
{"id":1048,"date":"2009-08-03T11:41:12","date_gmt":"2009-08-03T10:41:12","guid":{"rendered":"http:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/?p=1048"},"modified":"2009-08-10T19:06:54","modified_gmt":"2009-08-10T18:06:54","slug":"habakuk-1-3","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/?p=1048","title":{"rendered":"Habakuk 1 &#8211; 3"},"content":{"rendered":"<h3>Kapitel 1<\/h3>\n<p>HABAKUK<\/p>\n<p>1 Der prophetische Spruch, den H\u1ea1bakuk, der Prophet, in einer Vision schaute: 2\u00a0Wie lange, o Jehova, soll ich um Hilfe schreien, und du h\u00f6rst nicht? [Wie lange] werde ich zu dir [wegen der] Gewalttat um Beistand rufen, und du rettest nicht? 3\u00a0Warum l\u00e4\u00dft du mich Sch\u00e4dliches sehen und schaust st\u00e4ndig auf nichts als Ungemach? Und [warum] sind Verheerung und Gewalttat vor mir, und [warum] entsteht Gez\u00e4nk, und [warum] wird Streit gef\u00fchrt?<\/p>\n<p>4\u00a0Darum wird das Gesetz kraftlos, und das Recht geht niemals hervor. Denn der B\u00f6se umgibt den Gerechten, darum kommt das Recht verdreht hervor.<\/p>\n<p>5\u00a0\u201eSeht unter den Nationen, und schaut zu, und starrt einander staunend an. Staunt; denn da ist eine T\u00e4tigkeit, die man in euren Tagen vollf\u00fchrt, ihr werdet es nicht glauben, obwohl davon erz\u00e4hlt wird. 6\u00a0Denn siehe, ich erwecke die Chald\u00e4\u0323er, die erbitterte und ungest\u00fcme Nation, die an die weit offenen Stellen der Erde zieht, um Wohnsitze in Besitz zu nehmen, die ihr nicht geh\u00f6ren. 7\u00a0Schrecklich und furchteinfl\u00f6\u00dfend ist sie. Von ihr selbst gehen ihr eigenes Recht und ihre eigene W\u00fcrde aus. 8\u00a0Und ihre Pferde haben sich als schneller denn Leoparden erwiesen, und sie haben sich als grimmiger denn Abendw\u00f6lfe erwiesen. Und ihre Reitpferde haben den Boden gestampft, und ihre eigenen Reitpferde kommen von fern her. Sie fliegen wie der Adler, der zum Fra\u00df eilt. 9\u00a0In ihrer Gesamtheit kommt sie f\u00fcr nichts als Gewalttat. Das Zusammenbringen ihrer Gesichter ist wie [der] Ostwind, und sie sammelt Gefangene so wie Sand. 10\u00a0Und ihrerseits verh\u00f6hnt sie selbst K\u00f6nige, und hohe Amtspersonen sind ihr zum Gel\u00e4chter. Ihrerseits lacht sie sogar \u00fcber jeden befestigten Platz, und sie sch\u00fcttet Staub auf und nimmt ihn ein. 11\u00a0Zu jener Zeit wird sie gewi\u00df daherfahren [wie] Wind und wird hindurchziehen und wird tats\u00e4chlich schuldig werden. Diese ihre Kraft ist ihrem Gott zuzuschreiben.\u201c<\/p>\n<p>12\u00a0Bist du nicht von alters her, o Jehova? O mein Gott, mein Heiliger, du stirbst nicht. O Jehova, zum Gericht hast du es gesetzt; und, o FELS, zu einer Zurechtweisung hast du es gegr\u00fcndet.<\/p>\n<p>13\u00a0Du bist zu rein von Augen, um Schlechtes zu sehen; und Ungemach vermagst du nicht anzuschauen. Warum schaust du auf diejenigen, die treulos handeln, schweigst fortw\u00e4hrend, wenn ein B\u00f6ser einen, der gerechter ist als er, verschlingt? 14\u00a0Und [warum] machst du den Erdenmenschen wie die Fische des Meeres, wie Kriechtiere, \u00fcber die keiner herrscht? 15\u00a0All diese hat er mit einem einfachen Angelhaken heraufgebracht; er schleppt sie fort in seinem Schleppnetz, und er sammelt sie in seinem Fischnetz. Darum freut er sich und frohlockt. 