reiner als Schnee; sie waren wei\u00dfer als Milch.<br \/>\nSie waren tats\u00e4chlich r\u00f6tlicher als Korallen; ihr Schliff war wie der Saphir.<br \/>\n\u05d7 (Ch\u0113th)<br \/>\n\u00a08\u00a0Dunkler als Schw\u00e4rze ist ihr Aussehen geworden. Man hat sie nicht erkannt auf den Stra\u00dfen.<br \/>\nIhre Haut ist eingeschrumpft auf ihren Gebeinen. Sie ist so trocken geworden wie ein Baum.<br \/>\n\u05d8 (T\u0113th)<br \/>\n\u00a09\u00a0Besser ist es den vom Schwert Erschlagenen ergangen als den durch Hunger Hingestreckten,<br \/>\nWeil diese hinschmachten, durchbohrt vom Mangel an Ertrag des freien Feldes.<br \/>\n\u05d9 (J\u014ddh)<br \/>\n10\u00a0Ja die H\u00e4nde mitleidiger Frauen haben ihre eigenen Kinder gekocht.<br \/>\nSie sind einem wie Brot der Tr\u00f6stung geworden beim Zusammenbruch der Tochter meines Volkes.<br \/>\n\u05db (Kaph)<br \/>\n11\u00a0Jehova hat seinen Grimm vollzogen. Er hat seine Zornglut ausgegossen.<br \/>\nUnd er z\u00fcndet ein Feuer an in Zion, das ihre Grundfesten verzehrt.<br \/>\n\u05dc (L\u00e1medh)<br \/>\n12\u00a0Die K\u00f6nige der Erde und alle Bewohner des ertragf\u00e4higen Landes hatten nicht geglaubt,<br \/>\nDa\u00df der Widersacher und der Feind in die Tore Jerusalems kommen w\u00fcrden.<br \/>\n\u05de (Mem)<br \/>\n13\u00a0Wegen der S\u00fcnden ihrer Propheten,\u00a0der Vergehungen ihrer Priester<br \/>\nGab es in ihrer Mitte solche, die das Blut von Gerechten vergossen.<br \/>\n\u05e0 (Nun)<br \/>\n14\u00a0Sie sind wie blind auf den Stra\u00dfen umhergeirrt. Sie sind mit Blut befleckt worden,<br \/>\nSo da\u00df keiner ihre Kleider ber\u00fchren kann.<br \/>\n\u05e1 (Ss\u00e1mech)<br \/>\n15\u00a0\u201eAus dem Weg! Unrein!\u201c hat man ihnen zugerufen. \u201eAus dem Weg! Aus dem Weg! R\u00fchrt nicht an!\u201c<br \/>\nDenn heimatlos sind sie geworden. Sie sind auch umhergeirrt. Man hat unter den Nationen gesagt: \u201eSie werden nicht wieder als Fremdlinge verweilen.<br \/>\n\u05e4 (Pe\u2019)<br \/>\n16\u00a0Das Angesicht Jehovas hat sie geteilt. Er wird sie nicht wieder anschauen.<br \/>\nMan wird bestimmt selbst auf die Priester keine R\u00fccksicht nehmen. Man wird gewi\u00df sogar den alten M\u00e4nnern keine Gunst erweisen.\u201c<br \/>\n\u05e2 (\u201b\u00c1jin)<br \/>\n17\u00a0W\u00e4hrend wir noch sind, schmachten unsere Augen vergeblich nach Beistand f\u00fcr uns.<br \/>\nW\u00e4hrend wir umherschauen, haben wir nach einer Nation ausgeschaut, die keine Rettung bringen kann.<br \/>\n\u05e6 (Za\u00b7dh\u0113\u0301)<br \/>\n18\u00a0Man ist unseren Schritten nachgejagt, so da\u00df wir nicht auf unseren \u00f6ffentlichen Pl\u00e4tzen wandeln k\u00f6nnen.<br \/>\nUnser Ende hat sich genaht. Unsere Tage sind voll geworden, denn unser Ende ist gekommen.<br \/>\n\u05e7 (Q\u014dph)<br \/>\n19\u00a0Schneller als die Adler der Himmel haben sich unsere Verfolger erwiesen.<br \/>\nAuf den Bergen sind sie uns hitzig nachgejagt. In der Wildnis haben sie uns aufgelauert.<br \/>\n\u05e8 (R\u0113sch)<br \/>\n20\u00a0Selbst der Hauch unserer Nase, der Gesalbte Jehovas, ist in ihrer gro\u00dfen Grube gefangengenommen worden,<br \/>\nVon dem wir gesagt haben: \u201eIn seinem Schatten werden wir unter den Nationen leben.\u201c<br \/>\n\u05e9 (Schin)<br \/>\n21\u00a0Frohlocke und freue dich, o Tochter \u1eb8dom, die du im Land Uz wohnst.<br \/>\nAuch an dich wird der Becher kommen. Du wirst trunken werden und dich entbl\u00f6\u00dft zeigen.<br \/>\n\u05ea (Taw)<br \/>\n22\u00a0Deine Vergehung, o Tochter Zion, ist zu Ende gekommen. Er wird dich nicht wieder ins Exil wegf\u00fchren.<br \/>\nEr hat seine Aufmerksamkeit deiner Vergehung zugewandt, o Tochter \u1eb8dom. Er hat deine S\u00fcnden aufgedeckt.<\/p>\n<h3>Kapitel 5<\/h3>\n<p>5 Gedenke, o Jehova, dessen, was uns widerfahren ist. Schau doch, und sieh unsere Schmach!