16\u00a0Darum opfert er Schlachtopfer seinem Schleppnetz und r\u00e4uchert seinem Fischnetz; denn durch sie ist sein Anteil gut ge\u00f6lt, und seine Speise ist gesund. 17\u00a0Wird er darum sein Schleppnetz ausleeren, und mu\u00df er best\u00e4ndig Nationen t\u00f6ten, wobei er kein Mitleid zeigt?<\/p>\n<h3>Kapitel 2<\/h3>\n<p>Auf meinem Wachtposten will ich stehen bleiben, und ich will mich fortgesetzt auf [dem] Bollwerk aufstellen; und ich werde Wache halten, um zu sehen, was er durch mich reden wird und was ich auf meine Zurechtweisung erwidern soll.<\/p>\n<p>2\u00a0Und Jehova antwortete mir dann und sprach: \u201eSchreib [die] Vision auf, und leg [sie] deutlich auf Tafeln dar, damit der davon Vorlesende es gel\u00e4ufig tun kann. 3\u00a0Denn [die] Vision ist noch f\u00fcr die bestimmte Zeit, und sie geht keuchend dem Ende zu, und sie wird keine L\u00fcge mitteilen. Selbst wenn sie s\u00e4umen sollte, so harre ihrer; denn sie wird sich ganz bestimmt bewahrheiten. Sie wird sich nicht versp\u00e4ten.<\/p>\n<p>4\u00a0Siehe! Seine Seele ist aufgeblasen; sie ist nicht rechtschaffen gewesen in ihm. Was aber den Gerechten betrifft, durch seinen treuen Glauben wird er am Leben bleiben. 5\u00a0Und in der Tat, weil der Wein verr\u00e4terisch wirkt, ist ein kr\u00e4ftiger Mann anma\u00dfend; und er wird sein Ziel nicht erreichen, er, der seine Seele ger\u00e4umig gemacht hat so wie der Sche\u1ecdl und der wie der Tod ist und nicht satt werden kann. Und er f\u00e4hrt fort, alle Nationen zu sich zu versammeln und alle V\u00f6lker zu sich zusammenzubringen.  6\u00a0Werden nicht gerade diese, sie alle, gegen ihn einen Spruch anheben und eine anspielende Bemerkung, Andeutungen \u00fcber ihn? Und man wird sagen:<\/p>\n<p>,Wehe dem, der mehrt, was nicht sein eigen ist \u2014 o wie lange! \u2014, und der eine schwere Schuld auf sich l\u00e4dt! 7\u00a0Werden nicht diejenigen, die Zins von dir fordern, pl\u00f6tzlich aufstehen und diejenigen, die dich heftig sch\u00fctteln, aufwachen, und du wirst ihnen gewi\u00df zum Raub werden? 8\u00a0Weil du selbst viele Nationen ausgepl\u00fcndert hast, werden alle \u00dcbriggebliebenen der V\u00f6lker dich auspl\u00fcndern, wegen des Vergie\u00dfens von Menschenblut und der Gewalttat an [der] Erde, [der] Stadt und allen, die darin wohnen.<\/p>\n<p>9\u00a0Wehe dem, der \u00fcblen Gewinn macht f\u00fcr sein Haus, um sein Nest in die H\u00f6he zu setzen, um so von dem Griff des Ungl\u00fccks befreit zu sein! 10\u00a0Du hast etwas Sch\u00e4ndliches f\u00fcr dein Haus beschlossen, das Wegtilgen vieler V\u00f6lker; und deine Seele s\u00fcndigt. 11\u00a0Denn ein Stein aus [der] Mauer wird klagend schreien, und ein Sparren wird ihm aus dem Holzwerk antworten.<\/p>\n<p>12\u00a0Wehe dem, der eine Stadt durch Blutvergie\u00dfen baut und der eine Stadt durch Ungerechtigkeit fest errichtet hat! 13\u00a0Siehe! Ist es nicht von Jehova der Heerscharen aus, da\u00df V\u00f6lker sich nur f\u00fcrs Feuer abm\u00fchen werden und da\u00df V\u00f6lkerschaften sich einfach f\u00fcr nichts erm\u00fcden werden? 14\u00a0Denn die Erde wird erf\u00fcllt sein mit der Erkenntnis der Herrlichkeit Jehovas, wie die Wasser selbst [das] Meer bedecken.