<br \/>\n\u00a02\u00a0Unser eigener Erbbesitz ist Fremden zugewiesen worden, unsere H\u00e4user Ausl\u00e4ndern.<br \/>\n\u00a03\u00a0Wir sind zu blo\u00dfen Waisen geworden, vaterlos. Unsere M\u00fctter sind Witwen gleich.<br \/>\n\u00a04\u00a0Unser eigenes Wasser haben wir um Geld trinken m\u00fcssen. Unser eigenes Holz kommt uns um einen Kaufpreis zu.<br \/>\n\u00a05\u00a0Dicht an unserem Nacken ist man uns nachgejagt. Wir sind ermattet. Keine Ruhe ist uns gelassen worden.<br \/>\n\u00a06\u00a0\u00c4gypten haben wir die Hand gegeben; Assyrien, um mit Brot ges\u00e4ttigt zu werden.<br \/>\n\u00a07\u00a0Unsere Vorv\u00e4ter sind es, die ges\u00fcndigt haben. Sie sind nicht mehr. Was uns betrifft, so sind es ihre Vergehungen, die wir haben tragen m\u00fcssen.<br \/>\n\u00a08\u00a0Lediglich Knechte haben \u00fcber uns geherrscht. Da ist niemand, der uns ihrer Hand entrei\u00dft.<br \/>\n\u00a09\u00a0Unter Einsatz unserer Seele bringen wir unser Brot herbei wegen des Schwertes der Wildnis.<br \/>\n10\u00a0Unsere Haut selbst ist wie ein Ofen so hei\u00df geworden zufolge der Hungerqualen.<br \/>\n11\u00a0Die Ehefrauen in Zion haben sie gedem\u00fctigt, die Jungfrauen in den St\u00e4dten Judas.<br \/>\n12\u00a0Selbst F\u00fcrsten sind nur durch ihre Hand geh\u00e4ngt worden. Sogar das Angesicht alter M\u00e4nner hat man nicht geehrt.<br \/>\n13\u00a0Sogar junge M\u00e4nner haben selbst eine Handm\u00fchle aufgehoben, und unter der Holz[last] sind blo\u00dfe Knaben gestrauchelt.<br \/>\n14\u00a0Alte M\u00e4nner, sie sind sogar dem Tor ferngeblieben, junge M\u00e4nner ihrer Instrumentalmusik.<br \/>\n15\u00a0Das Frohlocken unseres Herzens hat aufgeh\u00f6rt. Unser Reigentanz ist in blo\u00dfe Trauer verwandelt worden.<br \/>\n16\u00a0Die Krone unseres Hauptes ist gefallen. Wehe nun uns, weil wir ges\u00fcndigt haben!<br \/>\n17\u00a0Deswegen ist unser Herz krank geworden. Dieser Dinge wegen sind unsere Augen tr\u00fcbe geworden,<br \/>\n18\u00a0Des Berges Zion wegen, der ver\u00f6det ist; ja F\u00fcchse sind darauf gelaufen.<br \/>\n19\u00a0Was dich betrifft, o Jehova, auf unabsehbare Zeit wirst du [auf dem Thron] sitzen. Dein Thron w\u00e4hrt Generation um Generation.<br \/>\n20\u00a0Wie kommt es, da\u00df du uns f\u00fcr immer vergi\u00dft, da\u00df du uns f\u00fcr die L\u00e4nge der Tage verl\u00e4\u00dft?<br \/>\n21\u00a0F\u00fchre uns zur\u00fcck, o Jehova, zu dir, und wir wollen zur\u00fcckkehren. Bringe uns neue Tage wie vor alters.<br \/>\n22\u00a0Doch du hast uns ganz bestimmt verworfen. Du hast uns \u00fcberaus gez\u00fcrnt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>KLAGELIEDER \u05d0 (\u2019\u00c1leph) Kapitel 1 1 O wie ist es gekommen, da\u00df sie einsam sitzt, die Stadt, die an Volk so zahlreich war! Wie ist sie einer Witwe gleich geworden, sie, die volkreich war unter den Nationen! Wie ist sie, die eine F\u00fcrstin war inmitten der Gerichtsbezirke, zwangsarbeitspflichtig geworden! \u05d1 (B\u0113th) \u00a02\u00a0Heftig weint sie w\u00e4hrend [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[465,2],"tags":[],"class_list":["post-1101","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-klagelieder","category-text-in-der-bibel"],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1101","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=1101"}],"version-history":[{"count":2,"href":"http:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1101\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1103,"href":"http:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1101\/revisions\/1103"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=1101"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=1101"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=1101"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}