<\/p>\n<p>15\u00a0Wehe dem, der seinen Gef\u00e4hrten etwas zu trinken gibt, [dem] dein Grimm und Zorn beigemischt wird, um [sie] betrunken zu machen zu dem Zweck, ihre Schamteile anzuschauen. 16\u00a0Du wirst gewi\u00df mit Unehre ges\u00e4ttigt werden statt mit Herrlichkeit. Trink auch du selbst, und werde als unbeschnitten betrachtet. Der Becher der Rechten Jehovas wird zu dir herumkommen, und Schande wird auf deiner Herrlichkeit sein; 17\u00a0denn die am L\u1ecbbanon [ver\u00fcbte] Gewalttat wird dich bedecken, und die Raubgier nach [den] Tieren erschreckt sie, wegen des Vergie\u00dfens von Menschenblut und der Gewalttat an [der] Erde, [der] Stadt und allen, die darin wohnen. 18\u00a0Von welchem Nutzen ist ein geschnitztes Bild gewesen, wenn sein Bildner es geschnitzt hat, ein gegossenes Standbild und ein Unterweiser in Falschheit? Wenn der Bildner seines Gebildes so sehr darauf vertraut hat, da\u00df er wertlose G\u00f6tter machte, die stumm sind?<\/p>\n<p>19\u00a0Wehe dem, der zum Holzst\u00fcck spricht: \u201eO erwache doch!\u201c, zu einem stummen Stein: \u201eO wach auf! Er selbst wird Unterweisung geben.\u201c! Siehe! Er ist in Gold und Silber gefa\u00dft, und es ist gar kein Atem in seinem Innern. 20\u00a0Jehova aber ist in seinem heiligen Tempel. Bewahre Schweigen vor ihm, ganze Erde!\u2018\u00a0\u201c<\/p>\n<h3>Kapitel 3<\/h3>\n<p>Das Gebet H\u1ea1bakuks, des Propheten, in Klageliedern: 2\u00a0O Jehova, ich habe den Bericht \u00fcber dich geh\u00f6rt. Ich bin in Furcht geraten, o Jehova, vor deinem Tun.<\/p>\n<p>Inmitten der Jahre o bringe es zum Leben! Inmitten der Jahre m\u00f6gest du es bekanntmachen. M\u00f6gest du w\u00e4hrend der Erregung daran denken, Barmherzigkeit zu erweisen.<\/p>\n<p>3\u00a0Gott selbst kam dann von T\u1eb9man her, ja ein Heiliger vom Berg P\u1ea1ran. S\u1eb9la.<\/p>\n<p>Seine W\u00fcrde bedeckte [die] Himmel; und mit seinem Lobpreis wurde die Erde erf\u00fcllt.<\/p>\n<p>4\u00a0Was [seinen] Glanz betrifft, er wurde so wie das Licht. Er hatte zwei von seiner Hand [ausgehende] Strahlen, und dort war die Verh\u00fcllung seiner St\u00e4rke.<\/p>\n<p>5\u00a0Vor ihm her ging fortw\u00e4hrend die Pest, und Fieberglut zog stets aus zu seinen F\u00fc\u00dfen.<\/p>\n<p>6\u00a0Er stand still, damit er [die] Erde ersch\u00fctterte. Er sah und lie\u00df dann die Nationen h\u00fcpfen.<\/p>\n<p>Und die ewigw\u00e4hrenden Berge wurden zerschmettert; die auf unabsehbare Zeit dauernden H\u00fcgel beugten sich nieder. Die G\u00e4nge der Vorzeit sind sein.<\/p>\n<p>7\u00a0Unter dem, was sch\u00e4dlich ist, sah ich die Zelte K\u1ee5schans. Die Zeltt\u00fccher des Landes M\u1ecbdian begannen zu erbeben.<\/p>\n<p>8\u00a0Ist es gegen die Str\u00f6me, o Jehova, ist es gegen die Str\u00f6me, da\u00df dein Zorn entbrannt ist, oder ergeht dein Zornausbruch gegen das Meer? Denn du rittest auf deinen Rossen einher; deine Wagen waren Rettung.<\/p>\n<p>9\u00a0In [seiner] Bl\u00f6\u00dfe wird dein Bogen aufgedeckt. Die Eidschw\u00fcre der St\u00e4mme sind das Gesprochene. S\u1eb9la. Mit Str\u00f6men hast du dann [die] Erde gespalten.<\/p>\n<p>10\u00a0Berge sahen dich; sie wanden sich vor Schmerzen. Ein Unwetter von Wassern zog hindurch. Die Wassertiefe gab ihren Schall von sich. In die H\u00f6he erhob sie ihre H\u00e4nde.<\/p>\n<p>11\u00a0Sonne \u2014 Mond \u2014 standen still an ihrem erhabenen Wohnsitz. Wie Licht fuhren deine eigenen Pfeile dahin. Der Blitz deines Speeres diente als heller Schein.<\/p>\n<p>12\u00a0Mit Strafank\u00fcndigung durchschrittest du dann die Erde. Im Zorn bist du darangegangen, [die] Nationen zu dreschen.<\/p>\n<p>13\u00a0Und du zogst aus zur Rettung deines Volkes, um deinen Gesalbten zu retten. Du zerschmettertest das Haupt von dem Haus des B\u00f6sen. Das Fundament wurde blo\u00dfgelegt, ja bis zum Hals. S\u1eb9la.<\/p>\n<p>14\u00a0Mit seinen eigenen St\u00e4ben durchbohrtest du [das] Haupt seiner Krieger, [als] sie anst\u00fcrmten, um mich zu zerstreuen. Ihre \u00fcberm\u00fctige Lustigkeit war wie von denen, die darauf erpicht sind, einen Niedergedr\u00fcckten im Versteck zu verzehren.<\/p>\n<p>15\u00a0Durch das Meer tratst du [mit] deinen Rossen, [durch] den Schwall ausgedehnter Wasser.<\/p>\n<p>16\u00a0Ich h\u00f6rte [es], und mein Leib begann zu beben; bei dem Schall zitterten meine Lippen; F\u00e4ulnis begann in meine Gebeine zu dringen; und in meinem Zustand erbebte ich, da\u00df ich ruhig warten sollte auf den Tag der Bedr\u00e4ngnis, auf [sein] Herankommen f\u00fcr das Volk, [da\u00df] er es \u00fcberfalle.<\/p>\n<p>17\u00a0Wenn auch [der] Feigenbaum selbst nicht bl\u00fcht und kein Ertrag an den Weinst\u00f6cken ist; das Werk des Olivenbaums mag sich tats\u00e4chlich als Fehlschlag erweisen, und die Terrassen, sie m\u00f6gen wirklich keine Speise hervorbringen; [das] Kleinvieh mag in der Tat von [der] H\u00fcrde abgetrennt sein, und es mag kein Gro\u00dfvieh in den Gehegen geben;<\/p>\n<p>18\u00a0Doch ich meinerseits will in Jehova frohlocken; ich will jubeln in dem Gott meiner Rettung.<\/p>\n<p>19\u00a0Jehova, der Souver\u00e4ne Herr, ist meine leistungsf\u00e4hige Kraft; und er wird meine F\u00fc\u00dfe denen der Hindinnen gleichmachen, und auf meine H\u00f6hen wird er mich treten lassen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kapitel 1 HABAKUK 1 Der prophetische Spruch, den H\u1ea1bakuk, der Prophet, in einer Vision schaute: 2\u00a0Wie lange, o Jehova, soll ich um Hilfe schreien, und du h\u00f6rst nicht? [Wie lange] werde ich zu dir [wegen der] Gewalttat um Beistand rufen, und du rettest nicht? 3\u00a0Warum l\u00e4\u00dft du mich Sch\u00e4dliches sehen und schaust st\u00e4ndig auf nichts [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[23,462,2],"tags":[],"class_list":["post-1048","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-eigene-gedanken-zum-geschehen","category-habakuk","category-text-in-der-bibel"],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1048","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=1048"}],"version-history":[{"count":2,"href":"http:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1048\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1092,"href":"http:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1048\/revisions\/1092"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=1048"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=1048"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/bibellesen.jule-pape.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=1048"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}